Ungarn, Deutschland, Schweiz 1991-94 | Regie: Béla Tarr | 438 min. | 4K digital | Mihály Vig, Putyi Horváth, Erika Bók, Peter Berling, Miklós B. Székely u.a. | ungar. Original mit deutschen Untertiteln.
Die letzten Bewohner einer verlassenen Siedlung machen sich auf den Weg, ihrem miserablen Dasein zu entfliehen, indem sie den Versprechungen eines falschen Propheten namens Irimiás folgen. Béla Tarr beschreibt in endlosen, düsteren Plansequenzen das perspektivlose Lebensgefühl seiner Protagonisten. SÁTÁNTANGÓ ist eine Meditation über die Zeit, aber auch eine Parabel über den Niedergang der Menschheit, zugleich ein Sinnbild für den Kosmos und die conditio humana. Durch seine formale Strenge und atmosphärische Ausdruckskraft, seine ungewöhnliche, leitmotivische Erzählweise, die den Zuschauer erfasst und nicht mehr loslässt, ragt dieser Film aus dem Gesamtwerk von Béla Tarr heraus. SÁTÁNTANGÓ ist ein Monument des zeitgenössischen Kinos, ja der Filmgeschichte überhaupt.