logo HOME //KARLSTORKINO //AKTIVE MEDIENARBEIT //ÜBER UNS //IMPRESSUM  
   
 HOME    KARLSTORKINO   AKTIVE MEDIENARBEIT   ÜBER UNS   NEWS[LETTER]   GÄSTEBUCH   SPENDEN  
 kinoprogramm   vorschau   kinder/jugendfilme   schulkino   programmarchiv   original versions   Über das kino   anfahrt/vrn 
vorheriger Monat Dezember 2010 nächster Monat
Das Kino im Dezember
Terminübersicht
Alle Filme
Vorfilme
Original Versions
Did you know that we try to show all films in their original language with German subtitles (OmdtU)?
Themen im Dezember
Der aktuelle Film
15 Jahre Karlstorkino
Der Film des Monats
Besonderer Tipp
Kinoprogramm Dezember 2010 - Die Filme
cinéfête 2010
Quand tu descendras du ciel - Vom Himmel hoch
Quand tu descendras du ciel - Vom Himmel hoch
Frankreich, Belgien 2003 | Regie: Éric Guirado | 100 min. | 35mm | Benoît Giros, Serge Riaboukine, Ludmila Ruoso u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Jérôme verlässt kurz vor Weihnachten den hochverschuldeten Bauernhof seiner Eltern, um in der Großstadt Arbeit zu suchen. Er freundet sich mit dem stolzen und exzentrischen Stadtstreicher „La Chignole“ an, der den ganzen Tag vor einem Fernsehgeschäft sitzt und sich „Stummfilme“ ansieht. Bald findet Jérôme auch eine Arbeit, die ihm Spaß macht: Er schmückt Weihnachtsbäume in der Stadt. Doch dann kommt eine Anweisung von oben – Bettler werden nicht mehr vor den weihnachtlichen Schaufenstern geduldet. Nun müssen Jérôme und sein Kollege Obdachlose einsammeln und sie gegen ihren Willen irgendwo auf freiem Feld aussetzen. Als sich Jérôme auch noch in die junge Journalistin Marthe verliebt, die von den skandalösen Praktiken der Stadtverwaltung Wind bekommen hat, gerät er zwischen alle Fronten: Wie soll er zwischen Arbeit, Freundschaft und Liebe entscheiden?

„Vom Himmel hoch“ verbindet den kritischen Blick auf die Gesellschaft mit Witz, Poesie und Lebensfreude.
Di., 30.11. - 14.00 UhrMi., 1.12. - 11.00 Uhr
cinéfête 2010
À bout de souffle - Außer Atem
À bout de souffle - Außer Atem
Frankreich 1960 | Regie: Jean-Luc Godard | 90 min. | 35mm | Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Nach diesem Film werde das Kino nie mehr so sein wie zuvor – das soll François Truffaut zur Première von „Außer Atem“ gesagt haben. In den Straßen von Paris gedreht, mit jungen Darstellern, die sich frei vor der Kamera bewegen, und einem schnellen Rhythmus brachte dieser Film wie kein anderer das Lebensgefühl der 1960er Jahre zum Ausdruck.

Auf dem Weg nach Paris gerät der Autodieb Michel Poiccard mit einer gestohlenen Luxuslimousine in eine Geschwindigkeitskontrolle. Er erschießt einen Polizisten und versteckt sich bei der jungen Amerikanerin Patricia, die in Paris Zeitungen verkauft und sich das Ziel gesetzt hat, Journalistin zu werden. Während Michel versucht, Geld für die gemeinsame Flucht aufzutreiben, gerät Patricia ins Visier der Polizei und muss sich zwischen ihren Gefühlen und ihrer Karriere entscheiden.

Mit diesem billig gedrehten Film revolutionierte Jean-Luc Godard die Filmsprache und stellt die Regeln des Film noir auf den Kopf. Der glücklose Kleinkriminelle Michel ist nur eine Parodie des coolen Hollywood-Helden. Und Patricia, die nach Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit strebt, ähnelt so gar nicht der klassischen Gangsterbraut. In ihrer Suche nach Glück und Freiheit wurden die beiden zu Ikonen der Jugendkultur, die Darsteller Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo zu Stars der Nouvelle Vague.
Mi., 1.12. - 14.00 Uhr
Der aktuelle Film
Orly
Orly
Frankreich, Deutschland 2010 | Regie: Angela Schanelec | 84 min. | 35mm | Bruno Todeschini, Natacha Régnier u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Zwei Stunden Flughafen Paris Orly: Eine junge Frau, auf dem Weg nach Hause zu ihrem Mann, verliebt sich in einen Fremden. Eine Mutter und ihr fast erwachsener Sohn sind unterwegs zur Beerdigung des Exmannes. Ein junges Paar auf seiner ersten großen Reise verliert sich aus den Augen. Sie alle warten auf ihren Flug ... ORLY zelebriert lange Einstellungen und den Verzicht auf emotionalisierende Elemente in Reinform. Ein Ort der Gedanken und Sehnsüchte.
Mi., 1.12. - 19.00 UhrSa., 4.12. - 19.30 UhrSo., 5.12. - 11.00 UhrSo., 19.12. - 16.00 UhrSo., 26.12. - 17.00 Uhr
Der Film des Monats
South
South
Österreich, USA 2010 | Regie: Gerhard Fillei, Joachim Krenn | 105 min. | digital | Billy Crosby, Nina Hader u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Aus Österreich, in schwarzweiß, in englischer Sprache: Bruce McGray, so heisst ein Mann, der am Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist. Sein Raubüberfall irgendwo in L.A. ist dramatisch gescheitert, ihn jagt das FBI, ihn quälen Gedächtnislücken. Da wird ihm ein Tagebuch einer jungen Frau namens Maria geschickt, das für ihn zu einem Buch der Erinnerung wird. Darin wird von einem Fluchtort in Südamerika berichtet, einer Farm, auf der er sich sicher fühlen kann ... Hochspannender und raffinierter Thriller, in den man bestens "hineinfallen" kann ; ein Film, der das gemeinhin etablierte Genre originell bereichert. Die Entstehungsgeschichte ist dabei genauso spannend wie der Film selbst : Mit seiner Realisation und Präsentation in den Kinos endet glücklich ein zwölfjähriger Kampf. SOUTH: ein soghafter Thriller, der es durchaus mit der frühen Werken von Christopher Nolan (FOLLOWING, MEMENTO) aufnehmen kann.
Do., 11.11. - 21.00 UhrSa., 13.11. - 21.00 UhrMi., 17.11. - 19.00 UhrDo., 18.11. - 21.00 UhrMi., 24.11. - 21.45 UhrMi., 1.12. - 21.00 Uhr
Der aktuelle Film
Schattenzeit
Schattenzeit
Deutschland 2009 | Regie: Gregor Theus | 60 min. | digital | deutsche Fassung.
Olaf, Mona und Maria leiden schon seit langem an schweren Depressionen. Diese Krankheit hat ihnen jeglichen Lebensmut genommen. Sie haben sich nun entschlossen, ihr Leiden in einem zweijährigen Aufenthalt in der Berliner Charité behandeln zu lassen. Auch die umstrittene Elektrokrampftherapie (EKT) wird dabei angewandt. Der Regisseur Gregor Theus hat die drei während dieser Zeit begleitet. Ihm gelang ein sehr einfühlsames Porträt, das auch Grundfragen menschlichen Daseins berührt und die Hoffnung dabei nicht aufgibt.

Vorstellung am 23.11. in Anwesenheit des Regisseurs Gregor Theus; anschließend Möglichkeit zur Diskussion.
Di., 23.11. - 19.00 UhrDo., 2.12. - 19.00 UhrSo., 5.12. - 15.00 Uhr
Der aktuelle Film
Lebanon
Lebanon
Deutschland, Frankreich, Israel 2009 | Regie: Samuel Maoz | 90 min. | 35mm | Oshri Cohen, Itay Tiran u.a. | Original mit deutschen Untertiteln | FSK: 12.
Libanon 1982, es herrscht Krieg. Der junge israelische Soldat Shmulik ist Teil einer unerfahrenen, sichtlich überforderten Panzerbesatzung. Als sich die insgesamt vier Kameraden mit ihrem Gefährt hinter weiter hinter die feindlichen Linien vorwagen, kommen sie von der geplanten Route ab und bleiben in der Nähe einer zerstörten Stadt liegen. In ständiger Angst vor Angriffen wird das Leben im Panzer immer mehr zur Hölle ... LEBANON verkörpert klaustropisch die Schrecken des Krieges; entstanden ist ein durch und durch beklemmender Film, in dem Regisseur Samuel Maoz auch seine eigene Teilnahme am Libanon-Krieg verarbeitet. LEBANON wurde vielfach ausgezeichnet, so u.a. bei den 66. Filmfestspielen 2009 von Venedig mit dem „Goldenen Löwen“.
Do., 2.12. - 21.00 UhrFr., 3.12. - 19.30 UhrSo., 5.12. - 17.00 UhrMo., 6.12. - 21.30 UhrMi., 8.12. - 21.30 Uhr
Der aktuelle Film
Carlos - Der Schakal
Carlos - Der Schakal
Deutschland, Frankreich 2010 | Regie: Olivier Assayas | 330 min. | digital | Nora von Waldstätten, Edgar Ramirez u.a. | Original mit deutschen Untertiteln | Praedikat: besonders wertvoll | FSK: 16.
Ilich Rámirez Sánchez kam aus Venezuela und mutierte zu Carlos, dem Medienstar des internationalen Terrorismus. Seine bekannteste Aktion war die Geiselnahme der OPEC-Konferenz in Wien 1975. Erst 1994 wurde er verhaftet. Olivier Assayas Filmbiografie setzt 1973 ein, als Carlos für die palästinensiche PFLP einige spektakuläre Attentate unternahm. Erzählt wird von Carlos Aufstieg, seiner Egomanie und seinem Abstieg, der mit dem Ende des Kalten Krieges einhergeht. Schon beinahe exzessiv seitens der Kritik gelobt, sei hier nur Rüdiger Suchsland vom ‚Filmdienst’ erwähnt: „Ein von cinematographischer Energie durchpulstes Porträt, das den linken Terror als Arena eitler Egos demontiert und seinen Protagonisten als erfolgsversessenen “Global Player” zeigt, dessen politischer Idealismus bald auf der Strecke bleibt.” Der wohl wichtigste Film des Jahres 2010 in der 5 1/2 Std-Fassung, die einzige, die ihm gebührt.
Eintritt Euro 12.- inklusive Getränk nach Wahl / eine Pause in der Mitte des Films!
So., 5.12. - 19.00 UhrSo., 19.12. - 18.00 Uhr
15 Jahre Karlstorkino
Fratricide - Brudermord
Fratricide - Brudermord
Deutschland 2005 | Regie: Yilmaz Arslan | 96 min. | 35mm | Xewat Gectan, Erdal Celik u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Ein Filmabend in Anwesenheit des Regisseurs Yilmaz Arslan.

Der junge Kurde Azad verlässt schweren Herzens seine Heimat, um in Deutschland Asyl zu beantragen. Sein Bruder Semo ist bereits in Berlin und schlägt sich auf dem Straßenstrich durch. Doch solche schmutzigen Geschäfte kommen für den anständigen Azad nicht in Frage. Stattdessen verdingt er sich als Barbier und wird unterstützt von Ibo, mit dem sich Azad ein Zimmer in der Asylbewerberunterkunft teilt. Als die beiden eines Tages in der U-Bahn auf die Türken Achmet und Zeki, geraten die Parteien in Streit und beleidigen sich aufs Übelste, was nicht ohne Folgen bleibt. Das archaische und verhängnisvolle Räderwerk von Ehrverletzung und Rache, Gewalt und Gegengewalt setzt sich in Gang

Migration und Integration sind seit jeher die Themen des in Mannheim lebenden kurdischen Filmemachers Yilmaz Arslan. FRATRICIDE / BRUDERMORD geht dabei ans Eingemachte und verweist auf die Jahrhunderte alte Feindschaft zwischen Kurden und Türken. Ein pessimistischer Einblick in die Parallelgesellschaft der Migranten und ein hartes, schroffes, düsteres, mitunter auch sehr gewalttätiges Drama mit ausgezeichneten Laiendarstellern.

Yilmaz Arslan, geboren 1968 in Kazanli, Türkei. 1975 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. 1992 folgt das Erstlingswerk LANGER GANG, das auf dem Filmfestival San Sebastian als Bestes Regiedebüt ausgezeichnet wird. 1998 mit YARA der nächste Film als Produzent, Autor und Regisseur. In denselben Funktionen zeichnet Arslan auch für FRATRICIDE – BRUDERMORD verantwortlich, der 2005 auf dem Internationalen Filmfestival Locarno mit dem Silbernen Leoparden ausgezeichnet wird.
Mo., 6.12. - 19.00 Uhr
15 Jahre Karlstorkino
Schiffsjunge Hans Warns + Wir Schmidts
Schiffsjunge Hans Warns + Wir Schmidts
Deutschland 2000 + 2009 | Regie: Gordian Maugg | 15 + 43 min. | digital | deutsche Fassung.
Ein Filmabend in Anwesenheit des Regisseurs Gordian Maugg.

Grundlage des Langfilms HANS WARNS - MEIN 20. JAHRHUNDERT waren zwei Kurzfilme mit gleichem Namen, die als historische Kompilationsfilme die erste Reise eines 14jährigen Schiffsjungen zeigen. Einer der beiden Kurzfilme, "SCHIFFSJUNGE HANS WARNS - 1. Teil: 1914 - Auf und davon!" , der sich mit der Kindheit des Jungen und dessen Reise nach Chile beschäftigt, wird heute abend gezeigt.

Im Anschluß: WIR SCHMIDTS – EIN LEBEN: Loki und Helmut. Mit zehn Jahren rauchte sie ihre erste Zigarette zusammen mit ihrem späteren Mann Helmut, auf dem Schulhof sorgte sie schon mal für blutige Nasen und die Matheaufgaben schrieb sie gleich selbst in Helmuts Heft - denn Mathe konnte er nicht. Mit ihm war sie über 60 Jahren verheiratet. Hannelore Schmidt, besser bekannt als 'Loki', war mehr als nur die Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers ... Gordian Maugg hatte 2009 für einige Wochen Zugang zu den kompletten Erinnerungen und persönlichen Aufzeichnungen von Helmut und Loki Schmidt, viele Hundert Bilder unbekanntes Archivmaterial wurde gesichtet und dann später für diesen Film verwendet. Das Interview mit den Schmidts führte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Heidelberger Erstaufführung.

Gordian Maugg, geboren 1966 in Heidelberg. 1987-1993 Studium an der Kunsthochschule Kassel, Schwerpunkt „Film/Fernsehen“. 1993-1995 Gasthörer an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam, 1994 Gründung der Gordian Maugg Filmproduktion. Seine bekanntesten Filme: DER OLYMPISCHE SOMMER (1993), DIE KAUKASISCHE NACHT (1996), HANS WARNS – MEIN 20. JAHRHUNDERT (2000), ZEPPELIN! (2005). Zuletzt machte Gordian Maugg durch die TV-Doku HUNGERWINTER – ÜBERLEBEN NACH DEM KRIEG von sich reden.
Di., 7.12. - 19.00 Uhr
15 Jahre Karlstorkino
The best of ZUM GOLDENEN HIRSCH
The best of ZUM GOLDENEN HIRSCH
Deutschland 2007 - 2010 | Regie: diverse | ca. 100 Min. min. | digital | deutsche Fassung.
Sie ist mittlerweile berühmt und berüchtigt: die regionale Kurzfilmplattform ZUM GOLDENEN HIRSCH, die 2007 ihre Anfänge im Medienforum / Karlstorkino nahm.

Bald schon geht ZUM GOLDENEN HIRSCH, das größte regionale Nachwuchsfilmfestival Deutschlands, ins fünfte Jahr und versammelt mittlerweile weite Teile der Kurzfilmszene im Rhein-Neckar-Raum in sich. Ob jugendlicher Handyfilm, schmierige Kurzkomödie oder komplexes Filmkunstwerk – hier wird gezeigt, was gut und originell ist. Alle bisherigen Veranstaltungen waren ausverkauft.

An diesem Abend soll das Beste aus der jüngsten ZUM GOLDENEN HIRSCH-Vergangenheit auf dem Programm stehen - mit einem Blick in die Zukunft. Wohin soll oder wird sich der HIRSCH entwickeln? Wie lauten weitere Ambitionen? Was steht an für 2011?
Di., 7.12. - 21.30 Uhr
15 Jahre Karlstorkino
Ungeküsst zurück + Die Wurstverkäuferin
Ungeküsst zurück + Die Wurstverkäuferin
Deutschland 2010 | Regie: Stefan Hillebrand | 45 + 20 min. | digital | Isolde Fischer u.a. | deutsche Fassung.
Ein Filmabend in Anwesenheit des Regisseurs Stefan Hillebrand.

UNGEKÜSST ZURÜCK: der neue Dokumentarfilm des Mannheimer Filmemachers Stefan Hillebrand, der Jugendliche im Rahmen eines Schulprojektes an der Integrierten Gesamtschule Mannheim - Herzogenried begleitete, das sich mit den Fragen nach Sterben und Abschied, Trauer und Tod auseinandersetzte. Lehrerinnen und Lehrer verschiedenster Fächer gingen gemeinsam mit ihren Schülern auf kreative Weise scheinbar unbequeme Fragestellungen an - ein Film, der Einblicke gibt in die Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen und der Mut macht, hinzuschauen und offen auszusprechen statt zu tabuisieren, was leider für viele Erwachsene oftmals ein Thema ist, über das man nicht spricht. Erstaufführung in Heidelberg.

Im Anschluss wird noch einmal einer der großen Publikumslieblinge des Regisseurs zu sehen sein: DIE WURSTVERKÄUFERIN (2001), eine Doku-Soap über menschliche Abgründe und Gefühle in der örtlichen Metzgerei.

Stefan Hillebrand, geboren 1969 in Verl. Er studierte zuerst Erziehungswissenschaften, Kriminologie und Jugendpsychiatrie in Heidelberg, bevor er an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg ein Regie- und Drehbuchstudium absolvierte. Stefan Hillebrand ist Mitglied des Improvisationstheaters "DRAMA light". Filmographie (Auswahl): WENN DER RICHTIGE KOMMT (2003), WIR WERDEN UNS WIEDER SEHEN (2006), UNGEKÜSST ZURÜCK (2010).
Mi., 8.12. - 19.00 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
Mar nero - Die Reise ans schwarze Meer
Mar nero - Die Reise ans schwarze Meer
Italien 2009 | Regie: Federico Bondi | 90 min. | 35mm | Ilaria Occhini, Dorotheea Petre u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Zwei Frauen leben zusammen im gleichen Haus in Florenz. Gemma, eine ältere Dame, seit kurzem verwitwet, und Angela, eine junge rumänische Haushaltshilfe, nach Italien gekommen, um für ihren Sohn Geld zu verdienen. Gemma kommandiert gerne, aber Angela hat auch ihren eigenen Kopf. Trotzdem entsteht so langsam eine Freundschaft zwischen ihnen ... Regisseur Federico Bondi bekennt, dass sein Film auf einer wahren Begebenheit aus seinem eigenen Leben basiert, zumindest, was die Charaktere betrifft. Es entstand eine anrührende Geschichte, Ilaria Occhini bekam für ihre Rolle beim Filmfestival Locarno den „Silbernen Leoparden“.
Do., 9.12. - 19.00 UhrSa., 11.12. - 21.15 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
Cosmonauta - Die Kosmonautin
Cosmonauta - Die Kosmonautin
Italien 2009 | Regie: Susanna Nicchiarelli | 85 min. | 35mm | Miriana Raschillà, Claudia Pandolfi u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
1957 schossen die Sowjets die Hündin Laika ins All. Auch in Italien staunt man darüber. Besonders die neunjährige Luciana, die daraufhin ihre Erstkommunion boykottiert und sich zur Kommunistin erklärt. 1963 ist sie bereits 15 Jahre alt und ein engagiertes Mitglied ihres kommunistischen Jugendverbandes. Sie schwärmt für den Gruppenleiter, aber die jungen Genossen bevorzugen hübsche Bürgerstöchter. Luciana muß lernen, sich durchzusetzen, genau wie Valentina Tereschkowa, die erste Kosmonautin. Humorvoll, selbstironisch, dazu präzise in den zeithistorischen Details.
Fr., 10.12. - 19.00 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
L’uomo nero - Der Mann in schwarz
L’uomo nero - Der Mann in schwarz
Italien 2009 | Regie: Sergio Rubini | 117 min. | 35mm | Sergio Rubini, Valeria Golino u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Gabriele Rosetti fährt in sein apulisches Heimatdorf, um seinen todkranken Vater ein letztes Mal zu sehen. Die Begegnung weckt in ihm Erinnerungen an seine ebenso idyllische wie aufregende Kindheit, als er mit dem Blick des aufgeweckten Jungen das oft merkwürdige Treiben der Erwachsenen beobachtete. Insbesondere der Vater spielt eine Rolle, ein Bahnhofsvorsteher mit künstlerischen Ambitionen, die sich nicht erfüllen, weswegen er zunehmend verbittert und sich von seiner Familie entfremdet. Humorvoll, zärtlich und atmosphärisch dicht profiliert sich Sergio Rubini mit diesem Film erneut als cineastischer Poet des italienischen Südens.
Fr., 10.12. - 21.00 UhrSa., 11.12. - 19.00 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
La bocca del lupo
La bocca del lupo
Italien 2009 | Regie: Pietro Marcello | 75 min. | digital | Vincenzo Motta, Mary Monaco u.a. | Original mit englischen Untertiteln.
Eine ebenso dichte wie frei assoziierende Collage aus inszenierten Szenen, dokumentarischen Aufnahmen und einer vielschichtigen Tonspur, die vom ersten Moment an einen rätselhaften Sog erzeugt. Genua: Das Porträt einer maroden Stadt und die Geschichte von Enzo und Mary Monaco, der Kriminelle und die ehemals heroinsüchtige Transsexuelle, die sich im Gefängnis kennen und lieben lernten. „LA BOCCA DEL LUPO ist alles: eine Liebesgeschichte, eine Reportage über die Außenseiter der italienischen Gesellschaft, eine Hommage an die frühere Schönheit.“ (kino-zeit.de)
Sa., 11.12. - 17.00 UhrSo., 12.12. - 11.00 UhrMo., 13.12. - 21.15 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
Generazione mille Euro - Die 1000 Euro Generation
Generazione mille Euro - Die 1000 Euro Generation
Italien 2009 | Regie: Massimo Venier | 101 min. | 35mm | Alessandro Tiberi, Valentina Lodovini u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Matteo, 30 Jahre alt, ist Mathematiker. Er hat nach Ende des Studiums nur einen unsicheren Job vorzuweisen, mit dem er zu wenig verdient. Seine Freundin scheint sich auch von ihm abzuwenden. Doch dann keimt neue Hoffnung auf: Beatrice zieht als neue Mitbewohnerin bei ihm ein und Angelica übernimmt als neue Kraft die Marketingabteilung der Firma, in der Matteo arbeitet. Kann er nun seinem unbefriedigenden Dasein eine neue Richtung geben? Komödie am Puls der Zeit über eine Generation, die u.a. auch lernen muß, mit 1000 Euro im Monat auszukommen.
So., 12.12. - 15.00 UhrSo., 12.12. - 21.15 UhrDi., 14.12. - 19.00 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
Questione di cuore - Eine Sache des Herzens
Questione di cuore - Eine Sache des Herzens
Italien 2009 | Regie: Francesca Archibugi | 110 min. | 35mm | Kim Rossi Stuart, Antonio Albanese u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Männer sind verletzlich: Alberto ist ein erfolgreicher Drehbuchautor, Angelo dagegen nur ein kleiner Automechaniker. Als beide in derselben Nacht einen Herzinfarkt erleiden und im Krankenhaus im selben Zimmer untergebracht werden, halten sie sich trotz ihres kritischen Gesundheitszustands bei Laune. Sie freunden sich an, ja, nach der Entlassung zieht Alberto sogar bei Angelo ein. Zwar sind dessen Frau und seine beiden Kinder davon eher wenig begeistert, doch das gibt sich ... Als großer Publikumserfolg in Italien erzählt Francesca Archibugi ihre Geschichte direkt aus der quirligen Atmosphäre der römischen Vorstadt Pigneto und streift dabei leichtfüßig die großen Fragen des Lebens.
So., 12.12. - 17.00 UhrMo., 13.12. - 19.00 UhrMi., 15.12. - 19.00 Uhr
Schwerpunkt des Monats: cinema! italia! 2010
Fortapàsc - Fort Apache
Fortapàsc - Fort Apache
Italien 2009 | Regie: Marco Risi | 106 min. | 35mm | Libero De Rienzo, Valentina Lodovini u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
„Fortapàsc“ heisst ein neapolitanischer Slang und meint „Fort-Apache“ und das wiederum steht für Torre Annunziata, eine in den 1980er Jahren heruntergekommene Vorstadt von Neapel, die sich damals vollständig im Griff der Camorra befand. Ausgerechnet hierher verschlägt es Giancarlo Siani, ein junger Journalist, der eine gute Story sucht. Zwar wirkt er zunächst etwas naiv und unbedarft, aber bald kommt er den Verwicklungen von Camorra, Justiz und Industrie auf die Spur. Es wird gefährlich ... Giancarlo Siani gab es wirklich, er wurde am 23.9.85 von Auftragskillern erschossen. Marco Risi gelang mit FORTAPÀSC ein spannend inszenierter Thriller und ein bewegendes Porträt.
So., 12.12. - 19.00 UhrDi., 14.12. - 21.15 Uhr
Ciné Club des deutsch-französischen Kulturkreises
Mammuth
Mammuth
Frankreich 2010 | Regie: Benoît Delépine u.a. | 90 min. | 35mm | Gérard Depardieu, Yolande Moreau u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Die letzten Jahre hat er im Schlachthof malocht - jetzt ist er Rentner. Und weil ihm nun daheim die Decke auf den Kopf fällt und er noch Bescheinigungen aus früheren Jobs braucht, startet Mammuth (Gérard Depardieu) auf seinem alten Motorrad, einer Münch-Mammut, eine Reise zu seinen ehemaligen Arbeitsstellen. Dieser Trip führt den gutmütigen Kerl zum einen zurück in seine eigene Vergangenheit, lässt ihn aber auch die Poesie und Schönheit des Lebens neu entdecken ... MAMMUTH wurde schon auf der Berlinale 2010 als einer der ganz großen Entdeckungen gefeiert – ein Film, bei der sich Hauptdarsteller Gérard Depardieu erneut zu ungekannten Höhen aufspielt. MAMMUTH ist ein ganz und gar großartiger Film, ein bewegendes road movie, wie man es nur selten sehen kann.
Do., 16.12. - 19.30 UhrSa., 18.12. - 19.30 UhrSo., 19.12. - 11.00 UhrMi., 22.12. - 19.00 Uhr
Der Film des Monats
The road
The road
USA 2009 | Regie: John Hillcoat | 111 min. | 35mm | Charlize Theron, Viggo Mortensen u.a. | Original mit deutschen Untertiteln | FSK: 16.
Die Welt vielleicht (aber hoffentlich nicht) in der Zukunft. Nach einer ökologischen Katastrophe ist die Erde verwüstet, Tiere sind fast ausgestorben und die Landschaft ist grau. Es streifen gefährliche Banden durchs Land, die dem Kannibalismus nachgehen. Zwei Gestrandete, ein Vater und sein etwa 10 Jahre alter Sohn, versuchen der Trostlosigkeit zu entgehen und in den vermeintlich rettenden Süden zu gelangen. Eine äußerst schwierige Reise nimmt ihren Anfang ... THE ROAD ist ein verstörender Endzeitthriller, der exzellent und ohne Tabus in düsteren Bildern und auf direktem, persönlichen Wege der Frage nachgeht, zu welchen Dingen Menschen in Notsituationen fähig sind und dabei sehr überzeugend grundlegende Überlegungen zu „Gut“ und „Böse“ anstellt. Mit Musik von Nick Cave und Warren Ellis.
Fr., 17.12. - 19.00 UhrMo., 20.12. - 19.00 UhrDi., 21.12. - 19.00 UhrDi., 28.12. - 19.00 UhrMi., 29.12. - 21.00 Uhr
Besonderer Tipp
Future Shorts - Kurzfilme mit Überraschungen
Future Shorts - Kurzfilme mit Überraschungen
Als das weltweit innovativste, führende Kurzfilmlabel versteht sich das 2003 in London gegründete ‚Future Shorts’ Festival mit seinen Events als außergewöhnliche Alternative zu herkömmlichen Kurzfilmfestivals. Exklusiv treffen hier Kurzfilme auf Live-Musik, Literatur und Kunst und kreieren dadurch ein ganz besonders Erlebnis. Die ‚Future Shorts’ Screenings ermöglichen es FilmemacherInnen, ihre Filme mit nur einer einzigen Einreichung weltweit vorführen zu können. Damit haben ‚Future Shorts’ eine längst benötigte Verbindung zwischen der Filmindustrie und der Welt des Kurzfilms geschaffen, welche über die bloße Rekrutierung neuen Talents hinausgeht.
Sa., 6.11. - 21.30 UhrSa., 18.12. - 21.30 Uhr
Der aktuelle Film
Im Schatten
Im Schatten
Deutschland 2010 | Regie: Thomas Arslan | 85 min. | 35mm | Mišel Maticevic, David Scheller u.a.
Trojan wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und kehrt umgehend in sein kriminelles Metier zurück. Er besorgt sich eine Waffe und hält Ausschau nach neuen Jobs ... Mit wenigen Einstellungen etabliert Thomas Arslan die anonyme Welt seiner Gangsterfigur, indem er auf die Motive und Figuren des Genrekinos zurückgreift. Das Hinterzimmer einer Autowerkstatt, Parkplätze, möblierte Wohnungen. Man trifft auf Männer und Frauen, die einander misstrauen, weil jeder nur in die eigene Tasche wirtschaftet. Die reduzierten und messerscharfen, mit einer Red-Kamera aufgenommenen Bilder heben die exakten Abläufe der Aktion hervor. IM SCHATTEN ist ein brillianter Genrefilm, der konsequent die Mechanik, die äußere Aktion eines Verbrechens in den Mittelpunkt stellt.
Mo., 20.12. - 21.15 UhrDi., 21.12. - 21.15 Uhr
Der aktuelle Film
Mr. Nobody
Mr. Nobody
Frankreich, Kanada, Belgien 2009 | Regie: Jaco van Dormael | 138 min. | 35mm | Sarah Polley, Rhys Ifans, Daniel Mays u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
In einer Zukunftswelt hat die Menschheit den Tod überwunden. Alle erfreuen sich im Jahr 2092 eines ewigen Lebens, nur ein 118 Jahre alter Mann wartet als letzter Sterblicher auf sein Ende. Da er unter Gedächtnisschwund leidet, soll er einem Reporter seine Lebensgeschichte erzähen, weswegen er von Ärzten in eine Art Hypnose versetzt wird. Dabei offenbart sich sein Leben als Spiel der Möglichkeiten ... MR. NOBODY, bei seinem Start in den deutschen Kinos merkwürdig von den Besuchern ignoriert, ist ein überbordendes Erlebnis, das einem ausgesprochen fasziniert, aber auch fordert. Dormael hat sich nach TOTO DER HELD beinahe 20 Jahre Zeit gelassen, um erneut einen bildgewaltigen, vor Ideen nur so sprühenden, existenziellen, durch und durch phantasievollen Film zu machen, in dem man sich, eine gewisse Offenheit vorausgesetzt, wirklich hineinfallen lassen kann. Der am meisten unterschätzte Film im Jahr 2010!
Mi., 22.12. - 21.00 UhrDo., 23.12. - 21.00 UhrFr., 24.12. - 19.00 Uhr
Der aktuelle Film
Villa Amalia
Villa Amalia
Frankreich 2009 | Regie: Benoît Jacqout | 94 min. | 35mm | Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Isabelle Huppert spielt die Musikerin Ann, die eines Abends entdeckt, wie ihr Partner Thomas eine andere küsst. Ann beschließt ihn zu verlassen, beinahe spontan alles zurück zu lassen. Kraft für einen Neuanfang geben ihr nur noch die Musik und ihr Freund Georges, den sie seit ihrer Kindheit kennt ... Typisch französisches Schauspielerkino des französischen Starregisseurs Benoît Jacqout mit einer vertraut überragend-agierenden Isabelle Huppert.
Do., 23.12. - 19.00 UhrSo., 26.12. - 19.00 UhrDi., 28.12. - 17.00 UhrMi., 29.12. - 19.00 Uhr
Der aktuelle Film
Bal – Honig
Bal – Honig
Deutschland, Türkei 2010 | Regie: Semih Kaplanoğlu | 104 min. | 35mm | Tülin Özen, Erdal Besikçioglu u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Yusuf lebt mit seinen Eltern in den waldreichen Bergen der Schwarzmeerregion, hoch oben im Nordosten der Türkei. Oft begleitet er seinen Vater, den Imker Yakup, bei dessen Streifzügen durch die tiefen, unberührten Wälder. Aufmerksam lernt Yusuf an der Seite seines Vaters die Geheimnisse der Natur kennen; als aber ein unerklärliches Bienensterben die Gegend heimsucht, zieht Yakup los, um seine Bienenstöcke in einer schwerer zugänglichen, gefährlichen Gebirgsregion aufzubauen. Nach Tagen ist er immer noch nicht zurück ... Semih Kaplanoğlu entführt zurückhaltend in eine Welt voller poetischer Schönheit, die märchenhaft anmutet, alle Sinne aktiviert und die satte Landschaft der anatolischen Berglandschaft körperlich spürbar werden lässt. BAL – HONIG wurde bei der Berlinale 2010 mit dem „Goldenen Bär“ als ‚Bester Film’ ausgezeichnet.
Sa., 25.12. - 17.30 UhrSo., 26.12. - 11.00 UhrMo., 27.12. - 19.00 UhrMi., 29.12. - 17.00 Uhr
Der aktuelle Film
The social network
The social network
USA 2010 | Regie: David Fincher | 121 min. | 35mm | Jesse Eisenberg, Justin Timberlake u.a. | Originalfassung.
Facebook - was ist das Gute daran? Virtuell mit Menschen in Beziehung zu treten, deren reale Gegenwart bisweilen nur schwer zu ertragen wäre?! Dieser Film zeigt jedenfalls, wie vieles begann. Mark Zuckerberg war noch ein junger Campus-Nerd, arg neurotisch und ziemlich arrogant. Aber er hatte die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt, nur zunächst kein Geld, was sich bald ändern sollte. David Fincher inszenierte diese alles andere als schmeichelhafte Karriere-Biographie elegant und voller Tempo, mit Dialoggefechten, Rückblenden, Perspektivwechseln, Anekdoten und Abschweifungen. Und untermauert damit seine Größe als Hollywood-Parforce-Kunsthandwerker. Das können auch die derzeit 500 Millionen Facebook-Mitglieder nicht abstreiten – natürlich bei uns in der Originalfassung zu sehen!
Sa., 25.12. - 19.30 UhrSo., 26.12. - 21.00 UhrMo., 27.12. - 21.00 UhrDo., 30.12. - 21.15 UhrDi., 4.1. - 21.00 UhrFr., 24.7. - 10.00 Uhr
Der aktuelle Film
Kinshasa Symphony
Kinshasa Symphony
Deutschland 2010 | Regie: Claus Wischmann, Martin Baer | 95 min. | digital | Original mit deutschen Untertiteln.
Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, drittgrößte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas - L'Orchestre Symphonique Kimbanguiste. In völliger Dunkelheit spielen zweihundert Orchestermusiker Beethovens Neunte - "Freude schöner Götterfunken". Ein Stromausfall wenige Takte vor dem letzten Satz: solche Probleme sind noch die kleinste Sorge, denn in den letzten 15 Jahren haben die Musiker zwei Putsche, einen Krieg und unzählige Krisen überlebt. Doch zum Glück ist da die Liebe zur Musik und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ... Den beiden Dokumentarfilmern Wischmann und Baer gelang mit diesem warmherzigen Porträt gleichzeitig eine ausgesprochen gelungene Hommage über die Macht der Musik – ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim "Festival des deutschen Films", Ludwigshafen 2010.
So., 26.12. - 15.00 UhrMo., 27.12. - 17.00 UhrDo., 30.12. - 17.00 UhrSo., 16.1. - 15.00 UhrSo., 27.2. - 15.00 UhrSo., 13.3. - 11.00 UhrMo., 25.4. - 17.00 Uhr
Der aktuelle Film
Uncle Boonmee erinnert sich an seine frühere Leben
Uncle Boonmee erinnert sich an seine frühere Leben
Deutschland, Frankreich, Thailand 2010 | Regie: Apichatpong Weerasethakul | digital min. | 35mm | Sakda Kaewbuadee u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
In Anwesenheit von Familie und Freunden bereitet sich ein Mann, Uncle Boonmee, der an akutem Nierenversagen leidet, auf den Tod vor. An der Abschiedszeremonie nehmen in anderer Gestalt auch Personen teil, die bereits verstoben sind, so insbesondere Uncle Boonmees verstorbene Gattin Huay. Diese Ausgangssituation gebraucht der Regisseur für ein bildgewaltiges, bisweilen hypnotisches Szenario, komponiert wie Tableaus in oftmals langen Einstellungen voller Rätsel und Magiegestalt in offener Form. Ein verschlungenes Epos, das glitzert wie ein Sternenhimmel in finsterer Nacht. „Goldene Palme“ als Bester Film / Cannes 2010.
Do., 30.12. - 19.00 UhrSa., 1.1. - 21.00 UhrSo., 2.1. - 21.00 UhrMo., 3.1. - 21.00 UhrMi., 5.1. - 19.00 Uhr
Der aktuelle Film
Moon
Moon
Großbritannien 2009 | Regie: Duncan Jones | 97 min. | digital | Sam Rockwell u.a. | Original mit deutschen Untertiteln.
Der Astronaut Sam Bell steht kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages mit ‚Lunar’. Er arbeitet auf dem Mond Selene, wo er alleine als Mechaniker den Abbau von Helium-3 überwacht. Dieses kostbare Gas soll der Energiekrise auf der Erde ein Ende bereiten. Die Einsamkeit hat ihm Zeit gegeben, sich Gedanken über die Fehler seiner Vergangenheit zu machen. Seinen Job führt er nur noch mechanisch aus und verbringt die meiste Zeit mit dem Gedanken an seine bevorstehende Rückkehr zur Erde. Aber zwei Wochen vor seiner Abreise beginnt Sam seltsame Dinge zu sehen und zu hören. Nachdem eine Routinekontrolle fürchterlich schief geht, entdeckt er, dass ‚Lunar’ ganz eigene Vorstellungen von seinem Verbleib hat ...
Sa., 20.11. - 21.00 UhrFr., 31.12. - 17.30 UhrMo., 31.1. - 19.30 UhrDo., 3.3. - 21.30 Uhr
Der aktuelle Film
The Doors – When you’re strange
The Doors – When you’re strange
USA 2009 | Regie: Tom DiCillo | 86 min. | 35mm | Original mit deutschen Untertiteln.
„People are strange, when you're a stranger, faces look ugly, when you're alone.“ Die Geschichte einer Band von ihrer Gründung 1965 bis zum Tod ihres Sängers 1971. Die Rede ist von The Doors, die Rede ist von Jim Morrison. Oliver Stone wurde nach seiner Verfilmung THE DOORS immer wieder gefragt, warum er nicht auf das so zahlreich vorhandene Archivmaterial zurückgegriffen habe. Zudem gibt es einige Live-Mitschnitte, hier nun aber folgt eine großartige, sehr persönlich gehaltene Dokumentation mit bisher ungesehenen Bildern, die Wahrheit von Mythos unterscheidet und damit die ungebrochene Faszination, die bis heute von der Band ausgeht, reinszeniert. Aus dem Off wird THE DOORS – WHEN YOU’RE STRANGE erzählt von Johnny Depp, u.a. auch ein bekennender Doors-Fan.
Fr., 31.12. - 19.30 UhrSa., 1.1. - 19.00 UhrSo., 2.1. - 19.00 UhrMo., 3.1. - 19.00 UhrMi., 5.1. - 21.15 Uhr
Medienforum Heidelberg e.V.
Kommunales Kino/ Aktive Medienarbeit
Marlene-Dietrich-Platz 3
69126 Heidelberg
Kartenreservierung: 06221 / 97 89 18
HOME
KARLSTORKINO
AKTIVE MEDIENARBEIT
ÜBER UNS
IMPRESSUM
DATENSCHUTZ