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prämiertes Kurzfilmprogramm |
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Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs - Programm I
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Deutschland 2004 | Regie: verschiedene | ca. 84 min.
Abhaun!>
Regie: Christoph Wermke Drehbuch: Ulrike Zinke und Christoph Wermke Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie, Berlin Länge: 11 min. Genre: Spielfilm
Auch ein tristes ostdeutsches Provinznest macht einem jungen Mann das Weggehen schwer. "Abhaun!" legt mit sachlicher Dramaturgie, kurzen und überzeugenden Dialogen die menschliche Intensität des Alltags junger Leute in dieser Umgebung frei: Ihre Suche nach Zärtlichkeit und Lebenschancen, ihre Art, Konkurrenzen auszutragen und Entscheidungen zu fällen. Die Darsteller überzeugen durch Sensibilität und Direktheit; sie repräsentieren Leben und Beziehungsfähigkeit. Die selbstverständliche Leichtigkeit des Films, seine Absage an Larmoyanz und Pathos und sein Beispiel, den Realitäten ins Auge zu sehen, machen ihn zu einem nachhaltigen Erlebnis.
Zur Zeit verstorben
Regie und Drehbuch: Thomas Wendrich Produktion: IT WORKS!, Berlin Länge: 17 min. Genre: Spielfilm
Die Verwirrungen eines alten Mannes überschreiten die Grenzen der Verträglichkeit. Es kommt zu einem Streit mit seiner Tochter und der alte Mann macht sich unbeirrt auf seine letzte Reise, über die Felder zum Dorfplatz, zu seinen ebenfalls hoch betagten Freunden. Dann setzt er sich in einen Bus. Dem Regisseur ist es gelungen, Altersverwirrung und das darin liegende Konfliktpotential zugespitzt und in größter Konzentration zu erzählen und doch den Figuren ihre menschliche Würde zu lassen. Vier wunderbare Schauspieler (Michael Gwisdek, Marie Gruber, Fritz Marquardt, Paul Schulz) führen Verwirrung und Überdrehung in glaubhafte Normalität zurück und man bekommt so das Gefühl, dass diese letzte Reise in Ordnung ist. In seiner überhöhten Komik besticht dieser Film durch Einfachheit.
Im Labyrinth
Regie: Barbara Miersch Drehbuch: Barbara Miersch, Vanuhi Vahanyan, Petra Mistry Produktion: Cinnamon Film in Zsarb. mit der Hochschule für Fernsehen und Film sowie Wiedemann & Berg Filmproduktion, München Länge: 24 min. Genre: Spielfilm
Zwei Freundinnen, Fanny und Rike, treffen sich nach längerer Zeit, um sich über ihre Freuden und Leiden auszutauschen. Fanny leidet regelmäßig unter Panikattacken, die sie erfolgreich vor ihrer Freundin geheim zu halten versucht. Durch kraftvolle Bilder und einen rigorosen Schnitt bleibt dem Zuschauer nichts anderes übrig, als die Angstanfälle von Fanny mitzuerleben. Die authentische filmische Vermittlung und die hervorragende Verkörperung der Fanny durch Jessica Schwarz lassen keine Chance zum Entrinnen. Barbara Miersch vermag mit "Im Labyrinth" in einem sich bis zum dramatischen Finale immer weiter zuspitzenden Thriller in jeder der 24 Minuten zu fesseln.
Living a beautiful life
Regie, Drehbuch und Produktion: Corinna Schnitt, Köln Länge: 13 min. Genre: Dokumentarfilm
Das Video beschreibt eine glückliche Welt äußerst präzise, zeigt die Kulmination aller erträumten Sehnsüchte unserer Gesellschaft und entwirft dadurch eine groteske Scheinwelt.
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Fr., 01.07.05 - 19.30 Uhr Mo., 04.07.05 - 21.30 Uhr
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prämiertes Kurzfilmprogramm |
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Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs - Programm II
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Deutschland 2004 | Regie: verschiedene | ca. 86 min.
Full Stopp
Regie, Drehbuch und Produktion: Caspar Arnhold, Frankfurt/Main Länge: 5 min.
Ein kaltes und dunkles Meer von Wolkenkratzern in einer unbekannten Metropole. Menschen rennen entlang Spiegel verglaster Hochhäuser durch die Strassen und haben keine Zeit, ein Wort miteinander zu wechseln. Sie nehmen sich allenfalls durch kurze Blickkontakte im Vorbeilaufen wahr. Raum und Zeit verschwimmen zwischen Fassaden und im Regen, der die düstere Unwirtlichkeit der Lebensumstände noch verstärkt. Einige der Passanten scheinen daher auch ihren Lebensmut verloren zu haben.
Trumpet for love
Regie, Drehbuch und Produktion: Carsten Aschmann, Hannover Länge: 5 min. Genre: Spielfilm
In einer kargen Wohnung liegt vor einem Mann auf dem Tisch eine Trompete. Sorgfältig baut er das Instrument auseinander, reinigt die verschiedenen Teile und setzt die Trompete wieder zusammen. Er beginnt eine Melodie zu spielen. In ungewöhnlichen Perspektiven gelingt es dem Film, die Liebe zur Musik als eine höchst konzentrierte, gleichsam "heilige Handlung" erscheinen zu lassen. Der Musiker und sein Instrument repräsentieren eine Lebenseinstellung, die im Spiel eine andere Welt jenseits der alltäglichen Aufgaben und Belastungen signalisiert. Und in der aufmerksamen Reinigung des Instrumentes wird die Hingabe erkennbar, die sowohl in der Kunst wie im Leben dringend gebraucht wird.
True
Regie und Drehbuch: Tom Tykwer Produktion: X Filme Creative Pool GmbH, Berlin Länge: 11 min.
Wie kann der blinde Thomas (Melchior Beslon) bei seiner Freundin, der Schauspielerin Francine (Natalie Portman), unterscheiden, ob sie eine Rolle einstudiert oder sich gerade in einem intensiven Gespräch mit jemand anderem befindet? Und auf welche Weise kann sie wissen, was er als Blinder wahrnimmt? Ihre Liebe verlangt eine besondere Sensibilität für den anderen, für seine Gefühle, seine Tonlage, seine Wahrnehmung. Immer wieder fällt es Thomas schwer, Francine in ihrer Arbeit als Schauspielerin zu begreifen. Wie im Zeitraffer fliegt ihre Liebe durch die Straßen und Plätze von Paris. Ständig sind ihre Augen und Ohren scheinbaren Täuschungen ausgesetzt, die ihre Liebe in Frage stellen.
3,48 EUR/min.
Regie, Drehbuch und Produktion: Michel Klöfkorn, Frankfurt/Main Länge: 5 min.
Als "eine sympathische Apokalypse im Supermarkt" wurde "3,48 EUR/min." des in Frankfurt/M. lebenden Filmemachers Michel Klöfkorn bezeichnet. Zufriedene Kunden schieben lässig ihre Einkaufswagen durch den Supermarkt. Auf dem Rüdesheimer Ausflugsdampfer ordnen Senioren ihre Tablettensortimente bei Kaffee und Kuchen. Managerinnen geben sich hinter dem Steuer von Luxuslimousinen Yogaübungen hin. Unsere moderne Welt scheint in Ordnung zu sein, bis eine bunte, eine sehr lebendige "Apokalypse" den Zuschauer überrascht.
Lucia
Regie und Drehbuch: Felix Gönnert Produktion: Felix Gönnert, Berlin in Co-Produktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", Potsdam Länge: 8 min. Genre: Animationsfilm
Die Anwendung digitaler Animationstechniken dient hier zur feinfühligen und sinnlichen Schilderung der Krankheitsgeschichte eines kleinen Mädchens.
Nome road system
Regie, Drehbuch und Produktion: Rainer Komers, Mülheim a.d. Ruhr Länge: 26 min.
Der Dokumentarfilmer Rainer Komers hat die Trilogie "Erdbewegung" erstellt, ein Epos über drei Strassen, eine in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, eine in Alaska und eine in Indien. Wie die Sätze einer Symphonie, sagt Komers selbst, steht jeder Teil für sich allein, und zusammen ergeben sie ein Ganzes. Während der erste Teil von einem hoch industrialisierten Landstrich in Deutschland, der Bundesstraße "B 224" handelt, erzählt "Nome Road System", der zweite Teil des Projekts, über den Spätsommer in Nome Country, einer arktischen, kaum industrialisierten und nur dünn besiedelten Region.
Die Daumendreher
Regie und Drehbuch: Alexandra Gulea Produktion: Ciulei Films, München in Co-Produktion mit der Hochschule für Fernsehen und Film, München Länge: 45 min. Genre: Dokumentarfilm
Drei Filme ("Die Daumendreher", "Tarifa Traffic" und "Die Schläfer") sind nach Auffassung der Mitglieder der Jury gleichermaßen für den Sonderpreis qualifiziert. Diese drei Dokumentarfilme spiegeln auf bemerkenswerte Art wichtige gesellschaftliche und politische Fragestellungen wider. Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten des Films "Die Daumendreher" aus wegen seiner sensiblen Annäherung an Menschen am Rande der Gesellschaft, ohne dem Versuch zu erliegen, vorschnell über ihre Lebensumstände zu urteilen.
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Fr., 01.07.05 - 21.30 Uhr Mo., 04.07.05 - 19.30 Uhr
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Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums Heidelberg-Premiere |
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Omulaule heißt schwarz
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Deutschland 2003 | Regie: Beatrice Möller, Nicola Hens, Susanne Radelhof | 66 min.
Nach dem Zusammenbruch der DDR mussten zahlreiche Kinder aus Namibia, die einst in die DDR gebracht wurden, wieder zurück in eine ihnen fremde Heimat. Sie nennen sich "Omulaule". Das ist Oshiwambo und bedeutet schwarz. Aber von den schwarzen Einheimischen sind sie immer noch Deutsche, nur damit sie für die dortigen Weißen wiederum schwarz sind. Allen Omulaule ist gemeinsam, dass sie nach einem Halt in ihrer zerrissenen Biographie suchen. "Wir sind wenigstens in einem Staat groß geworden, den es nicht mehr gibt" meinen einige von ihnen. Ein Team der Bauhaus-Uni Weimar hat sie dokumentiert.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit dem Kurzfilm "Kalkheim", in dem fünf passionslose Begebenheiten in einer ganz gewöhnlichen Reihenhaussiedlung erzählt werden. Fünf kurze Geschichten von kalkköpfigen Wesen, die für einen Augenblick aus Ihrem Anwender-Dasein gerissen werden, um dann unverändert dorthin zurückzukehren. Leise geflüsterte Bekenntnisse zu den Absurditäten des Alltags in einer zur Fassade erstarrten Warenwelt.
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Do., 30.06.05 - 21.30 Uhr Sa., 02.07.05 - 19.30 Uhr So., 03.07.05 - 21.30 Uhr Di., 05.07.05 - 19.30 Uhr
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Kino aus den neuen EU-Ländern Heidelberg-Premiere |
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Selestenje - Rustling Landscapes
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Slowenien 2002 | Regie: Janez Lapajne | 90 min. | mit Barbara Cerar, Rok Vihar, Gregor Zorc, Masa Derganc u.a. | slowenisches Original mit englischen Untertiteln.
Weil er unglücklich darüber ist, wie seine Freundin Katarina ihn behandelt, fährt Luka aufs Land. Sie folgt ihm in der Hoffnung, ihre Beziehung zu klären. Trotz der Schönheit und der Ruhe der sie umgebenden Landschaft kommt es zum Streit und ihre Krise verschärft sich. Als Katarina sich mit dem unbeschwerten Soldaten Primos anfreundet, eröffnet sich für sie eine neue Perspektive. Doch es kommt anders als erwartet. Letztlich müssen sich alle drei entscheiden, wie sie ihr Leben führen möchten. "Selestenje" ist der erste Spielfilm eines der erfolgreichsten Repräsentanten der Ljubljana Film Academy (AGRFT). Lapajne arbeitet sehr eng mit seinen Schauspielern zusammen, das Drehbuch von "Rustling Landscapes? basiert auf Improvisation.
Auszeichnungen: Festival of Slovenian Film 2002: bester Film, bester Schauspieler (Gregor Zorc), Kritikerpreis, Publikumspreis; Montréal World Film Festival 2002: Section World Cinema: Reflections of Our Time.
Wir zeigen "Selestenje" gemeinsam mit dem international prämierten Kurzfilm
(A)torzija - (A)torsion
Slowenien 2002, Regie: Stefan Arsenijevic, 15 min., mit Davor Janjic, Amir Glamcak, Emina Mutic, Mirjana Sajinoic, u.a., slowenisches Original mit englischen Untertiteln
Während der Belagerung Sarajevos zwischen 1992 und 1995 war ein heimlich unter der Rollbahn des Flughafens gegrabener Gang für viele die einzige Verbindung zur Außenwelt.
Der "Tunnel", wie das Bauwerk im Volksmund genannt wurde, erinnerte dabei eher an einen Abwassergraben. Er erlebte viele traurige Geschichten. Für einen Chor war der Tunnel einmal die letzte Möglichkeit, um die eingeschlossene Stadt für eine Europatournee verlassen zu können.
Auszeichnungen: Goldener Bär für besten Kurzfilm auf der Berlinale 2003, Europäischer Filmpreis für besten Kurzfilm 2003, Oscar-Nominierung für besten Kurzfilm 2004
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Sa., 02.07.05 - 21.30 Uhr So., 03.07.05 - 19.30 Uhr Di., 05.07.05 - 21.30 Uhr Mi., 06.07.05 - 19.30 Uhr
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Ciné Club des deutsch-französischen Kulturkreises Heidelberg-Premiere |
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Wild Side
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Frankreich 2004 | Regie: Sébastien Lifshitz | 94 min. | mit Stéphanie Michelini, Edouard Nikitine, Yasmine Belamdi u.a. | französisches Original mit deutschen Untertiteln.
Paris. Wild, pulsierend und kalt. Das ist die Welt von Stéphanie. Ihr Leben als Prostituierte ist eintönig, bis eines Tages ein Anruf alles verändert und die Gleichgültigkeit durchbricht. Ihre Mutter ist krank und braucht Hilfe. Stéphanie kehrt zurück in ihre Kindheit, in die raue und einsame Landschaft von Nordfrankreich. Hier war sie Pierre, hier verlor sie Vater und Schwester. Und hier verschwand die Liebe zu ihrer Mutter. An Stéphanies Seite ist Djamel, der Gelegenheitsstricher auf der Suche nach Anerkennung und Geborgenheit und Mikhail, ein Ex-Soldat, der die Schrecken des Krieges nicht vergessen kann. Sie führen eine Liebe zu dritt. Sie brauchen sich, denn die Zeit, die jetzt anbricht, stellt alle auf eine harte Probe. "Wild Side" blickt nach vorne und gleichzeitig zurück. Man verharrt mit den Charakteren und verfängt sich in ihren Gedanken. So nimmt Regisseur Sébastien Lifshitz den Zuschauer mit auf eine Reise der Hoffnungen und Wünsche, die im Leben enden wird.
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Do., 07.07.05 - 19.30 Uhr Fr., 08.07.05 - 21.30 Uhr Sa., 09.07.05 - 19.30 Uhr So., 10.07.05 - 21.30 Uhr Mo., 11.07.05 - 19.30 Uhr Di., 12.07.05 - 21.30 Uhr Mi., 13.07.05 - 19.30 Uhr
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Europa-Trilogie von Lars von Trier |
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Epidemic
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Dänemark 1988 | Regie: Lars von Trier | 106 min. | mit Svend Ali Hamann, Claes Kastholm Hansen, Udo Kier, Gitte Lind, Susanne Ottesen u.a. | englisches Original mit deutschen Untertiteln.
Die Wirklichkeit überbietet jede Schreckensphantasie. Dies müssen zwei junge Filmemacher erfahren, als sie ein Drehbuch schreiben, das von einer Epidemie handelt, die durch die Auswüchse heutiger moderner Wissenschaft verursacht wird. Dabei bemerken sie mit Entsetzen, dass es um sie herum immer mehr alarmierende Anzeichen einer tatsächlich ausgebrochenen Epidemie gibt. Lars von Trier, dessen zweiter Teil seiner Amerika-Trilogie soeben in Cannes Premiere hatte, gelang es im zweiten Teil seiner Europa-Trilogie, die beklemmende Ersetzung der Fiktion durch die Realität mittels einer kunstvoll stilisierten Atmosphäre so aufzuladen, dass eine unterschwellige Spannung erzeugt wird, der man sich nicht mehr entziehen kann.
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Fr., 08.07.05 - 19.30 Uhr Sa., 09.07.05 - 21.30 Uhr So., 10.07.05 - 19.30 Uhr Mo., 11.07.05 - 21.30 Uhr Di., 12.07.05 - 19.30 Uhr Mi., 13.07.05 - 21.30 Uhr
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Naher Osten Heidelberg-Premiere |
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Lakposhtha hâm parvaz mikonand - Schildkröten können fliegen
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Iran/Irak 2004 | Regie: Bahman Ghobadi | 98 min. | mit Soran Ebrahim, Avaz Latif, Saddam Hossein Feysal, Hiresh Feysal Rahman u.a. | irakisches Original mit deutschen Untertiteln.
Man nennt ihn "Satellit". Er ist dreizehn Jahre alt, selbstbewusst und Anführer einer Jugendbande kurdischer Flüchtlingskinder. Sie leben davon, Landminen zu suchen und weiter zu verkaufen. Es gibt viele Unfälle dabei, viele Kinder im Lager sind darum verstümmelt. Als dorthin das geheimnisvolle Mädchen Agrin kommt, verliebt sich Satellit in sie. Als später Agrins blinder Bruder Digah auf einem Minenfeld herumirrt, wird er von Satellit unter Lebensgefahr gerettet. Im ersten irakischen Spielfilm seit 26 Jahren erzählt Bahman Ghobadi, berühmt durch "Zeit der trunkenen Pferde", mit Laiendarstellern seine Geschichte bei aller Tragik so poetisch wie liebevoll.
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Do., 14.07.05 - 19.30 Uhr Fr., 15.07.05 - 21.30 Uhr Sa., 16.07.05 - 19.30 Uhr So., 17.07.05 - 19.30 Uhr Mo., 18.07.05 - 21.30 Uhr Di., 19.07.05 - 19.30 Uhr Mi., 20.07.05 - 21.30 Uhr
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britisches Kino Heidelberg-Premiere |
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Following
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Großbritannien 1998 | Regie: Christopher Nolan | Christopher Nolan min. | 70 | mit Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell, John Nolan, Dick Bradsell, Gillian El-Kadi, Jennifer Angel, Nicolas Carlotti, Darren Ormandy, Guy Greenway, Tassos Stevens, Tristan Martin u.a. | englisches Original mit deutschen Untertiteln.
Regisseur Christopher Nolan, Jahrgang 1970, wurde bekannt durch die Filme "Memento" und "Insomnia". Noch davor drehte er "Following", ein Film Noir, an dem er nur an Wochenenden arbeiten konnte, bei dem die Wohnungen von Freunden als Sets benutzt werden mussten und für den er darum ein ganzes Jahr brauchte. In "Following" geht es um Bill, ein verhinderter Schriftsteller, der sowohl aus Langeweile wie auch aus Neugier beginnt, andere Leute zu verfolgen und sie für einige Stunden zu beobachten. Alles geschieht dabei ohne besondere Absicht, aber mit steigender Obsession. Dann trifft er Cobb, der sich als Einbrecher ausgibt, bei seinen Raubzügen aber vor allem Lust hat, sich in fremden Wohnungen aufzuhalten. Bill ist davon fasziniert und macht mit ihm gemeinsame Sache. Der Zuschauer wird dabei vom Geschehen so irritiert wie miteinbezogen, mal weiß er mehr als die Hauptfigur, mal weniger, es gibt keine lineare Erzählung, sondern einzelne Handlungssplitter, dazu mittels Handkamera ungewohnte Blicke über Londons Dächer und in seine Hinterhöfe. Man merkt dabei schnell, hier offenbart sich ein Künstler-Talent.
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Do., 14.07.05 - 21.30 Uhr Fr., 15.07.05 - 19.30 Uhr So., 17.07.05 - 21.30 Uhr Mo., 18.07.05 - 19.30 Uhr Di., 19.07.05 - 21.30 Uhr
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Die Aktive Medienarbeit des Medienforum präsentiert |
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Heidelberger Filmabend
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Die Filmwerkstatt des Medienforums veranstaltet regelmäßig ein Kinoerlebnis besonderer Art: der Heidelberger Filmabend. Bereits zum 11. Mal hat die Aktive Medienarbeit des Medienforums dem Publikum die vielversprechenden Werke junger FilmemacherInnen und MedienkünstlerInnen aus der Stadt Heidelberg sowie der Region Rhein-Neckar präsentiert. Ursprünglich gedacht zur Präsentation der Filmarbeiten aus dem eigenen Haus, wurde dieses Event rasch zu einem wichtigen Diskussionsforum für die Nachwuchsfilmemacher der Region, das rege Resonanz sowohl von Seiten der jungen Filmemacher als auch der Presse und der Zuschauer erfährt.
Nähere Infos zum Programm in Kürze.
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Mi., 20.07.05 - 19.30 Uhr
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Der Dokumentarfilm des Monats Heidelberg-Premiere |
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Die Mitte
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Deutschland 2004 | Regie: Stanislaw Mucha | 85 min.
Bei allem Eurozentrismus, Europa ist niemals der Nabel der Welt, aber es gibt doch wohl in diesem wundervollen Erdteil eine Mitte. Aber wo? Gleich ein Dutzend Orte im Umkreis von nicht weniger als zweitausend Kilometern beanspruchen, das Zentrum zu sein. Anreiz für den polnischen Regisseur Stanislaw Mucha, sich mit seinen Mitarbeitern auf eine Odyssee zu begeben und die Orte der Reihe nach aufzusuchen. Man mag sich vorstellen, die Fahrt kreuz und quer durch den Kontinent wurde zwangsläufig kurzweilig, vielleicht burlesk oder auch tragikomisch, auf jeden Fall kam heraus, Europa ist ein mit Mitten übersäter Erdteil, also ab durch die Mitte.
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Do., 21.07.05 - 19.30 Uhr Do., 21.07.05 - 21.30 Uhr Mo., 25.07.05 - 19.30 Uhr Mo., 25.07.05 - 21.30 Uhr
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italienisches Kino Heidelberg-Premiere |
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La Meglio Gioventu - Teil I - Die besten Jahre - Teil I
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Italien 2003 | Regie: Marco Tullio Giordana | ca. 183 min. min. | mit Luigi Lo Cascio, Alessio Boni, Adriana Asti, Sonia Bergamasco u.a. | italienisches Original mit deutschen Untertiteln.
Die Zeit der Jugend, und man mag sie dabei verlängern so weit man will, sollen doch die besten Jahre sein. Zumindest erlebt man darin alles um einen herum besonders intensiv und das ist sicher gut. Darauf bezieht sich auch Marco Tullio Gioradanas italienische Variante. Ursprünglich als Fernsehserie konzipiert, dann in einer sechsstündigen Filmfassung realisiert, beginnt das Zeitgeschichtsepos im Jahr 1966. Die Brüder Nicola und Matteo stehen in "Die besten Jahre" im Mittelpunkt, wie sie getrennte Wege gehen, wie sie dabei mental und seelisch sich ähnlich bleiben. Man folgt ihnen und ihren Frauen und Familien. Und man erlebt Italien, wie es auch ein Stück weit in Europa überhaupt war, die Studentenrevolte, die kommunistische Bewegung, der Terrorismus, der Kampf der Justiz gegen die Mafia, die Korruption und die Wirtschaftsliberalisierung. Das erinnert zwar an "Heimat" von Edgar Reitz, die Kritiker lobten jedoch an Marco Tullio Goirdanas Werk, wie geschickt er darin das Problem löste, keine historischen Vorgänge lediglich abzubilden, sondern wie er im Gegenteil konsequent im Privaten die Politik, ja die Zeit überhaupt sichtbar machte. Die Jurys der internationalen Filmfestivals haben ihn darum auch vielfach ausgezeichnet.
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Fr., 22.07.05 - 20.00 Uhr So., 24.07.05 - 17.00 Uhr Di., 26.07.05 - 20.00 Uhr
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italienisches Kino Heidelberg-Premiere |
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La Meglio Gioventu - Teil II - Die besten Jahre - Tei II
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Italien 2003 | Regie: Marco Tullio Giordana | ca. 183 min. min. | mit Luigi Lo Cascio, Alessio Boni, Adriana Asti, Sonia Bergamasco u.a. | italienisches Original mit deutschen Untertiteln.
Die Zeit der Jugend, und man mag sie dabei verlängern so weit man will, sollen doch die besten Jahre sein. Zumindest erlebt man darin alles um einen herum besonders intensiv und das ist sicher gut. Darauf bezieht sich auch Marco Tullio Gioradanas italienische Variante. Ursprünglich als Fernsehserie konzipiert, dann in einer sechsstündigen Filmfassung realisiert, beginnt das Zeitgeschichtsepos im Jahr 1966. Die Brüder Nicola und Matteo stehen in "Die besten Jahre" im Mittelpunkt, wie sie getrennte Wege gehen, wie sie dabei mental und seelisch sich ähnlich bleiben. Man folgt ihnen und ihren Frauen und Familien. Und man erlebt Italien, wie es auch ein Stück weit in Europa überhaupt war, die Studentenrevolte, die kommunistische Bewegung, der Terrorismus, der Kampf der Justiz gegen die Mafia, die Korruption und die Wirtschaftsliberalisierung. Das erinnert zwar an "Heimat" von Edgar Reitz, die Kritiker lobten jedoch an Marco Tullio Goirdanas Werk, wie geschickt er darin das Problem löste, keine historischen Vorgänge lediglich abzubilden, sondern wie er im Gegenteil konsequent im Privaten die Politik, ja die Zeit überhaupt sichtbar machte. Die Jurys der internationalen Filmfestivals haben ihn darum auch vielfach ausgezeichnet.
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Sa., 23.07.05 - 20.00 Uhr So., 24.07.05 - 20.00 Uhr Mi., 27.07.05 - 20.00 Uhr
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italienisches Kino Klassiker |
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Viaggio in Italia - Liebe ist stärker
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Italien/Frankreich 1953 | Regie: Roberto Rosselini | 82 min. | mit Ingrid Bergman, George Sanders, Leslie Daniels, Natalia Ray, Maria Mauban, Anna Proclemer, Jackie Frost, Paul Mulle u.a. | englisches Original mit deutschen Untertiteln.
"Viaggio in Italia? bedeutete eine Wende im Schaffen des italienischen Neorealisten Roberto Rossellini weg von seinen früheren politisch geprägten Filmen hin zum zwischenmenschlichem Melodram. Ein englisches Ehepaar, vermögend, kinderlos und seit langem verheiratet, fährt nach Neapel, um für eine Villa, die sie dort geerbt haben, einen Käufer zu finden. Dabei bemerken sie immer mehr, wie sehr sie sich mittlerweile einander entfremdet haben. Ein Prozess, für den der italienische Meisterregisseur eine bisweilen geradezu leichtfüßige Bildersprache fand, die dank der schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, "Viaggio in Italia" zu einem weiteren Höhepunkt im Werk Rossellinis machte.
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Do., 28.07.05 - 19.30 Uhr Sa., 30.07.05 - 21.30 Uhr So., 31.07.05 - 19.30 Uhr Mo., 01.08.05 - 21.30 Uhr Di., 02.08.05 - 19.30 Uhr Mi., 03.08.05 - 21.30 Uhr
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Anlässlich des Konzerts von July Delpy im Karlstorbahnhof |
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Before sunset
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USA 2004 | Regie: Richard Linklater | 80 min. | July Delpy, Ethan Hawke, Vernon Dobtcheff, Rodolphe Pauly u.a. | englisches Original mit deutschen Untertiteln.
Obwohl "Before sunset" sich schon wie eine Fortsetzung von "Before sunrise" versteht, gerät er darüber hinaus zu einem Film, der charmant von der Möglichkeit und Unmöglichkeit der großen Liebe erzählt. Viele Jahre sind vergangen und aus Wien ist Paris geworden. Er, mittlerweile ein erfolgreicher Schriftsteller und verheiratet, sie, Mitarbeiterin einer internationalen Organisation, treffen sich zufällig in einer Buchhandlung bei einem seiner Lese-Termine. Es ist bald wie einst, man plaudert, trinkt Kaffee, diskutiert und findet seine Gefühle wieder. Am Schluss singt Julie Delpy zur Gitarre und danach kann man in den Saal des Karlstorbahnhofs hinüber gehen, um den nächsten Song Julie Delpys nun live zu erleben. Das ist doch eine aufregende Perspektive!
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Do., 28.07.05 - 21.30 Uhr Fr., 29.07.05 - 19.30 Uhr Sa., 30.07.05 - 19.30 Uhr So., 31.07.05 - 21.30 Uhr Mo., 01.08.05 - 19.30 Uhr Di., 02.08.05 - 21.30 Uhr Mi., 03.08.05 - 19.30 Uhr
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