Original Versions with German/English Subtitles // Filme in
Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln
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Kurzfilmprogramm | Deutschland, Estland, Spanien, Schweiz, Kroatien, Bulgarien, Slowenien, 1993-2025 Regie: diverse
Länge: 94 min. | FSK: ab 12 J. Original mit deutschen UntertitelnBei „Augenblicke 2026“ erwarten Euch zehn höchst unterschiedliche kleine Abenteuer – verdichtet, kreativ und immer überraschend. Sie zeigen neue Blickwinkel, erzählen von anderen Lebensrealitäten und reflektieren unsere Zeit. Ob leise oder laut, poetisch oder provokant: In wenigen Minuten öffnen sie Räume zum Staunen, Lachen, Nachdenken. Die Vielfalt der Formate macht den Kurzfilm zum idealen Medium, um sich neugierig, kritisch und offen mit unseren Emotionen, Werten und Lebensrealitäten auseinanderzusetzen – Kurzfilme erleben mit allen Sinnen und gemeinsam mit anderen Menschen.
Empfohlen ab 14 Jahren.
Einführung: Dr. Almut Rumstadt, Weiterbildungsreferentin Bildungszentrum Heidelberg
Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungszentrum Heidelberg
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HAI LATTE
Kurzspielfilm, 3 min., Deutschland 2024, Regie: Carsten Strauch, Piotr J. Lewandowski
Auszeichnungen (Auswahl): Rüsselsheimer Filmtage 2024: 1. Platz (Publikumspreis); exground filmfest 2024: 2. Platz (Deutscher Kurzfilm-Wettbewerb)
Ein nettes Gespräch zweier alter Bekannter in einem Café. Alles wie immer, außer dass einer der beiden aus dem Urlaub einen Hai mitgebracht hat. Der hat sich an seinem Kopf festgebissen und beginnt langsam, im Alltag ein wenig zu nerven.
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KRATZER
Kurzspielfilm, 3 min., Deutschland 2023, Buch & Regie: Imanuel Thiele
Auf einer alten Schulbank werden aus Penis-Kritzeleien und eingeritzten Lovestorys bald ein Judenstern und antisemitische Parolen. Was bleibt, ist ein erwachsener Mann, der seine Schulbank nicht verlassen kann. Enden Beleidigungen und Verletzungen jemals und was bleibt zurück?
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DEAR PASSENGERS
Originaltitel: KALLID REISIJAD, Kurzspielfilm, 11 min., Estland 2022, ohne Dialog, Buch & Regie: Madli Lääne
Auszeichnungen (Auswahl): EFTA – Estonian National Film and Television Awards 2023: Bester Kurzfilm; Riga International Short Film, Festival 2ANNAS 2023: Bester baltischer Kurzfilm
In einem vollen Bus entfaltet sich eine nonverbale Kommunikation zwischen den Reisenden. Eine versteckte Sehnsucht bricht sich Bahn und zwingt Mitreisende, sich den eigenen Wünschen, Ängsten und Enttäuschungen zu stellen. Das Ringen um Nähe, Distanz und persönliche Grenzen verschmilzt zu einem intensiven, wortlosen Austausch.
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DAS MEISTERWERK
Originaltitel: LA GRAN OBRA, Kurzspielfilm, 20 min., Spanien 2023, OmdU, Regie: Àlex Lora
Auszeichnungen (Auswahl): Bester Kurzfilm, Shortlist für die 97. Academy Awards (2025 Oscars); 39. Goya Awards 2025: Bester Kurzfilm; Sundance Film Festival 2024: Short Film Grand Jury Prize; Medina Film Festival 2024: Bestes Drehbuch
Leo und Diana, ein wohlhabendes Ehepaar, bringen einen kaputten Fernseher zu einer Recyclingstelle. Dort treffen sie Salif und seinen Sohn, zwei Schrotthändler. Diana bittet sie, zu ihnen nach Hause zu kommen, um weitere Gegenstände abzuholen. Dort angekommen, entwickelt sich schnell eine Situation, die viele Fragen aufwirft.
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THE ART OF AUTHENTICITY
Mockumentary, 6 min., Deutschland 2021, Buch & Regie: Carlo Oppermann
Auszeichnungen (Auswahl): ISFF-International Short Film Festival Detmold 2022: Preis der Jury; Rüsselsheimer Filmtage 2022: 2. Platz, Publikumspreis; Interfilm Berlin International Short Film Festival 2022: 2. Platz (Deutscher Wettbewerb)
Berlin ist eine ziemlich schmutzige Stadt. Wer kümmert sich eigentlich darum, dass Berlin so ist, wie es ist? Die Behörde für urbane Authentizität! Sie macht Berlin, laut eigener Aussage, erst zur coolsten Stadt Deutschlands.
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BEEN THERE
Kurzdokumentarfilm, 10 min., Schweiz 2023, ohne Dialog, Buch & Regie: Corina Schwingruber Ilić
Auszeichnungen (Auswahl): Locarno Film Festival 2023: Besondere Erwähnung (Pardi di domani – Concorso Corti d’autore); Reykjavík, International Film Festival 2023: Bester Internationaler Kurzfilm; Internationale Kurzfilmtage Winterthur 2023: Bester Film in der Sektion Sparks
Wochenendtrips, Städtereisen, ein Abstecher in die Natur oder einmal um die Welt. Kaum ein paar Tage frei, ist man schon weg. Noch nie war die Reiselust so verbreitet und die besuchten Orte so überlastet. Was haben wir davon, außer dem Bildbeweis, dass wir dort gewesen sind?
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DER MANN, DER NICHT SCHWEIGEN WOLLTE
Originaltitel: COVJEK KOJI NIJE MOGAO SUTJETI, Kurzspielfilm, 14 min., Kroatien, Frankreich, Bulgarien, Slowenien 2024, OmdU, Buch & Regie: Nebojša Slijepčević
Auszeichnungen (Auswahl): Internationale Filmfestspiele Cannes 2024: Goldene Palme für den Besten Kurzfilm; Europäischer Filmpreis 2024: Bester Kurzfilm; 97. Academy Awards (Oscars 2025): nominiert als Bester Kurzfilm.
27. Februar 1993: Auf dem Weg von Serbien nach Montenegro wird ein Zug von einer paramilitärischen serbischen Gruppe angehalten, die muslimische Bosnier aufgreifen will. Der Kurzfilm, der von einer konkreten historischen Begebenheit ausgeht, zeigt unterschiedliche Reaktionsweisen auf Bedrohung und Gewalt.
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MIND THE GAP
Kurzanimation, 1 min., Deutschland 2024, ohne Dialog, Buch & Regie: Gwenola Heck
Als eine Stadtbewohnerin im Erdboden verschwindet, eilt die vermeintliche Ambulanz zur Rettung.
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TERESA, STATION B
Kurzspielfilm, 20 min., Deutschland 2025, Regie: Katharina Sporrer
Auszeichnungen (Auswahl): Nominiert für den Engelke Kurzfilmpreis des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney
Krankenpflegerin Teresa lässt ihre Kinder allein zu Hause, um ihre Schicht anzutreten. Als ihr Sohn sich am Kopf verletzt, kann sie als einzige examinierte Pflegekraft die Station nicht verlassen. Sie kontaktiert notgedrungen ihren Ex-Mann, parallel kämpft Teresa um das Leben eines Patienten und ihre Schicht ist noch nicht zu Ende.
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MusicStories – JE TE VEUX
Kurzspielfilm, 6 min., Deutschland 2024, ohne Dialog, Regie: Matthias Hektor Ventker
Auszeichnungen (Auswahl): 31. Kurzfilmtage Thalmässing 2025: 2. Publikumspreis
Henry begegnet Ayla, die hinter der Theke ihrer Bäckerei arbeitet. Ihre Blicke treffen sich. Henry bestellt etwas, doch traut sich nicht, die Bäckerin anzusprechen, auch nicht in den folgenden Tagen. Manchmal ist ein wenig Nachhilfe nötig und so werden zwei Stammgäste aktiv.
Musikvideo zu „Je te veux“ von Erik Satie aus der Reihe „MusicStories“ (Sechs Episoden, sechs Geschichten, inspiriert von klassischer Musik).
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Japan 2025 Regie: Sang-il Lee Ryō Yoshizawa, Ryūsei Yokohama, Ken Watanabe
Länge: 180 min. | FSK: ab 12 J. Japan. Original mit deutschen UntertitelnNagasaki, 1964: Nach dem Tod seines Vaters, dem Anführer einer Yakuza-Bande, wird der 14-jährige Kikuo von einem berühmten Kabuki-Schauspieler unter seine Fittiche genommen. Zusammen mit dem einzigen Sohn des Schauspielers, Shunsuke, beschließt er, sich dieser traditionellen Theaterform zu widmen. Über Jahrzehnte hinweg wachsen und entwickeln sich die beiden jungen Männer gemeinsam weiter. Von der Schauspielschule bis zu den größten Bühnen, inmitten von Skandalen und Ruhm, Brüderlichkeit und Verrat... Jedoch kann nur einer von ihnen zum größten Meister der Kabuki-Kunst werden.
Das historische Drama, das als erster japanischer Film eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie „Bestes Make-up und Hairstyling“ erhalten hat, ist ein mehrere Jahrzehnte umfassendes epochales Meisterwerk. Mitreißend, bildgewaltig und zugleich sinnlich erzählt der Film die Geschichte zweier Ausnahmekünstler, die sich ab Mitte der 60er Jahre in der traditionellen Theaterform Kabuki behaupten wollen und dabei unerwartete Hürden überwinden müssen. Nur einer von ihnen wird zum größten Meister seiner Kunst mit dem Ehrentitel „Kokuho“ (Nationalschatz).
Mit über 14 Millionen Kinobesuchern in Japan ist der Film der erfolgreichste japanische Spielfilm aller Zeiten.
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Midnight Madness@Carousel
OmeU
Länge: min. | FSK: ab 16 J. Original mit englischen UntertitelnDiesmal tauchen wir ab in die frühen 1920er Jahre, in eine Zeit zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und tief verwurzeltem Aberglauben: Dieses außergewöhnliche Werk eines visionären skandinavischen Regisseurs entzieht sich bis heute klaren Kategorien. Mit eindringlichen Bildern und ungewöhnlicher Erzählweise taucht es ein in die dunklen Kapitel europäischer Geschichte und stellt unbequeme Fragen nach Angst, Macht und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Dokumentarisches und Fantastisches verschmelzen zu einer ebenso verstörenden wie faszinierenden Erfahrung – ein filmisches Experiment, das lange nachwirkt und eine der ersten Mockumentaries!
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Konrad Wolf Retrospektive
DDR 1967 Regie: Konrad Wolf Jaecki Schwarz, Wassili Liwanow, Alexej Ejboshenko, Rolf Hoppe
Länge: 119 min. | FSK: ab 12 J. Originalfassung„Achtung, Achtung, deutsche Soldaten! Wir beginnen unsere Sendung. Der Krieg ist endgültig verloren. Eure Lage ist hoffnungslos. Wartet nicht. Handelt.“ Fast täglich spricht Gregor Hecker Mitte April 1945 solche Sätze. Die Antwort sind Schüsse. Gregor, gebürtiger Deutscher, emigrierte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die Sowjetunion und wuchs in Moskau auf. Er ist 19 Jahre alt, als er als Soldat der Roten Armee in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in sein Geburtsland zurückkehrt. Da er die deutsche Sprache fließend beherrscht, ist er vor allem als Übersetzer und als Überbringer von Botschaften per Lautsprecher gefragt. Auf seinem Weg begegnet er Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und Haltungen. Das Vaterland ist ihm fremd geworden. Einführung: Anselm Scherer
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USA 2004 Regie: Quentin Tarantino Uma Thurman, David Carradine, Lucy Liu, Michael Madsen, Daryl Hannah, Vivica A. Fox u.a.
Format: 4K digital Länge: 276 min. | FSK: ab 18 J. Engl. Original mit deutschen UntertitelnDer Meister hat es so gewollt und wir wollen es so schauen. Mommy (Vol. I) und Daddy (Vol. II) kommen endlich wieder zusammen, so wie Tarantino es einst intendierte. Und wir, seine Cult-Kids, gehen natürlich brav ins Kino, weil: klar, endlich ist es so weit.
Die bösen Studiobosse hatten ihm einst einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber in KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR kommt nun endlich zusammen, was zusammengehört. Und der Name ist Programm: Euch erwartet das komplette Rache-Epos über vier Stunden mit erweiterter Anime-Sequenz und dem Crazy-88-Kampf in voller Farbe, weil - wie setzt man noch mehr abgetrennte Gliedmaßen und noch mehr Blut besser in Szene! Feinste Martial-Arts-Action von Stuntfrau Zoë Bell und der großartigen Uma Thurman, denn: Diese Frau hat ihre Rache verdient, und sie haben es verdient zu sterben.
Tarantino-Film-Sozialisation funktioniert so: Man geht als Normalo rein und kommt definitiv ein bisschen cooler raus. Früher so, heute immer noch, immer wieder. Probiert’s mal aus!
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Sudan, Deutschland, Frankreich, Palästina, Katar, Saudi-Arabien 2025 Regie: Suzannah Mirghani Mihad Murtada, Rabha Mohamed Mahmoud, Talaat Fareed, Haram Bisheer, Mohamed Musa
Länge: 93 min. | FSK: ab 12 J. Arab. Original mit deutschen UntertitelnNafisa (15) lebt in einem traditionellen Baumwolldorf im Sudan. Sie hat Sommerferien und muss mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte ihrer Großmutter helfen. Außerdem ist sie zum ersten Mal verliebt – in einen Jungen aus dem Dorf. Ihre Großmutter Al-Sit, die geachtete Matriarchin, hält die Fäden des Dorfs fest in ihren Händen und gibt ihr Wissen an Nafisa weiter.
Die Ankunft von Nadir, einem jungen sudanstämmigen Geschäftsmann aus dem Ausland, droht das Leben des Dorfs durch neue Technologien im Baumwollanbau zu erschüttern. Nafisas Eltern wittern die Chance, ihre Tochter mit Nadir zu verheiraten und so den Wohlstand der Familie zu vergrößern. Doch das letzte Wort über Nafisas Zukunft – ob sie beschnitten wird und wen sie heiraten darf – hat Al-Sit. Hin- und hergerissen zwischen den Forderungen ihrer Familie und ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit muss Nafisa ihren eigenen Weg zwischen Tradition und Moderne finden.
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USA 1970 Regie: Barbara Loden Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier
Länge: 103 min. | FSK: ab 12 J. Engl. Original mit deutschen UntertitelnBarbara Loden erzählt in ihrem einzigen Spielfilm WANDA von einer Frau, die scheinbar ziellos durch das ländliche Pennsylvania zieht. Nachdem sie ihren Mann und ihre Kinder verlassen hat, treibt Wanda von Ort zu Ort, von Begegnung zu Beziehung, durch soziale und emotionale Randzonen. Als sie sich einem Kleinkriminellen anschließt, scheint sie ihre bisherige Existenz vollkommen hinter sich zu lassen, bis ein missglückter Banküberfall ihr Leben abermals in eine andere Richtung lenkt…
Barbara Loden, die Regie führte, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle verkörperte, entwirft mit einer fast dokumentarischen Bildsprache ein radikal offenes Porträt weiblicher Existenz. Wanda ist eine Antiheldin jenseits von Opfermythen, Emanzipationsfantasien oder moralischen Bewertungen. Als leise, unbequeme Gegenstimme zum männlich dominierten New-Hollywood-Kino wirkt WANDA noch heute erstaunlich aktuell und beeinflusste zahlreiche Regisseur*innen und Schauspieler*innen wie Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras oder Christian Petzold. Ein Stück zeitloses Kino über weibliche Existenz, Sichtbarkeit und radikale kreative Autonomie, aus einer Zeit, in der Regisseurinnen noch die Ausnahme waren.
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Filmstädte
China, Frankreich 2019 Regie: Diao Yinan Hu Ge, Gwei Lun Mei, Liao Fan
Länge: 113 min. | FSK: ab 16 J. Mandarin Original mit deutschen UntertitelnIn unserer Reihe „Filmstädte“, wo wir besondere Filme aus der Filmgeschichte zeigen, die durch authentische Filmaufnahmen einer Stadt hervorstechen, ist diesmal eine kleine, damals wegen Covidmaßnahmen übersehene Perle dran.
Ein Gangster wird gejagt von der Polizei und von Rivalen und muss raus aus der Stadt. Die Stadt ist Wuhan.
THE WILD GOOSE LAKE - das Beste, was 2019 aus Wuhan kam. Diao Yinans Film orientiert sich an einfachen Film-Noir Genremotiven und ist außergewöhnlich in der Art, wie er authentische Aufnahmen der Stadt als Drohkulisse im Hintergrund inszeniert. In den Straßen, Märkten und Alleen entfalten sich dynamische, fast choreografierte Actionszenen – die Stadt pocht. Einführung: Ferhat Neptun
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Konrad Wolf Retrospektive
DDR 1980 Regie: Konrad Wolf Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp, Klaus Brasch
Länge: 104 min. | FSK: ab 12 J. Dt. OriginalfassungSie scheint es geschafft zu haben: aus Ingrid Sommer hat sie sich zur „Sunny“ gemacht. Die ehemalige Arbeiterin tourt nun als Sängerin einer Band durch die DDR. Aber ihr Glück als Künstlerin dauert nur so lange wie ein Song. Problem sind die Männer, die sie haben wollen und die sie ihrer Unabhängigkeit zuliebe nicht möchte. Es gibt Probleme, irgendwann ist Sunny wieder Ingrid Sommer, aber sie gibt nicht auf. Konrad Wolfs letzter Film gilt als einer der besten DEFA-Filme, nicht nur der Schauspielerinnen und Schauspieler wegen. Ein Exempel weiblicher Selbstbehauptung in einer wenig freundlichen Umgebung, inspiriert von der Lebensgeschichte Sanije Torkas. Einführung: Franziska Wenig
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Deutschland, Frankreich 2025 Regie: Ulrich Köhler Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum
Länge: 91 min. | FSK: ab 12 J. Original mit deutschen UntertitelnBei den turbulenten Dreharbeiten zu einer Medea-Verfilmung im Senegal flüchtet sich Maja in eine Affäre mit ihrem Co-Star Nourou. Monate später treffen sie sich bei der Premiere des Films in Berlin. Alte Gefühle flammen auf, aber ein rassistischer Vorfall belastet ihr Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als jeder versucht, das Richtige zu tun. Während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama. Sa., 2.5. - 17.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten So., 3.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten So., 10.5. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten So., 17.5. - 20.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten Do., 21.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten
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Dokumentarfilm | Deutschland 2026 Regie: Julius Kröger
Länge: 45 min. Original mit deutschen UntertitelnJedes Jahr reisen Schülerinnen und Schüler aus Sandhausen nach Addis Abeba, um gleichaltrige Partnerschüler zu treffen, die Arbeit in sozialen Einrichtungen zu erfahren und ein Land kennenzulernen, das ihre Sicht auf die Welt verändert. ÄTHIOPIEN VERÄNDERT begleitet diese Reise: Begegnung, persönliches Wachstum und die Frage, was Entwicklung wirklich bedeutet – während sich die Stadt rapide verändert.
Julius Kröger ist ein Filmemacher aus Heidelberg, der neben zahlreichen Kurzdokus und kommerziellen Filmen mit ÄTHIOPIEN VERÄNDERT sein Kinodebut feiert. In Anwesenheit des Regisseures Julius Kröger. Sonderpreis: 5€
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Deutschland 2025 Regie: Julia Roesler Celina Scharff, Trixi Strobel, Katharina Bromka, Michael Schumacher, Melanie Lux
Länge: 94 min. | FSK: ab 12 J. Dt. Original mit deutschen UntertitelnIn ihrem Langfilmdebüt erlaubt Julia Roesler einen einfühlsamen Blick auf die Dinge, über die selten gesprochen wird: Luisa ist eine junge Frau. Sie ist gerade bei ihren Eltern ausgezogen. Sie liebt Partys, kleine Abenteuer und flirtet gern – auch mit Busfahrer Holger. Der fährt sie und ihre Mitbewohner:innen aus der Wohngruppe für Menschen mit Behinderung regelmäßig zur Arbeit in einer Wäscherei.
Als Luisa offenbart, dass sie schwanger ist und klar ist, dass das Kind nicht von ihrem Freund Anton sein kann, gerät alles aus den Fugen. Die polizeilichen Ermittlungen wegen Missbrauchs werden zur Belastungsprobe für alle: für Luisa und Anton, für die Betreuer:innen und die Wohngruppe.
Roeslers Ziel ist es nicht, Missstände anzuklagen, sondern diesen Themenkomplex mit fast dokumentarischem Blick zu erkunden und einen Diskussionsraum zu eröffnen. Dass ihr das gelingt, zeigt auch die Auszeichnung mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2025.
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queerfilmnacht
Queer Cinema 2026
Kroatien, Litauen, Slowenien 2025 Regie: Čejen Černić Čanak Lav Novosel, Andrija Žunac, Leon Grgić, Franka Mikolaci, Tanja Smoje
Länge: 88 min. | FSK: ab 12 J. Kroat. Original mit deutschen UntertitelnMarko glaubt, seinen Weg gefunden zu haben: In der Schule wird er als Sportler gefeiert, mit seiner Freundin führt er eine stabile Beziehung, in der Werkstatt seines Vaters wartet ein guter Job. Er ist einer, den alle mögen – und als es darum geht, sein kroatisches Heimatdorf vor einer Flut zu schützen, stapelt er Sandsäcke, wie alle anderen auch. Doch dann taucht ein Freund aus der Vergangenheit auf und weckt Gefühle, die Markos sorgsam zusammengebautes Selbstbild in Frage stellen – und das Selbstverständnis der konservativen Dorfgemeinschaft gleich mit. MAUERN AUS SAND ist eine melancholisch erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden und den aussichtslosen Versuch, der Mensch zu sein, den andere in einem zu sehen glauben. Behutsam und frei von Sentimentalität inszeniert Regisseurin Čejen Černić Čanak die Liebe als Naturgewalt, die sich ihren Weg bahnt – so viele Dämme auch aufgeschüttet werden. Ein aufregendes, dabei ganz unaufdringliches Stück junges queeres Kino, zeitlos schön.
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Studentischer Filmclub Heidelberg
USA 1957 Regie: Stanley Kubrick Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou, George Macready, Wayne Morris, Richard Anderson
Länge: 86 min. | FSK: ab 12 J. Engl. OriginalfassungIm Jahr 1916 befindet es der französische Generalstab für notwendig, den Ameisenhügel, eine gut verteidigte deutsche Stellung, einzunehmen. Damit beauftragt wird General Mireau. Dieser lehnt zuerst ab, lässt sich dann aber – der Möglichkeit einer Beförderung in den Stab wegen – eines Besseren belehren. Tatsächlich kämpfen sollen dann Colonel Dax und seine Männer. Das tun diese zuerst auch, werden von Maschinengewehrfeuer niedergemäht und weigern sich dann, einen zweiten Angriff auszuführen. Was tut nun ein guter General in einer solchen Situation? Nun, er stellt seine Männer vors Kriegsgericht…
In dem 1957 von Stanley Kubrick in einem bayerischen Acker gedrehten Film werden die großen Fragen des Krieges verhandelt. Befehl und Gehorsam, Rebellion und Meuterei. In Zeiten des Ukrainekriegs leider aktueller denn je. Referent: Erik Fink
Sonderpreis 4€ für Studierende, mit freundlicher Unterstützung des StuRa.

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Ciné Club des Deutsch-Französischen Kulturzentrums
Frankreich 2024 Regie: Koya Kamura Bella Kim, Roschdy Zem
Länge: 105 min. | FSK: ab 12 J. Frz./korean. Original mit deutschen UntertitelnNormalerweise hat Soo-Ha im Winter nicht viel zu tun, da sich kaum jemand in die südkoreanische Küstenstadt Sokcho verirrt. Doch dieses Mal ist alles anders: Die Ankunft des französischen Comickünstlers Yan Kerrand in der Pension, in der sie arbeitet, weckt Fragen über ihre eigene Identität. Gewissenhaft nimmt sie sich seiner an. Während der Winter die Stadt betäubt, beobachten die beiden sich gegenseitig und knüpfen eine zerbrechliche Verbindung. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem, reißt er doch unwissentlich eine alte Wunde auf. Eine sensible und sinnliche Verfilmung des Romans von Elisa Shua Dusapin.
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Frankreich, Belgien 2025 Regie: Valéry Carnoy Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili u.a.
Länge: 94 min. | FSK: ab 12 J. Frz. Original mit deutschen UntertitelnIn einem Sportinternat im ländlichen Frankreich träumt der junge talentierte Boxer Camille von einer Zukunft im Profisport. Camille ist ehrgeizig, gilt als unschlagbar im Ring – und füttert heimlich Füchse im angrenzenden Wald. Als er bei einem seiner Waldausflüge von einem Felsen abstürzt, überlebt er nur deshalb knapp, weil ihn sein bester Freund Matteo rettet. Nach schneller Genesung wird Camille zunehmend von unerklärlichen Schmerzen heimgesucht, die sein Training beeinträchtigen und seinen Traum von einer Karriere bedrohen. Auch die Beziehung zu seinem Team verschlechtert sich, denn in der Welt der jungen Boxer gibt es für Schwäche keinen Platz. Als ein wichtiges Turnier in Brüssel ansteht, setzt Camille alles auf eine Karte – und setzt dabei auch seine Freundschaft mit Matteo aufs Spiel…
In Valéry Carnoys dynamischem Spielfilm brilliert Frankreichs Jungstar Samuel Kircher in der Rolle eines aufstrebenden jungen Sportlers, der lernen muss, dass sich in der Männerwelt des Boxsports das Gesetz des Stärkeren gegen einen selbst wenden kann. Ein packender Film über Freundschaft, Mut und die Kraft, für sich einzustehen. Do., 7.5. - 21.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten Fr., 8.5. - 18.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten Mo., 11.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten Sa., 16.5. - 17.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten Do., 21.5. - 21.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt) Karten
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Béla Tarr in memoriam
Ungarn, Deutschland, Schweiz 1991-94 Regie: Béla Tarr Mihály Vig, Putyi Horváth, Erika Bók, Peter Berling, Miklós B. Székely u.a.
Format: 4K digital Länge: 438 min. Ungar. Original mit deutschen UntertitelnDie letzten Bewohner einer verlassenen Siedlung machen sich auf den Weg, ihrem miserablen Dasein zu entfliehen, indem sie den Versprechungen eines falschen Propheten namens Irimiás folgen. Béla Tarr beschreibt in endlosen, düsteren Plansequenzen das perspektivlose Lebensgefühl seiner Protagonisten. SÁTÁNTANGÓ ist eine Meditation über die Zeit, aber auch eine Parabel über den Niedergang der Menschheit, zugleich ein Sinnbild für den Kosmos und die conditio humana. Durch seine formale Strenge und atmosphärische Ausdruckskraft, seine ungewöhnliche, leitmotivische Erzählweise, die den Zuschauer erfasst und nicht mehr loslässt, ragt dieser Film aus dem Gesamtwerk von Béla Tarr heraus. SÁTÁNTANGÓ ist ein Monument des zeitgenössischen Kinos, ja der Filmgeschichte überhaupt.
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Queer Cinema 2026
Frankreich, Deutschland 2025 Regie: Hafsia Herzi Nadia Melliti, Park Ji-Min, Amina Ben Mohamed, Melissa Guers, Rita Benmannana
Länge: 108 min. | FSK: ab 12 J. Frz./arab. Original mit deutschen UntertitelnDie 17-jährige Fatima ist die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport ist Fußball, in der Schule hängt sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer Klasse ab, und sie hat einen heimlichen festen Freund, der bereits ans Heiraten denkt. Fatima fällt es jedoch zunehmend schwerer zu verbergen, was niemand wissen darf: Ihr Herz schlägt für Frauen. Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen zwischen Familientradition, Glauben und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima ihren eigenen Weg finden. DIE JÜNGSTE TOCHTER ist eine Adaption des gefeierten autofiktionalen Debütromans von Fatima Daas aus dem Jahr 2020 und der dritte Spielfilm der französischen Drehbuchautorin und Regisseurin Hafsia Herzi. Mit emotionaler und wahrhaftiger Wucht begleitet der Film das sexuelle Erwachsenwerden einer jungen Frau und ihre Suche nach einem Platz in der Welt. Zum großen Teil mit Laiendarsteller:innen besetzt, mit Zärtlichkeit und Fingerspitzengefühl inszeniert, aber ohne Scheu vor Tabubrüchen, gelingt Hafsia Herzi ein Instantklassiker des Queer Cinema.
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Ungarn, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, USA, Zypern 2025 Regie: László Nemes Bojtorján Barabas, Andrea Waskovics, Grégory Gadebois, Elíz Szabó, Hermina Fátyol
Länge: 132 min. | FSK: ab 12 J. Ungar. Original mit deutschen UntertitelnBudapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes' neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden. Do., 14.5. - 18.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Fr., 15.5. - 19.15 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Sa., 16.5. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Mo., 18.5. - 18.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Di., 26.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Sa., 30.5. - 17.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Queer Cinema 2026
Nepal 2024 Regie: Deepak Rauniyar Asha Magrati, Nikita Chandak, Bijay Baral, Dayahang Rai, Reecha Sharma
Länge: 109 min. Nepales./maithili Original mit deutschen UntertitelnInmitten politischer Unruhen im Süden Nepals werden zwei Jungen entführt. Pooja, eine der wenigen weiblichen Detektivinnen des Landes, wird aus Kathmandu entsandt, um den Fall aufzuklären. Vor Ort muss sie sich mit der bitteren Tatsache auseinandersetzen, dass sie als lesbische Polizistin in Nepal nicht die Einzige ist, die täglich Diskriminierung erlebt. Mit POOJA, SIR hat Deepak Rauniyar einen ergreifenden Politkrimi geschrieben, der tief in der nepalesischen Realität verankert ist. Originalfassung mit deutschen + französischen Untertiteln Fr., 15.5. - 17.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Fr., 22.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Dokumentarfilm | Italien 2017 Regie: Sabrina Varani
Länge: 67 min. Ital. Original mit englischen UntertitelnWie wird aus verdrängter Familiengeschichte große Literatur? Der Dokumentarfilm begleitet die Bestsellerautorin Francesca Melandri bei der jahrelangen Recherche zu ihrem Roman „Alle, außer mir“.
Auf den Spuren ihres Vaters, eines ehemaligen Faschisten, deckt Melandri die dunklen Kapitel des italienischen Kolonialismus in Äthiopien auf. Der Film verwebt meisterhaft die Entdeckung eines verschwiegenen Familiengeheimnisses, die Entlarvung des Mythos der „guten Italiener“ (italiani brava gente) und wie koloniale Denkmuster bis heute unsere Gesellschaft prägen.
Pagine nascoste ist weit mehr als ein „Making-of“ – es ist eine kraftvolle Reflexion über die Macht der Literatur, das Schweigen der Geschichte zu brechen.
Im Rahmen des 14. KulturFestival Italia 2026 Anschließend Gespräch mit der Regisseurin Sabrina Varani
In Kooperation mit Volare e.V.

So., 17.5. - 18.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Queer Cinema 2026
Dokumentarfilm | Deutschland 1971 Regie: Rosa von Praunheim Bernd Feuerhelm, Beryt Bohlen, Ernst Kuchling
Länge: 67 min. | FSK: ab 16 J. Dt. OriginalfassungDaniel und Clemens verlieben sich, ziehen zusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Als die Beziehung nach vier Monaten endet, taucht Daniel immer mehr in die schwule Berliner Subkultur ein, arbeitet bei einem Homosexuellen-Café, besucht schwule Parks und Toiletten. Schließlich trifft er in einer Transvestitenkneipe Paul, der ihn in seine schwule Wohngemeinschaft mitnimmt, wo über alternative schwule Lebensmodelle gesprochen wird.
Im Gedenken an den im vergangenen Dezember verstorbenen Regisseur, Autor und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim zeigen wir den Film, mit dem er die neue deutsche Schwulenbewegung mitbegründete. Mo., 18.5. - 20.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Queer Cinema 2026
Animationsfilm | Australien 2025 Regie: Leela Varghese & Emma Hough Hobbs
Länge: 86 min. | FSK: ab 16 J. Engl. Original mit deutschen UntertitelnDie introvertierte Prinzessin Saira, Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, ist am Boden zerstört: Die heiße Kopfgeldjägerin Kiki hat mit ihr Schluss gemacht – aus lauter Langeweile! Dabei hat Saira ihr ein so schönes Beziehungsalbum gebastelt! Doch als Kiki von den Straight White Maliens entführt wird, den Incels der Zukunft, muss Saira den Safe Space des queeren Weltraums verlassen und sie binnen 24 Stunden freikaufen: Die Maliens fordern nämlich die berühmte königliche Labrys – eine goldene Doppelaxt von schier unglaublicher lesbischer Macht. Das einzige Problem… Saira hat sie nicht! Umwerfend witzig, knallbunt, euphorisch, kompromisslos queer: LESBIAN SPACE PRINCESS ist ein mitreißender intergalaktischer Selbstfindungstrip mit ganz großem Herzen und Lust auf Krawall, irgendwo zwischen wilder Sci-Fi-Musical-Komödie und heilsamer Coming-of-Age-Abenteuerreise. Dafür gab es auf der Berlinale 2025 den Teddy-Award und den 2. Platz beim Panorama-Publikumspreis. Ein riesiger Spaß für die ganze Familie, eindeutig! Di., 19.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Sa., 23.5. - 21.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Blackness and Whiteness in Brazilian cinema
Dokumentarfilm | Brasilien 2007 Regie: Joel Zito Araújo
Länge: 92 min. Portug. Original mit englischen UntertitelnDieser Dokumentarfilm beleuchtet die Darstellung schwarzer Menschen in brasilianischen Telenovelas und zeigt, wie Stereotype über Jahrzehnte hinweg reproduziert wurden. Mit Archivmaterial und Interviews eröffnet der Film eine kritische Perspektive auf Medien und Gesellschaft in Brasilien. Einführung: Prof. Dr. Renata Motta, HCIAS Professorin für "Society, Culture and Communication in Ibero-America"
In Kooperation mit dem Heidelberg Center for Ibero-American-Studies (HCIAS)

Mi., 20.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Midnight Madness@Carousel
Länge: min. | FSK: ab 16 J. Japanisch Original mit deutschen UntertitelnDing-dong! Der Postbote ist da!
Nur leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Das klassische Wrong-Man-Szenario nimmt hier im Japan der 90er richtig Fahrt auf, denn der Regisseur weiß, wie man Rhythmus, Perspektive und Einstellungen so einsetzt, dass der Alltag unseres unbescholtenen Bürgers langsam, aber sicher völlig entgleist. Absurd, witzig, einfallsreich, ein bisschen melancholisch, aber immer ziemlich charmant navigiert er durch zahllose Genres, von Slapstick über Action und Komödie bis hin zur Romanze, und lässt es sich nicht nehmen, den Yakuza-Film mit seinen harten Männern und noch härteren Regeln liebevoll durch den Kakao zu ziehen – mit einem Hitman-Club, bei dem wir wohl alle gerne Mitglied wären.
Also: Scheiß auf die Polizei. Werdet Yakuza. Oder folgt einfach dem abgeschnittenen Finger. Schwingt euch aufs Fahrrad und kommt am 21. Mai ins alte Autohaus. Do., 21.5. - 20.00 Uhr, Carousel im alten Autohaus
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Frankreich 2025 Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaina Halloy Fokan, Lucie Laruelle, Samia Hilmi
Länge: 106 min. | FSK: ab 12 J. Frz. Original mit deutschen Untertiteln
Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen. „Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen“, erzählen Jean-Pierre und Luc Dardenne über JEUNES MÈRES – JUNGE MÜTTER.
Fr., 22.5. - 21.15 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Sa., 23.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Fr., 29.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Queer Cinema 2026
USA 2025 Regie: Ira Sachs Ben Whishaw, Rebecca Hall
Länge: 76 min. | FSK: ab 12 J. Engl. Original mit deutschen UntertitelnEin verrauchter Spätnachmittag im Jahr 1974. Fotograf Peter Hujar, eine der wichtigsten Figuren der New Yorker Szene, erzählt seiner Freundin Linda Rosenkrantz für ein Kunstprojekt von seinen vergangenen 24 Stunden: über das Leben in einer Stadt, in der alle Kunst machen wollen, aber niemand Geld hat; über ein Treffen mit Allen Ginsberg, der ihm Oralsex mit William S. Burroughs nahelegt; über die schriftstellerischen Vorzüge von Susan Sontag gegenüber Fran Lebowitz; oder auch nur über sein Abendessen. Die beiden sprechen bis in die Nacht, wie es nur Vertraute können: ehrlich, intim, mit leisem Witz und großer Zuneigung. Aus dem Kunstprojekt von Rosenkrantz ist nie etwas geworden, doch 2019 wurde die Abschrift des Gesprächs in Peter Hujars Archiv entdeckt. Das Transkript erschien später als Buch, nun hat Ira Sachs einen Film daraus gemacht: ein intensives und gleichzeitig wundersam leichtfüßiges Kinoerlebnis, das nicht nur den viel zu früh verstorbenen Peter Hujar feiert – sondern auch die Freundschaft, die Kunst und ein New York, von dem heute nur noch Spuren existieren. So., 24.5. - 17.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Mi., 27.5. - 21.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Béla Tarr in memoriam
Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien 2000 Regie: Béla Tarr, Ágnes Hranitzky Lars Rudolph, Peter Fitz, Hanna Schygulla, János Derzsi, Djoko Rosic
Länge: 145 min. Dt. Original mit englischen UntertitelnEs ist Winter in einer ungarischen Kleinstadt, als sich ein Wanderzirkus der Ortschaft nähert. Seine Hauptattraktionen sind ein ausgestopfter Wal und ein sagenumwobener Herzog. Schon vor der Ankunft ranken sich Gerüchte um das Unheil, das der Zirkus mit sich bringen soll…
Béla Tarrs bildgewaltige Parabel auf eine aus den Fugen geratene Welt ist eine Adaption des Romans Melancholie des Widerstands des Autors László Krasznahorkai, der 2025 den Nobelpreis für Literatur gewann. Gemeinsam mit Tarr schrieb er das Drehbuch für diesen und weitere Filme. So., 24.5. - 18.45 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Queer Cinema 2026
Frankreich, Chile, Deutschland, Spanien, Belgien 2025 Regie: Diego Céspedes Tamara Cortés, Matías Catalán, Paula Dinamarca, Pedro Muñoz, Luis Tato Dubó, Vicente Caballero
Länge: 104 min. | FSK: ab 16 J. Span. Original mit deutschen Untertiteln1982: Die zwölfjährige Lidia lebt in Flamingos queerer Familie, die eine Bar am Rande einer kleinen Bergbaustadt in der nordchilenischen Wüste betreibt. Als sich eine unbekannte tödliche Krankheit auszubreiten beginnt, entsteht das Gerücht, sie werde schon durch den Blick eines queeren Menschen auf einen anderen Mann übertragen. Als die Familie beschuldigt wird, der Ursprung der Krankheit zu sein, begibt sich Lidia auf die Suche nach der Wahrheit.
Diego Céspedes' erster langer Spielfilm feierte beim Filmfestival in Cannes 2025 Weltpremiere in der Reihe Un certain regard und konnte dort den Hauptpreis gewinnen. Mo., 25.5. - 17.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)Fr., 29.5. - 21.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Großbritannien, USA 2005 Regie: Garth Jennings Martin Freeman, Mos Def, Alan Rickman, Bill Bailey, Zooey Deschanel, John Malkovich, Stephen Fry
Länge: 109 min. | FSK: ab 6 J. Engl. Original mit deutschen UntertitelnArthur Dent hat einen schlechten Tag. Erst wird sein Haus abgerissen und dann noch sein Heimatplanet für eine Hyperraumumgehungsstraße gesprengt. Doch das ist der Anfang für ein irrwitziges galaktisches Abenteuer, das nicht zuletzt die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und den ganzen Rest verspricht. Die Kinoverfilmung ist mindestens die vierte Adaption der Kultgeschichte und setzt durchaus eigene Akzente. Also das Handtuch einpacken, um bei diesem besonderen Filmtermin am Internationalen Handtuchtag dem genialen Douglas Adams zu gedenken. Einführung: Alexander Pawlak (Programmrat Karlstorkino) Mo., 25.5. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Jüdischer Filmclub
Ungarn 2024 Regie: Ádám Breier Tamás Szabó Kimmel, Zoltán Bezerédi, Ágnes Máhr, Leo Gagel
Länge: 85 min. Ungar./hebr. Original mit englischen UntertitelnMit feinem Humor, warmem Blick und viel Gespür für familiäre Spannungen erzählt ALL ABOUT THE LEVKOVICHES von einer Annäherung unter schwierigen Vorzeichen. Nach dem Tod seiner Frau wird der unnahbare Budapester Boxtrainer Tamás von seinem entfremdeten Sohn Iván überrascht, der vor Jahren nach Israel ausgewandert ist und inzwischen streng religiös lebt. Mit ihm kehrt nicht nur die Vergangenheit zurück, sondern auch ein kleiner Enkel, den Tamás nie kennengelernt hat. Zwischen Trauer, Schuld und alten Verletzungen entfaltet sich ein bewegendes Vater-Sohn-Drama, das jüdische Tradition, Generationskonflikt und universelle Fragen nach Nähe, Vergebung und Identität auf berührende Weise verbindet. Referentin: Dr. Louise Hecht
Dr. Louise Hecht, habilitierte Jüdische Kulturhistorikerin (Paris Lodron Universität Salzburg), promovierte summa cum laude an der Hebräischen Universität Jerusalem. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Frühe Neuzeit/Neuzeit sowie israelischen Film und jüdische Kinogeschichte – u.a. leitete sie Seminare wie „Das Fest des Chaos: Israels Gesellschaft zwischen Hegemonie und Diversität“. Als Sommerfreund-Gastprofessorin (2022/23) an der HfJS prägte sie diese mit Expertise zu Film und Kultur. Heute leitet sie an der Hochschule die Arbeitsstelle Internationalisierung, koordiniert Kooperationen (Israel, Österreich, Schweden) und Mobilitätsprogramme und unterstützt das Jüdische Bildungswerk Baden mit ihrem großen Netzwerk und Engagement.
In Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Gefördert durch das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Do., 28.5. - 19.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Brasilien, Frankreich, Portugal, Rumänien 2025 Regie: Pedro Pinho Sérgio Coragem, Cleo Diára, Jonathan Guilherme u.a.
Länge: 211 min. | FSK: ab 18 J. Port./creol. Original mit deutschen UntertitelnSérgio reist ins westafrikanische Guinea-Bissau, um dort als Umweltingenieur für eine NGO an einem Straßenbauprojekt zwischen Wüste und Wald mitzuarbeiten. Bei seinen Streifzügen durch die Großstadt lernt er Diára und Gui kennen, die Teil der lokalen queeren Community sind. Während Sérgio miterlebt, wie sich die Kolleg*innen aus seinem europäisch geprägten Arbeitsumfeld oftmals herablassend und sogar gewalttätig gebärden, werden Diára und Gui zu seinem einzigen Zufluchtsort und eine fragile Beziehung entsteht. Aber versucht Sérgio einfach nur der Einsamkeit in der Fremde zu entgehen? Oder kann er seine Rolle als Europäer in einem afrikanischen Land reflektieren und seinen neuen Freund*innen auf Augenhöhe begegnen?
Mit I ONLY REST IN THE STORM legt Pedro Pinho nach A FABRICA DE NADA ein weiteres beeindruckendes Zeugnis für die Kreativität des portugiesischen Kinos vor: ein quicklebendiger, mäandernder und überraschender Film voller unvergesslicher Bilder, der das Verhältnis zwischen Europa und Afrika sowie die ambivalente Rolle der Entwicklungszusammenarbeit untersucht. Sa., 30.5. - 20.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Dokumentarfilm | Deutschland 2025
Länge: 60 min. Dt. OriginalfassungDie Dokumentarfilmreihe beleuchtet das Leben hochsensitiver Menschen und zeigt, welche Herausforderungen und Chancen in dieser Eigenschaft stecken.
Luisa hat der lauten Stadt den Rücken gekehrt und findet in ihrem Camper einen Schutzraum, um neue Erfahrungen zu sammeln, ohne überreizt zu werden. Die Studentin Dinah berichtet von ihrer Überforderung durch Geräusche und dem Besuch einer Selbsthilfegruppe. Heute kennt sie Wege, um sich von der Überreizung zu erholen und hat Strategien entwickelt, um mit ihrer Sensibilität umzugehen. Nina sieht ihre Hochsensibilität als Geschenk. Als Kind suchte sie Ruhe in dunklen Räumen, traf auf Unverständnis bei ihren Eltern und hat auch durch Yoga gelernt, ihre Empfindsamkeit positiv zu nutzen. Um sich vor Überreizung zu schützen, griff Stephan zu Drogen. Heute versteht er die Ursachen seiner Probleme und schätzt die positiven Seiten seiner Sensibilität. Die nötige Isolation zur Selbstachtsamkeit bringt ihm aber auch Einsamkeitsgefühle. Die Ärztin und Therapeutin Dr. Carmen Bernd berichtet aus ihrem Praxisalltag vom Umgang mit HSP (Hochsensiblen Personen).
Die Filmreihe gibt einen Blick auf das Spektrum der Hochsensibilität und zeigt, wie Menschen lernen können, ihre Empfindungen anzunehmen und Teil ihres Alltags werden zu lassen. Eine Produktion des Medienprojekt Wuppertal in Kooperation mit dem Gesundheitskreis für Hochsensibilität Heidelberg, gefördert durch die Steffen Lohrer Stiftung. Mit Gespräch
Für Jugendliche unter 27 Jahren Eintritt frei So., 31.5. - 17.00 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Béla Tarr in memoriam
Ungarn 1988 Regie: Béla Tarr Miklós B. Székely, Vali Kerekes, Hédi Temessy, György Cserhalmi
Format: 35mm Länge: 120 min. Ungar. Original mit deutschen UntertitelnIn einer kleinen ungarischen Stadt lebt Karrer, ein lustloser und grüblerischer Mann, der sich fast vollständig aus der Welt zurückgezogen hat – abgesehen von seiner Besessenheit für eine Sängerin in der Bar, die er regelmäßig besucht. Der erste Film, in dem Béla Tarr seine faszinierende und apokalyptische Weltanschauung vollends verwirklicht hat, ist eine makellos fotografierte und komponierte Studie über einen ewigen Konflikt: den jahrhundertealten Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation. So., 31.5. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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