DDR 1964 | Regie: Konrad Wolf | 110 min. | Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate | dt. Originalfassung |
FSK: 16.
Rita ist in Manfred verliebt, einem ehrgeizigen Wissenschaftler. Manfred fühlt sich von der Engstirnigkeit und dem Gesinnungsterror in seinem Land immer mehr frustriert und geht nach Westberlin. Rita folgt ihm zwar zunächst nach, geht aber bald wieder in die DDR zurück, weil „man im Westen schlimmer als im Ausland dran ist; Man ist auf schreckliche Weise in der Fremde“. Bei der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christa Wolf riskierte Konrad Wolf eine zersplitterte und fragmentierte Dramaturgie, um so seiner filmischen Erzählung ein Äquivalent zu den Möglichkeiten von Literatur zu geben, was damals bei Erscheinen des Films nicht unumstritten blieb. Heute überzeugt er durch die außerordentlich differenzierte Schilderung der inneren Situation in der damaligen DDR.