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Das Kino im Oktober
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Niederlande
Klassiker
Cinelatino spezial: Kinohighlights aus Lateinamerika
Kinoprogramm Oktober 2003 - Die Filme
Neues britisches Kino
All or nothing
All or nothing
Frankreich/Großbritannien 2002 | Regie: Mike Leigh | 128 min. | mit Timothy Spall, Lesley Manville, Alison Garland, James Corden, Ruth Sheen, Marion Bailey, Kathry Hunter | englisches Original mit deutschen Untertiteln.
Mike Leigh wurde dem internationalen Filmpublikum durch "Naked" bekannt, eine Symphonie der Trostlosigkeit. Weiterhin drehte er "Big Expectations oder "Secrets and Lies". In "All or Nothing" zeigt er erneut die Unterschicht. Das Leben der Familie Bassett in einem Hochhaus-Silo im Südosten Londons ist trübe. Die Eltern leben stumm nebeneinander her Die Kinder sind rotzfrech und dann auch noch zu dick. Bei den Nachbarn geht es nicht anders zu. Es regieren Flasche und Faust. Doch dann scheint sich am Elend der Bassetts etwas zu ändern, ein kleiner Silberstreif am Horizont, aber ist selbst er nicht trügerisch? Mit hartem Realismus und großartigen Schauspielern wie etwa Timothy Spall in der Rolle des Phil Bassett beweist Mike Leigh erneut seinen Rang als der zur Zeit profilierteste englische Regisseur.
Do., 25.09.03 - 22.00 Uhr
So., 28.09.03 - 22.00 Uhr
Mo., 29.09.03 - 19.30 Uhr
Di., 30.09.03 - 22.00 Uhr
Mi., 01.10.03 - 19.30 Uhr
Klassiker
Saló o le 120 giornate di Sodoma - 120 Tage von Sodom
Saló o le 120 giornate di Sodoma - 120 Tage von Sodom
Italien/Frankreich 1975 | Regie: Pier Paolo Pasolini | 117 min. | mit Paolo Bonacelli, Giorgio Cataldi, Umberto Paolo Quintavalle, Aldo Valetti, Caterina Boratto, Hélène Surgère | deutsche Fassung.
Die Republik von Sálo in Norditalien war am Ende des 2.Weltkriegs das letzte Refugium der Faschisten. Dorthin verlegte Pier Paolo Pasolini die Handlung von "Die 120 Tage von Sodom", dem Roman des Marquis de Sade. Vier ältere Herren entführen ausgesucht schöne Jungen und Mädchen auf ein Schloss, um sie dort, streng abgeschirmt von der Außenwelt, in einem Schreckenspiel der Höllenkreise zunächst sexuell zu missbrauchen und dann zu Tode zu foltern. ?Sálo o le 120 Giornate di Sodoma? blieb Pasolinis letzter Film, am 2. November 1975 wurde Pasolini ermordet, die Hintergründe sind bis heute nicht geklärt. Gerade dadurch bekam der Film etwas von einem Vermächtnis, zumal er voller Gewaltszenen ist, deren schockierende Wirkung bis heute ungebrochen anhält. Erst 1979 wurde er in Deutschland freigegeben, seitdem fristet er ein Dasein als Kultfilm, den man sich nicht ansehen kann, sich aber auszusetzen hat. Das behindert die Diskussion über Pasolinis bei vielen Sade-Experten umstrittene Deutung Sades als Vordenker des Faschismus oder sein hier filmisch bebildertes Credo, dass Kunst prinzipiell nichts zur Humanisierung beiträgt.
Do., 25.09.03 - 19.45 Uhr
So., 28.09.03 - 19.45 Uhr
Mo., 29.09.03 - 22.00 Uhr
Di., 30.09.03 - 19.45 Uhr
Mi., 01.10.03 - 22.00 Uhr
Niederlande
No Trains, no Planes
No Trains, no Planes
Niederlande 1999 | Regie: Joe Stelling | 100 min. | 35mm | mit Dirk van Dijck, Gene Bervoets, Ellen ten Damme, Katja Schuurman | niederländisches Original mit englischen Untertiteln.
Die Tragik-Komödie von Jos Stelling zeigt eine Kette von Ereignissen eines bestimmten Tages im Café Centraal. Es liegt am Bahnhofsplatz und ist für die meisten Leute nicht mehr als ein Ort, um auf den nächsten Zug zu warten, doch manche versuchen hier, einem Leben voller Kummer und leerer Illusionen zu entfliehen. Diese regelmäßigen Gäste bilden das Herz des Cafés, Einsame, die sich auf der Suche nach Wärme und Unterstützung einander zuwenden. Jede/r einzelne von ihnen hat eine eigene Geschichte. Als Gerard ankündigt, dass er nach Italien ziehen wird, findet das normale Leben ein abruptes Ende. Er möchte sich von all seinen Freunden im Café verabschieden: Von seiner Freundin Paula, vom Barmann Joop, von Joops Tochter Rietje und von vielen anderen. Auch seinen Bruder, den er seit 20 Jahren nicht gesehen hat, möchte er treffen. Zur Überraschung aller stellt sich heraus, dass Gerards Bruder der berühmte Schlagersänger Mario Russo ist. Der Tag wird ein unerwartetes Ende nehmen.
Do., 02.10.03 - 20.00 Uhr
Sa., 04.10.03 - 19.45 Uhr
So., 05.10.03 - 14.00 Uhr
So., 05.10.03 - 22.00 Uhr
Di., 07.10.03 - 20.00 Uhr
Mi., 08.10.03 - 19.00 Uhr
Dokumentarfilm
Am Rande der Zeit
Am Rande der Zeit
Deutschland 2002 | Regie: Stefan Tolz | 90 min.
Stefan Tolz dokumentiert das Leben im nördlichen Kaukasus aus der Perspektive seiner männlichen Bewohner. Er wählte dafür vier Drehorte: Das schneebedeckte Dorf Uschguli in den Höhen Swanetiens im Zentralkaukasus, aus dem alle jüngeren Bewohner abwandern, oder Batluch im Nordkaukasus, das nach dem Ende der Sowjetunion wieder islamisch geprägt ist. Dort wird der Waisenjunge Islam in einer Koranschule zum Muezin ausgebildet. Der "Ölfelsen" im Kaspischen Meer ist Relikt einstiger ehrgeiziger Industrialisierung. Die "Villa Freundschaft", ein ehemaliges Erholungszentrum für blinde Pensionäre steht ebenso beinahe vor der Schließung. An allen vier Orten scheint die Gegenwart geprägt von Melancholie und Fatalismus. Aus dieser Grundstimmung heraus gelangen dem Regisseur ausdrucksstarke, kontemplative Bilder. Er verzichtete auf Kommentar und lies nur die kaukasischen Männer sprechen. Dazu hat Stefan Tolz aber ein wenig lakonischen Humor in seine kaukasische Bilderwelt hineingewoben.
Do., 02.10.03 - 22.00 Uhr
Fr., 03.10.03 - 20.00 Uhr
Sa., 04.10.03 - 22.00 Uhr
Di., 07.10.03 - 22.00 Uhr
Giovanni Senzapensieri - Carefree Giovanni
Italien 1986 | Regie: Marco Colli | 97 min. | mit Sergio Castellitto, Eleonora Giorgi, Aldo Fabrizi | italienisches Original mit deutschen Untertiteln.
Der letzte Herzog einer Adelslinie, die im 15. Jahrhundert eng verbunden war mit der Familie Leonardo da Vincis, der "sorglose Giovanni", lebt zusammen mit zwei älteren Damen, die ihn umgarnen und mit Intrigen umspinnen. Sein einziger Trost ist der Aufenthalt auf der Dachterrasse seines Hauses, wo er die Welt betrachten und sich seinen Tagträumen hingeben kann. Er hat eine besondere Leidenschaft für die bezaubernde Claire von gegenüber entwickelt. Um seine Aufmerksamkeit zu zeigen, lässt er kleine Papierflugzeuge zu ihr hinübersegeln. Diese Flugzeuge jedoch sind aus Original-Manuskripten des berühmten Leonardo angefertigt. Könnte es sein, dass Giovanni der letzte Nachkomme des vor 400 Jahren verstorbenen Künstlers ist? Der Film, erstes Werk von Marco Colli, wurde in Cannes präsentiert; gewann den "Grand Prix" in Annecy und die "Freccia D'oro" in Tbilisi.

Anschließend wird eine Diskussion in Anwesenheit des Regisseurs stattfinden.
So., 05.10.03 - 20.00 Uhr
Bengalischer Abend: Alokeranjan Dasgupta - A Bridge Between Two Cultures
Indien 2003 | Regie: Suranjan Ray | 30 min.
Alokeranjan Dasgupta ist einer der bedeutendsten Dichter Bengalens. Der ehemalige Dozent des Südasien-Instituts lebt bei Heidelberg und feiert am 6.10. seinen siebzigsten Geburtstag. Viele, die bei ihm studierten, denken gern an die Zeit zurück, als er sie mit der Sprache und Literatur Bengalens bekannt machte. Das kontinuierliche Interesse an Indien, besonderes Merkmal der Arbeit unseres Heidelberger Medienforums, wäre ohne ihn undenkbar. Der Film von Suanjan Ray gibt jetzt Zeugnis von der außergewöhnlichen Persönlichkeit Alokeranjan Dasguptas. Er zeigt ihn im Gespräch mit bengalischen Schriftstellerkollegen und stellt prägende Szenen aus seiner Jugend nach. Vor allem jedoch porträtiert der Film Dasgupta als Meister der Kulturvermittlung, die Welt Tagores umarmt die Welt Goethes. Und natürlich hat der Dichter ausführlich Gelegenheit zum Rezitieren eigener Werke. Anschließend zeigen wir noch einen sehr stimmungsvollen und einfühlsamen Film zu Dasguptas großem Vorbild, dem Nobelpreisträger Rabindranath Tagore.
Mo., 06.10.03 - 20.00 Uhr
8 femmes - 8 Frauen
8 femmes - 8 Frauen
Frankreich 2002 | Regie: François Ozon | 103 min. | mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virgine Ledoyen, Danielle Darieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard | französisches Original mit deutschen Untertiteln.
Französische Provinz, abgelegenes großbürgerliches Landhaus. 8 Frauen kommen dort zusammen, um mit einem Mann, dem Hausherrn, Weihnachten zu feiern. Doch der ist bald tot, Messer im Rücken, pourquoi pas! Tochter Catherine ermittelt. Wer war's? Es gibt eine Überraschung! "Wie wilde Löwinnen in der Arena" lies François Ozon 8 der prominentesten Schauspielerinnen Frankreichs aufeinander los, auf dass sie Gelegenheit haben zu Masken- und Machtspiel. Der Gewinner war auf jeden Fall der Regisseur, er riskierte eine leichte Kriminalkomödie, zitierte dabei ausführlich berühmte Vorbilder und hatte keine Angst vor dem Boulevard, "Genuss ohne Reue" (epd Film). "8 femmes" machte François Ozon populär. Der Lieblingsfilm der Berlinale gefiel auch vielen Heidelbergerinnen. Encore une fois!
Do., 09.10.03 - 19.45 Uhr
Sa., 11.10.03 - 19.45 Uhr
So., 12.10.03 - 14.00 Uhr
So., 12.10.03 - 22.00 Uhr
Mo., 13.10.03 - 19.45 Uhr
Di., 14.10.03 - 22.00 Uhr
Mi., 15.10.03 - 20.00 Uhr
Klassiker
Sylvia Scarlett
Sylvia Scarlett
USA 1936 | Regie: George Cukor | 97 min. | mit Katharine Hepburn, Edmund Gwenn, Brian Aherne, Cary Grant | deutsche Fassung.
Ein glückloser Kleinganove flieht zusammen mit seiner Tochter auf einem Dampfer aus Frankreich. An Bord treffen sie einen jungen und charismatischen Spieler, der die beiden davon überzeugt, einmal ein großes Ding zu drehen, damit alle drei endlich zu Geld kommen. So versucht man es eben zu dritt, bleibt aber trotzdem erfolglos. Es bleibt nur die ehrliche Arbeit als Alternative. Hollywood Star-Regisseur George Cukor ("Die Kameliendame", "Das Haus der Lady Alquist", "A Star is born", "Machen wir's in Liebe") inszenierte mit diesem frühen Werk eine elegante Gauner- und Abenteuerkomödie mit Wortwitz, in der die noch recht junge Katherine Hepburn bereits brillieren konnte.
Fr., 10.10.03 - 20.00 Uhr
So., 12.10.03 - 20.00 Uhr
Di., 14.10.03 - 20.00 Uhr
Mi., 15.10.03 - 22.00 Uhr
Dokumentarfilm
Mikrokosmos
Mikrokosmos
Frankreich 1996 | Regie: Claude Nuridsany und Marie Pérennou | 80 min.
Das Leben der Insekten ist kein Kampf ums Dasein, nein, es gleicht dem der Schauspieler auf der Bühne. Alle Tragik, alles Lachen; die kleinen Tiere, sie kennen es gut. Das Regieteam Claude Nuridsany und Marie Pérennou durchstreifte an einem idyllischen Sommertag eine Wiese, auf der sich alles tummelt, Käfer, Würmer, Libellen, Raupen und Schmetterlinge. Sie alle erscheinen in Großaufnahme, die Geräusche, die sie machen, wenn sie krabbeln und schwirren, fressen und fressen, wurden dann im Studio effektvoll nachvertont. Man merkt, die Wiese ist keine Wiese, sie ist eine Parallelwelt voller Attraktionen. Inspiriert wurden wir vom Karlstorkino, diesen spektakulären Film endlich auch einmal bei uns zu zeigen, durch die vielen lieben Kerb- und Kleintiere, die in unseren Mauern ihr Dasein fristen.
Do., 16.10.03 - 20.00 Uhr
Do., 16.10.03 - 22.00 Uhr
Fr., 17.10.03 - 20.00 Uhr
So., 19.10.03 - 14.00 Uhr
So., 19.10.03 - 22.00 Uhr
Di., 21.10.03 - 22.00 Uhr
Uttara
Uttara
Indien 2000 | Regie: Buddhadeb Dasgupta | 99 min. | bengalisches Original mit deutschen Untertiteln.
Die Freunde Balaram und Nemai leben in Bengalen und arbeiten dort als Bahnwärter. Ihr Hobby ist der Ringkampf. Dann aber kriegen die beiden Streit, weil Balaram Uttara heiratet. Ihre Situation wird noch schlimmer als religiösen Fundamentalisten den Priester töten, der sich so sehr um die Gemeinde gekümmert hat und seine Kapelle in Brand stecken. Uttara muss hilflos zusehen. Das klingt alles recht düster, aber "Uttara" ist ein Film über die Fähigkeit der Menschen, von einer besseren Welt zu träumen. Buddhadeb Dasgupta, Jahrgang 1944, wurde dem europäischen Publikum mit "Charachar" (Der Vogelfänger) bekannt. Er arbeitete als Dokumentar- und Fernsehfilmer ebenso wie als Schriftsteller. "Uttara" fand bei der Kritik große Beachtung: "Die Außergewöhnlichkeit von "Uttara" liegt in der doppelten Botschaft: Parabelhaft erzählt der Film von menschlicher Selbstversessenheit, Intoleranz und religiösem Fanatismus; gleichzeitig entwirft er in der Bildsprache eine Gegenwelt, so luftig und verträumt wie im Märchenland", urteilte etwa das Schweizer Magazin züritipp.
Sa., 18.10.03 - 20.00 Uhr
So., 19.10.03 - 20.00 Uhr
Mo., 20.10.03 - 19.00 Uhr
Di., 21.10.03 - 20.00 Uhr
Mi., 22.10.03 - 19.00 Uhr
Cinelatino spezial: Kinohighlights aus Lateinamerika
Tan de repente - Aus heiterem Himmel
Tan de repente - Aus heiterem Himmel
Argentinien 2002 | Regie: Diego Lerman | 90 min. | 35mm | mit Tatiana Saphir, Carla Crespo, Veronica Hassan, Beatriz Thibaudin | spanisches Original mit deutschen Untertiteln.
Nach einem Motiv aus dem Roman "La Prueba" des argentinischen Schriftstellers César Aira drehte Diego Lerman einen Film, darüber, was einem passieren kann, wenn man plötzlich mit seinen intimen Wünschen, deren Erfüllung man sich bisher versagt hat, konfrontiert wird. So scheint es jedenfalls Marcia zu ergehen. Sie ist dick und träge, sitzt dazu noch ihre Arbeitszeit in einem Dessous-Geschäft ab. Ihr Horoskop verspricht ihr zwar in Sachen Liebe leidenschaftliche Eruptionen, aber zunächst macht sie zu Hause bloß Gymnastik und sitzt einsam vor dem Fernseher. Doch dann geschieht es. Zwei lesbische Punkerinnen, die sich Mao und Lenin nennen, werden auf Marcia aufmerksam. Sie gehen ihr nach und stellen sie mitten auf der Straße: "Willst du vögeln ?" "Tan de repente" war ob der Story und der Situationskomik einer der beliebtesten Filme unseres diesjährigen Cine-Latino-Festivals.
Do., 23.10.03 - 20.00 Uhr
Sa., 25.10.03 - 20.00 Uhr
So., 26.10.03 - 14.00 Uhr
So., 26.10.03 - 22.00 Uhr
Mo., 27.10.03 - 19.00 Uhr
Di., 28.10.03 - 22.00 Uhr
Mi., 29.10.03 - 20.00 Uhr
Cinelatino spezial: Kinohighlights aus Lateinamerika
Un dia de suerte - Ein Glückstag
Un dia de suerte - Ein Glückstag
Argentinien/ Spanien/Italien | Regie: Sandra Gugliotta | 94 min. | 35mm | mit Valentina Bassi, Fernán Mirás, Darío Vittori | spanisches und italienisches Original mit deutschen Untertiteln.
Buenos Aires am Ende des Jahres 2000: es gibt keinen Strom mehr, nachts ist die Lage in den Städten gespenstisch, tagsüber demonstriert das Volk gegen die Regierung, wütend schlägt es auf Kochtöpfe ein, Argentinien steht vor dem Bankrott. In diesem Land schlägt sich die 25jährige Elsa mit schlecht bezahlten Jobs durchs Leben. Aber sie will weg. Am liebsten nach Italien, denn dort lebt Cándido, der Mann, in den sie sich spontan verliebt hat. Und dazu ist Italien das Land, von dem einst ihr anarchistischer Großvater nach Argentinien auswanderte. Elsas Freunde raten ihr von der Reise ab, aber sie haben dabei ihre eigenen Interessen. Elsa kratzt die letzten Pesos für ein Flugticket zusammen und schafft es immerhin bis nach Palermo. Dort heißt sie aber der so sehr geliebte Cándido alles andere als herzlich willkommen. Sandra Gugliottas Spielfilmdebüt gefiel vor allem durch seine atmosphärische Dichte und dem quirligen jugendlichen Temperament der Hauptdarstellerin.
Do., 23.10.03 - 22.00 Uhr
Fr., 24.10.03 - 19.45 Uhr
So., 26.10.03 - 20.00 Uhr
Di., 28.10.03 - 20.00 Uhr
Mi., 29.10.03 - 22.00 Uhr
Cinelatino spezial: Kinohighlights aus Lateinamerika
Japón
Japón
Mexiko/Spanien 2002 | Regie: Carlos Reygadas | 122 min. | mit Alejandro Ferretis, Magdalena Flores, Yolanda Villa, Luis Martín Serrano, Rolando Hernández, Bernabé Pérez, Carlos Reygadas Barquín | spanisches Original mit deutschen Untertiteln.
Ein namenloser Mann hinkt durch das mexikanische Hochland, auf einer Reise, die seine letzte sein soll. Er hasst sich und hat genug vom Leben. Er sucht die Einsamkeit der Berge, um sich auf den Tod vorzubereiten. In einem kleinen Dorf findet er Unterschlupf bei Ascen, einer alten Witwe, die etwas abseits in einer Steinhütte lebt. Ihr Neffe jedoch will sie aus der Hütte vertreiben. Vorsichtig entwickelt sich zwischen dem Mann und Ascen eine Beziehung. Gleichzeitig kämpft er jedoch mit seinem Drang nach Selbstzerstörung und seinen Gefühlen für Ascen und dem Wunsch, ihr zu helfen. Der Filmkritiker von "Le Monde" schrieb über Japón: "Der schönste Film des Jahrhunderts." Auch wenn es ein wenig übertrieben klingt, so muss ja doch etwas dran sein.
Do., 30.10.03 - 19.30 Uhr
Sa., 01.11.03 - 19.30 Uhr
So., 02.11.03 - 14.00 Uhr
Mo., 03.11.03 - 19.30 Uhr
Di., 04.11.03 - 22.00 Uhr
Mi., 05.11.03 - 19.30 Uhr
Die Medienkunstrolle
Die Medienkunstrolle
Deutschland | Regie: verschiedene Regisseure | 80 min.
Videokunst für ein interessiertes Publikum: Der SWR Baden-Baden und das Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe haben aus dem Archiv des Internationalen Medienkunstpreises 18 beispielhafte Kunstvideos ausgewählt. Ein internationaler Überblick von den 90ern bis heute. Kleine Kunststücke mit Farbbalken bilden den roten Faden zwischen den einzelnen Beiträgen. Zum Programm gehören etwa. "Why I never became a Dancer" von Tracey Emin, "Tänään/Today" von Eia-Lisa Ahtila, "Canon. Taking to the Street" von Dara Birnbaum, "Akt: Inge für Franz"von Hartmut Jahn, "Rdeci Celjcki/ red Shoes" von Marina Grzinic/Aina Smid.
Fr., 31.10.03 - 20.00 Uhr
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