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Oktober 2003 |
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Kinoprogramm Oktober 2003 - Vorwort
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Eventuell bekommen Sie bei der Lektüre unseres Programms den Eindruck,
dass es dieses Mal ziemlich chaotisch zugeht. Nun ja, wir würden es
nicht gerade als chaotisch bezeichnen, aber kunterbunt ist es schon,
unser Oktoberprogramm. Das liegt in der Natur unserer Arbeit, denn wir
lieben die kinematographischen Randgebiete. Zum einen Länder, die im
deutschen Kino unterrepräsentiert sind, wie die Niederlande zum
Beispiel: "No Planes, no Trains" von Joe Stelling ist eine
´Bahnhofscafé-Story. Oder wir reisen in Gegenden, die gar nicht weit weg
genug sein können, und was ist weiter weg als der Kaukasus mit seinen
Männern? Dort drehte Stefan Tolz seinen sehr ästhetischen Dokumentarfilm.
Oder vielleicht doch lieber nach Italien. Wir werden mit Marco Colli
einen leibhaftigen italienischen Regisseur zu Gast haben. Er spricht mit
uns über einen Film, der von einem sorgenfreien Menschen handelt. Wer
möchte nicht wissen, wie das geht? Italienische Lebenskunst naturale.
Nachträglich zum Welttierschutztag am 4.10. widmen wir uns den
Lebewesen, die uns insgeheim schon immer fasziniert haben, den Insekten:
"Mikrokosmos" porträtiert die Krabbeltiere im Großformat, auf dass wir
erleben, zu was diese fähig sind. Es müssen nicht immer zweibeinige
Schauspieler sein, sie dürfen auch einmal tausend Füße haben.
Was aber wäre ein Programm von uns ohne Beiträge aus Südamerika und
Indien? So erlauben wir uns eine Nachlese zum diesjährigen CineLatino
und zeigen erneut zwei im Mai sehr beliebte Filme aus Argentinien,
ergänzt durch eine Heidelberger Premiere aus Mexiko. Darüber hinaus
präsentieren wir mit "Uttara" einen indischen Spielfilm, der genauso
ist, wie man sich ihn vorstellt. Sehr am Herzen liegt uns auch der
"Bengalische Abend" am 6.10. Mit einem Video porträtieren wir einen
unseren heimlichen Lehrmeister, der den Geist unseres Kommunalen Kinos
beflügelt hat und weiter beflügelt, den Dichter Alokeranjan Dasgupta.
Die Öffnung unseres Filmprogramms für Kino aus anderen Kontinenten,
nicht nur aus Indien, wäre ohne seinen sanften, aber stetigen Einfluss
undenkbar.
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