Wir gönnen uns eine kleine Testosteron-Pause und widmen die nächste Midnight Madness einer Frau, die als Racheengel den „Big (rotten) Apple“ unsicher macht. Der Film spielt im New York der frühen Achtziger, einem Moloch aus Gewalt, Angst, moralischem Verfall und Schmutz. Körnige, raue Bilder, schiefe Kameraperspektiven, obszöne Gesten herumlungernder Macho-Männer und ein kleiner schmieriger Saxophon-Score setzen den Ton: Schon die ersten Einstellungen erzeugen eine Atmosphäre permanenter Bedrohung.
Ein „gritty, nasty little exploitation flick“, der die Genre-Elemente zelebriert und zugleich unterläuft. Ein Klassiker des Rape-and-Revenge-Genres – und doch anders. Wenn eine schüchterne, stumme Arbeiterin die Nase voll hat und beschließt, sich nichts mehr gefallen zu lassen, ist Zeit für Lippenstift-Montage, Lederkluft und einen bluttriefenden Rachefeldzug durch die Straßen von New York. Eine ikonische Performance einer Underground-Künstlerin – ein kathartischer Befreiungsschlag voller female rage.