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Konrad Wolf Retrospektive: Die Filme |
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Der geteilte Himmel
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© DEFA Stiftung / Werner Bergmann
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DDR 1964 | Regie: Konrad Wolf | 110 min. | Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate | dt. Originalfassung | FSK: 16.
Rita ist in Manfred verliebt, einem ehrgeizigen Wissenschaftler. Manfred fühlt sich von der Engstirnigkeit und dem Gesinnungsterror in seinem Land immer mehr frustriert und geht nach Westberlin. Rita folgt ihm zwar zunächst nach, geht aber bald wieder in die DDR zurück, weil „man im Westen schlimmer als im Ausland dran ist; Man ist auf schreckliche Weise in der Fremde“. Bei der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christa Wolf riskierte Konrad Wolf eine zersplitterte und fragmentierte Dramaturgie, um so seiner filmischen Erzählung ein Äquivalent zu den Möglichkeiten von Literatur zu geben, was damals bei Erscheinen des Films nicht unumstritten blieb. Heute überzeugt er durch die außerordentlich differenzierte Schilderung der inneren Situation in der damaligen DDR.
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Fr., 3.4. - 20.15 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Der nackte Mann auf dem Sportplatz
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© DEFA Stiftung / Alexander Kuehn / Wolfgang Bangemann
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DDR 1973 | Regie: Konrad Wolf | 101 min. | Kurt Böwe, Ursula Karusseit, Martin Trettau u.a. | dt. Originalfassung | FSK: 6.
Kemmel ist ein ziemlich eigenwilliger Künstler, der darum bislang wenig Erfolg gehabt hat. Entweder verschwinden angefertigte Arbeiten sogleich im Abstellraum oder der junge Mann, der für ihn Modell stehen soll, lässt sich darauf nur höchst widerwillig darauf ein. Doch ein Auftrag aus dem Heimatdorf könnte Kemmel aus der Misere helfen. Er soll nämlich auf dem dortigen Sportplatz einen Fußballer hinstellen. Kemmel aber schafft einen nackten Mann. Die Diskussion beginnt. „Wolf gelingt es, sehr 'prinzipielle' Fragestellungen aus Szenen des Alltags abzuleiten, die unprätentiös und realistisch gefilmt werden, dann aber unverhofft eine satirische Pointe erhalten“ fasste es Ulrich Gregor es einst in seiner „Geschichte des Films“ zusammen.
Einführung: Dr. Franz Schneider
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So., 12.4. - 19.30 Uhr, Karlstorkino (Südstadt)
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Ich war neunzehn
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© DEFA Stiftung / Werner Bergmann / Wolfgang Ebert / Bernd Sperberg
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DDR 1967 | Regie: Konrad Wolf | 119 min. | Jaecki Schwarz, Wassili Liwanow, Alexej Ejboshenko, Rolf Hoppe | Originalfassung | FSK: 12.
„Achtung, Achtung, deutsche Soldaten! Wir beginnen unsere Sendung. Der Krieg ist endgültig verloren. Eure Lage ist hoffnungslos. Wartet nicht. Handelt.“ Fast täglich spricht Gregor Hecker Mitte April 1945 solche Sätze. Die Antwort sind Schüsse. Gregor, gebürtiger Deutscher, emigrierte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die Sowjetunion und wuchs in Moskau auf. Er ist 19 Jahre alt, als er als Soldat der Roten Armee in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in sein Geburtsland zurückkehrt. Da er die deutsche Sprache fließend beherrscht, ist er vor allem als Übersetzer und als Überbringer von Botschaften per Lautsprecher gefragt. Auf seinem Weg begegnet er Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und Haltungen. Das Vaterland ist ihm fremd geworden.
Einführung: Anselm Scherer
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Solo Sunny
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© DEFA Stiftung / Dieter Lueck
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DDR 1980 | Regie: Konrad Wolf | 104 min. | Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp, Klaus Brasch | dt. Originalfassung | FSK: 12.
Sie scheint es geschafft zu haben: aus Ingrid Sommer hat sie sich zur „Sunny“ gemacht. Die ehemalige Arbeiterin tourt nun als Sängerin einer Band durch die DDR. Aber ihr Glück als Künstlerin dauert nur so lange wie ein Song. Problem sind die Männer, die sie haben wollen und die sie ihrer Unabhängigkeit zuliebe nicht möchte. Es gibt Probleme, irgendwann ist Sunny wieder Ingrid Sommer, aber sie gibt nicht auf. Konrad Wolfs letzter Film gilt als einer der besten DEFA-Filme, nicht nur der Schauspielerinnen und Schauspieler wegen. Ein Exempel weiblicher Selbstbehauptung in einer wenig freundlichen Umgebung, inspiriert von der Lebensgeschichte Sanije Torkas.
Einführung: Franziska Wenig
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Medienforum Heidelberg e.V.
Kommunales Kino/ Aktive Medienarbeit
Marlene-Dietrich-Platz 3
69126 Heidelberg
Kartenreservierung: 06221 / 97 89 18
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