Bahnhofskinofest 30.6.und 1.7.: Im Karlstorkino fuhren die Züge durchgängig mehr als 24 Stunden
Das Konzept für unser erstes „Bahnhofskinofest“ ging auf: Bei sommerlichem Wetter war einer der Treffpunkte unserer Gäste draußen vor der großen Stummfilmleinwand in dem gemütlich mit Sofas, Teppichen, Stühlen und Tischen gestalteten Hof. Zum anderen begegnete man sich natürlich im Kino selbst, in das stilecht natürlich ein roter Teppich führte. Und so war der Kinosaal am Samstagabend bei der Eröffnung wie auch am Ende des Festes am Sonntagabend beim Abschlussfilm fast komplett besetzt. Selbst zwischen bester Bahnhofkino-Zeit zwischen vier und sechs Uhr morgens fanden sich noch zwischen 10 und 20 hartgesottene Cineasten ein, von denen sogar drei bis in den Nachmittag fast alle Filme sahen. Viele Besucher fanden sich dann wieder ab dem Sonntagvor- und nachmittag bei Kaffee und Croissants ein. Durchgängig herrschte während des gesamten Festes bei unseren Besuchern/innen wie auch bei unserem Karlstorkinoteam eine sehr entspannte Atmosphäre. Angetan von diesem Fest waren auch die Regisseure Rüdiger Suchsland, Philipp Hartmann, Gordian Maugg und Thomas Frickel, die zum Teil extra aus Berlin und Hamburg angereist waren, um ihre Filme zu zeigen, mit dem Publikum Gespräche zu führen und um unserem Kino ihre Unterstützung anzubieten. Vor allem Rüdiger Suchsland sprach sich kraftvoll und anerkennend für die Arbeit unseres Kinos und für seinen Standorterhalt aus. Positive Resonanz gab es auch von unseren zahlreichen Netzwerkpartnern, die sich bereit erklärt hatten, die einzelnen Filme vorzustellen wie die Universität Heidelberg, der Studentische Filmclub Heidelberg, das Collegium Academicum, der Deutsch-Französischen Kulturkreis oder das DAI Heidelberg.
Unser „Bahnhofskinofest“ zeigte –an diesem Wochenende verdichtet - die Qualität unseres Hauses: Ausgesuchte Filmkunst, anregende Filmgespräche, Begegnungen mit professionellen Filmemachern und Filmbegeisterten in einer angenehmen Atmosphäre, zentral erreichbar mitten in der Altstadt. Verstanden und getragen wurde auch die politische Botschaft, mit der wir bei diesem Fest an die Öffentlichkeit getreten sind: Wir wollen den Erhalt dieses Standortes für Heidelberg, wir wollen ein kommunales Kino mit zwei Spielstätten: eine in der Südstadt und die bisherige in der Altstadt.