Vortrag: Kulturelle Identität und Migration: Tradition oder Utopie?
So., 24.05.2009 / 18.00 Uhr Tikk-Theater- Karlstorbahnhof Einlass ab 17h30
Vortrag / Referent:
Jürgen Murad Berth
Kulturelle Identität und Migration: Tradition oder Utopie?
Wir sind alle Migranten! Diese Tatsache ist lediglich eine Frage der Perspektive und der Definition! Wanderungsbewegungen sind eine zeitlose Erscheinung der Menschheitsgeschichte - und kein Phänomen der Gegenwart. In maschinen betriebenen Fahrzeugen wird der Mensch im reinsten Sinne automobil. Technik beschleunigt Ort-Zeit Bezüge. Nationale Begrenzungen sind politische Erfindungen und können den Bewegungsdrang der nomadisierenden Menschheit nicht stoppen. Wanderungsbewegungen sind nur deshalb Aus- oder Einwanderungen, weil es machtmotivierte Grenzziehungen gibt: Politik macht Migrantinnen.
Jürgen Murad Berth, Lehrbeauftragter an der philosophischen Fakultät der Universität Mannheim und freier Journalist skizziert die herrschaftssichernde nationale Instrumentalisierung von Kulturen und Migrantinnen.
Lesung:
1920 - Reise in die Neue Welt - Tagebuch von Max Ungerer.
1920 wanderte Max Ungerer von Deutschland nach Chile aus. Zwei Jahre nach dem 1. Weltkrieg, in einer Zeit der wirtschaftlichen Depression beschloß er in die Neue Welt zu reisen um sich dort eine neue Zukunft aufzubauen. Reise in die Neue Welt - gelesen durch Achim Wirths, ehemaliger Schauspieler, Initiator der Kunst & Kultur Initiative in Edingen_Neckarhausen (KIEN)
In Zusammenarbeit mit Medienforum HD e.V., EWZ und KIEN