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Béla Tarr in memoriam
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Filme
Béla Tarr in memoriam: Die Filme
Sátántangó - Satanstango
Sátántangó - Satanstango
© Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.
Ungarn, Deutschland, Schweiz 1991-94 | Regie: Béla Tarr | 438 min. | 4K digital | Mihály Vig, Putyi Horváth, Erika Bók, Peter Berling, Miklós B. Székely u.a. | ungar. Original mit deutschen Untertiteln.

Die letzten Bewohner einer verlassenen Siedlung machen sich auf den Weg, ihrem miserablen Dasein zu entfliehen, indem sie den Versprechungen eines falschen Propheten namens Irimiás folgen. Béla Tarr beschreibt in endlosen, düsteren Plansequenzen das perspektivlose Lebensgefühl seiner Protagonisten. SÁTÁNTANGÓ ist eine Meditation über die Zeit, aber auch eine Parabel über den Niedergang der Menschheit, zugleich ein Sinnbild für den Kosmos und die conditio humana. Durch seine formale Strenge und atmosphärische Ausdruckskraft, seine ungewöhnliche, leitmotivische Erzählweise, die den Zuschauer erfasst und nicht mehr loslässt, ragt dieser Film aus dem Gesamtwerk von Béla Tarr heraus. SÁTÁNTANGÓ ist ein Monument des zeitgenössischen Kinos, ja der Filmgeschichte überhaupt. 

So., 10.5. - 11.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
Die Werckmeisterschen Harmonien - Werckmeister Harmóniák
Die Werckmeisterschen Harmonien - Werckmeister Harmóniák
© GOËSS FILM AIRTIME INTERNATIONAL MEDIA KFT. – VON VIENTINGHOFF FILMPRODUKTION GMBH – 13PRODS. Trailer
Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien 2000 | Regie: Béla Tarr, Ágnes Hranitzky | 145 min. | Lars Rudolph, Peter Fitz, Hanna Schygulla, János Derzsi, Djoko Rosic | dt. Original mit englischen Untertiteln.

Es ist Winter in einer ungarischen Kleinstadt, als sich ein Wanderzirkus der Ortschaft nähert. Seine Hauptattraktionen sind ein ausgestopfter Wal und ein sagenumwobener Herzog. Schon vor der Ankunft ranken sich Gerüchte um das Unheil, das der Zirkus mit sich bringen soll…

Béla Tarrs bildgewaltige Parabel auf eine aus den Fugen geratene Welt ist eine Adaption des Romans Melancholie des Widerstands des Autors László Krasznahorkai, der 2025 den Nobelpreis für Literatur gewann. Gemeinsam mit Tarr schrieb er das Drehbuch für diesen und weitere Filme.

So., 24.5. - 18.45 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
Verdammnis - Kárhozat
Verdammnis - Kárhozat
© Pierre Grise Distribution
Ungarn 1988 | Regie: Béla Tarr | 120 min. | 35mm | Miklós B. Székely, Vali Kerekes, Hédi Temessy, György Cserhalmi | ungar. Original mit deutschen Untertiteln.

In einer kleinen ungarischen Stadt lebt Karrer, ein lustloser und grüblerischer Mann, der sich fast vollständig aus der Welt zurückgezogen hat – abgesehen von seiner Besessenheit für eine Sängerin in der Bar, die er regelmäßig besucht. Der erste Film, in dem Béla Tarr seine faszinierende und apokalyptische Weltanschauung vollends verwirklicht hat, ist eine makellos fotografierte und komponierte Studie über einen ewigen Konflikt: den jahrhundertealten Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation.

So., 31.5. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
Medienforum Heidelberg e.V.
Kommunales Kino/ Aktive Medienarbeit
Marlene-Dietrich-Platz 3
69126 Heidelberg
Kartenreservierung: 06221 / 97 89 18
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