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Juni 2005 |
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Kinoprogramm Juni 2005 - Die Filme
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globale 05 |
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Rauchopfer
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Deutschland 2003 | Regie: Peter Heller | 58 min.
Angeschlagen von Klagen und Anti-Rauch-Gesetzen verzeichnen die Tabakkonzerne in Europa und den USA sinkende Absätze. Deren Verantwortliche betreiben deshalb eine globale Verlagerung von Produktion und Konsum. Zum Beispiel nach Tansania. Durch Abholzung und Verwüstung des Trockenwaldes werden die Lebensgrundlagen für die Menschen nachhaltig zerstört. Im Zentrum des Films steht John Waluye, ein in Tansania bekannter Journalist. Seit Jahren beobachtet er die Folgen des Tabakanbaus und die Aktivitäten der Tabakkonzerne in seinem Heimatland.
John Waluye ist auch der Referent in der um 19.30 Uhr folgenden Vortrags-Veranstaltung.
19.30 Uhr Vortrag und Diskussion zum Thema "Tabak und Umwelt"
mit John Waluye, Journalist aus Tansania
im Karlstorbahnhof, Gumbel-Raum.
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Mi., 01.06.05 - 18.30 Uhr
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britisches Kino Heidelberg-Premiere |
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Code 46
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Großbritannien 2004 | Regie: Michael Winterbottom | 90 min. | mit Tim Robbins, Samantha Morton, Togo Igawa, Nabil Elouhabi, Sarah Backhouse, Natalie Jackson Mendoza u.a. | deutsche Fassung.
Ein guter Science-Fiction geht oft von Tatsachen aus, die bereits existieren. So gibt es die hermetisch abgeriegelten Wohnviertel der Reichen längst. In Michael Winterbottoms "Code 46" lebt der privilegierte Teil der Menschheit ausschließlich in derartig abgesicherten Städten, der Rest der Menschheit dagegen außerhalb dieser Zonen an unwirtlichen wüstenähnlichen Orten. Wer tatsächlich zwischen beiden Bereichen hin- und herreisen möchte, braucht dafür bestimmte Reiseversicherungs-Visa. Sie sind begehrt und werden darum oft gefälscht. Versicherungsagent William Geld ermittelt in solch einem Fall. Er besitzt ein sogenanntes Empathie-Virus in seinem Körper, das ihn die Gedanken anderer lesen lässt. So findet er schnell Maria Gonzales und könnte sie als Schuldige überführen. Aber er erliegt ihrer für ihn unerklärbaren Anziehungskraft und sie verbringen eine Nacht miteinander. Dann aber erfährt William, dass Maria gegen den Code 46 verstoßen hat, demzufolge Menschen mit ähnlichen genetischen Profil keine gemeinsamen Kinder haben dürfen, und weiter noch, Marias Gen-Profil ist identisch mit dem seiner eigenen Mutter.
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Sa., 28.05.05 - 19.30 Uhr So., 29.05.05 - 21.30 Uhr Mo., 30.05.05 - 19.30 Uhr Di., 31.05.05 - 21.30 Uhr Mi., 01.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Raus aus der Arbeit - Rein mit der Realität
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Deutschland 2004 | Regie: gruppe bankleer | 20 min.
Karin Kasböck und Christoph Leitner zeigen ihren neuen Film "raus aus der arbeit, rein mit der realität!" zur Aktionswoche im Arbeitsamt Stuttgart. Er thematisiert die Auswirkungen der jüngsten Gesetzesänderungen am Ort ihrer Anwendung. Seit über einem Jahr beschäftigen sich bankleer mit der Mär von der Vollbeschäftigung - der Illusion, das Phänomen Arbeitslosigkeit durch schnellere Vermittlung, Förderung von Selbstständigkeit oder Ausweitung der Leiharbeit in den Griff zu bekommen. Dies alles sind Techniken des Staates, sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung zurückzuziehen. Der Kapitalismus dringt in alle Lebensbereiche vor und verwandelt auch die Arbeitslosigkeit in ein Produkt.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit UND K. ERBLEICHTE und EISZEIT.
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Do., 02.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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und K. erbleichte (Wir und ihr)
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Deutschland 2004 | Regie: Tania v. Dahlern, Bärbel Schönafinger (kanalB) | 14 min.
Am 16. November 2004 fand in der Serie "Hauptstadtgespräche" eine Talkshow mit Franz Müntefering (SPD-Vorsitzender), dem Ministerpräsidenten von Thüringen Dieter Althaus (CDU), sowie einem Ökonomen und einem Intellektuellen statt. Es ging um die Sozial- und Arbeitsmarktreformen. Da niemand in der Runde eine kritische Position einnahm, sondern bis auf Müntefering alle die Haltung vertraten, dass noch weit radikalere Reformen her müssten, ergab sich eine skurrile Gesprächssituation, in der in Umrissen deutlich wurde, wie weit "wir" gehen wollen, um Deutschland "wieder zukunftsfähig" zu machen.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit RAUS AUS DER ARBEIT und EISZEIT.
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Do., 02.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Eiszeit
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Deutschland 2004 | Regie: Daniela Michel, Alexander Kleider | 45 min.
Der Film wechselt die Perspektive zwischen verschiedenen Menschen in der BRD im Jahre 2004. Für die Menschen im Film bedeutet jedes verabschiedete Gesetz eigenes Schicksal. Kommentarlos und direkt vermittelt der Film dem Zuschauer die Stimmung einer Gesellschaft im Wandel. Er taucht ein in eine nach wie vor geteilte Stadt, geteilt nicht mehr in Ost und West, sondern in Arm und Reich. Sensibel werden die Menschen begleitet. Träume, Hoffnungen und Enttäuschungen, aber auch Wut werden spürbar sowie die Auswirkungen eines politischen Wertewandels im Zeichen der Agenda 2010. Kontrastvoll eingerahmt werden diese biographischen "Nah-Aufnahmen" von Bildern, die die Gesichter der "Reform"-Vertreter - des Arbeitgeberlagers und des "rot-roten"-Kürzungssenats - zeigen. Es sind die zynischen Gesichter des "neuen" Berlins, der Hauptstadt der Neuen Armut.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit UND K. ERBLEICHTE und RAUS AUS DER ARBEIT.
Diskussionsgast:
Mia Lindemann (ver.di Heidelberg)
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Do., 02.06.05 - 19.30 Uhr
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Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmann
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Deutschland 2004 | Regie: Klaus Stern | 94 min.
Er galt als der deutsche Bill Gates. Mit seiner Firma Biodata erlebte er einen kometenhaften Aufstieg. Weltmarktführerschaft war sein Ziel. Internationale Fernsehsender rissen sich um Interviews, Politiker ließen sich gern mit dem Börsenwunderkind ablichten, Investmentbanker rannten ihm die Tür ein.
WELTMARKTFÜHRER porträtiert den Konzernchef und Idealisten Tan Siekmann, dessen wechselvolle Karriere exemplarisch für den Zusammenbruch der "New Economy" in Deutschland steht. Was damals passierte, kann er sich heute nicht mehr vorstellen. Klaus Stern erzählt die Geschichte des visionären Mannes und seiner Firma, die sich auf ISDN-Datenverschlüsselung spezialisierte, nach dem tiefen Fall. Mehr als ein Jahr lang begleitet er Siekmann nach der Pleite mit der Biodata AG bei seinem Neuanfang und auf dem Weg zur neuen Weltmarktführerschaft. Wir folgen ihm zum ehemaligen Firmensitz Burg Lichtenfels im Nordhessischen, zu potentiellen großen Deals, die nie zustande kommen, erleben, wie er auf Betriebsversammlungen Mitarbeiter vertröstet, die seit Monaten auf ihr Gehalt warten, während der Porscheliebhaber Siekmann auf der Automesse Probe sitzt. Trotz Misserfolgen und Widrigkeiten verfolgt Tan Siekmann mit notorischem Optimismus seinen Kurs unbeirrt weiter. In der Hoffnung auf den nächsten großen Auftrag.
Stern geht in seiner Dokumentation nicht durchweg chronologisch vor, sondern gliedert "Weltmarktführer" in erster Linie thematisch. Nach einem ersten Ausloten der Begleitumstände, die Biodata in ihren enormen Erfolg und schließlich zu ihrem tiefen Absturz führten, beleuchtet Stern die Firmenpolitik und das Geschäftsgebaren Tan Siekmanns. Nachdem ein Ehepaar zu Wort gekommen ist, das Siekmann auf Schadensersatz verklagte, da es bei seinen Spekulationen 40.000 Euro verlor, zeigt der Film den Unternehmer beim Probesitzen in einem 500.000 Euro teuren neuen Porsche, der später in dessen Fuhrpark überging, und bei Flügen in einem seiner beiden privaten Kleinflugzeuge. Der Zuschauer darf sich selbst ein Urteil bilden. Ein vielschichtiger, intelligent montierter und überaus informativer Dokumentarfilm, der das Scheitern der New Economy am Beispiel einer einzigen Firma repräsentativ vorführt.
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Do., 02.06.05 - 22.00 Uhr So., 05.06.05 - 21.30 Uhr
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globale 05 |
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Circa in Leeds
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Großbritannien 2004 | Regie: CIRCA | 13 min. | englische Originalfassung.
Clowns statt Kugeln: Die Clandestin Insurgent Rebel Clown Army (CIRCA) macht mächtig Wirbel im Rekrutierungscenter der britischen Armee. Da ist lustvoller Widerstand am Werk!
Wir zeigen den Film gemeinsam mit CASTOR 2003.
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Fr., 03.06.05 - 17.30 Uhr
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globale 05 |
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Castor 2003
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Deutschland 2003 | Regie: Video-Gruppe der BI Lüchow-Dannenberg | 81 min.
Im November 2003 rollte der siebte Castor-Transport Richtung Gorleben. Für die Bewohner des Wendlands beginnt mit Gewalt die 5. Jahreszeit, was soviel bedeutet wie "AUFSTEHEN UND WIDERSETZEN". Der Film zeigt die große Bandbreite des Widerstands: Vom Laternenumzug über Straßen- und Schienenblockaden bis hin zur Straßenunterhöhlung. Er zeigt den Lebensmut der Menschen, die sich trotz aller Polizeigewalt immer wieder mit neuen oder bewährten Ideen querstellen. Dieser Film zeigt brutale Polizeiübergriffe ebenso wie die mutigen und witzigen Aktionen, mit denen die Menschen dagegenhalten. Die Videogruppe der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg hat die Ereignisse dokumentiert und gibt einen hautnahen Eindruck vom Kampf mit den Ordnungskräften.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit CIRCA IN LEEDS.
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Fr., 03.06.05 - 17.30 Uhr
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Las grandes alamedas - Die großen Alleen
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Chile/Deutschland 2004 | Regie: Colectivo Presente | 76 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Chile gilt als wirtschaftliches und soziales Vorzeigemodell Lateinamerikas. Der Film erzählt dagegen eine andere Geschichte: Sie führt von der Diktatur Pinochets direkt zum heutigen entfesselten Neoliberalismus.
Mit dem Putsch 1973 begann ein tiefgreifender Umbau der ökonomischen und gesellschaftlichen Struktur.
Die für viele Menschen unvorstellbaren Privatisierungsmaßnahmen und die vollkommene Liberalisierung des Marktes haben in Chile nicht nur zu hohen Wachstumsraten geführt, wie gerne von der ausländischen Presse und von "Wirtschaftsexperten" hervorgehoben wird, sondern initiierten gleichermaßen einen praktischen Ausverkauf des Landes an multinationale Konzerne. Heute wird das Land durch ansteigende Armut und den praktischen Ausverkauf der öffentlichen Sektoren erschüttert. Durch die persönlichen, kritisch reflektierenden Erzählungen der verschiedenen Protagonisten begibt sich der Film zugleich auf die Spur des früheren und heutigen Widerstands.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit VOCES ARGENTINAS.
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Fr., 03.06.05 - 19.30 Uhr
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Voces argentinas
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Großbritannien/Argentinien 2002 | Regie: Zoe Young, Dylan Howitt | 16 min. | spanisches Original mit englischen Untertiteln.
Hinter den Schlagzeilen der ökonomischen Krise stehen verärgerte, beredte, zum Überleben fest entschlossene Menschen. Stimmen der Strassen in Buenos Aires erzählen, wie es sich anfühlt, plötzlich in einem Land der "Dritten Welt" zu leben. Sie widerstehen den schrecklichen persönlichen und sozialen Konsequenzen mit Poesie, Liedern, Lachen und praktischer Solidarität. Dieser Film zeigt Menschen und eine Stadt, die durch die schwersten Zeiten hindurch am Leben bleiben.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit LAS GRANDES ALAMEDAS - DIE GROSSEN ALLEEN.
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Fr., 03.06.05 - 19.30 Uhr
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The Corporation
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Kanada 2004 | Regie: Mark Achbar, Jennifer Abbott, Joel Bakan | 145 min. | englische Originalfassung.
Noch vor 150 Jahren war "das Unternehmen" eine relativ bedeutungslose gesellschaftliche Größe. Heute durchdringt die Präsenz dieser absonderlichen "juristischen Person" unser aller Leben - wie vormals nur Kirche, König oder Partei. Diese unterhaltsame, aber komplexe Dokumentation ("beachtenswert gut durchargumentiert" - Der Spiegel) bietet eine Analyse dieses historischen Phänomens. Sie dokumentiert in zahlreichen Einzelstudien sowie durch viele Interviews mit den Machern, Beratern und Kritikern der "corporate culture" die strukturellen Ähnlichkeiten zwischen "krankhaft-pathologischen" Personen und diesen Jägern des Profits. Fokussiert wird dabei auch, wie wohl sich Unternehmen in den demokratiefreien Räumen fühlen können: Da ist der US-Konzern Bechtel, der in der bolivianischen Stadt Cochabamba die Rechte an jedem Regentropfen besitzt und diese von der Polizei mit Gewalt durchsetzen lässt; oder der Chemiekonzern Monsanto, der brachial jede Berichterstattung über sein umstrittenes Hormonpräparat Posilac zu unterdrücken sucht. Musik von Yo La Tengo über David Wilcox bis zu Higher Intelligence Agency begleitet diesen Film, der u.a. in Amsterdam und beim Sundance-Festival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.
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Fr., 03.06.05 - 21.30 Uhr So., 05.06.05 - 15.00 Uhr
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Grow or go - Die Architekten des global village
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Deutschland 2003 | Regie: Marc Bauder | 95 min.
Berater - kaum eine Transaktion der Multikonzerne ist ohne sie denkbar. Ihr Job heißt Kostenminimierung, heißt Effizienz. Dass es dabei immer um Stellenabbau, Lohnkostensenkung und besonders um die Leistungsgesellschaft geht, weiß jeder Arbeitslose, der solch einer so genannten Kostenoptimierung zum Opfer fiel. Marc Bauder hat vier Absolventen der European Business School bei ihrem Aufstieg in die Sphären der Unternehmensberatung begleitet. Junge Menschen, die in ihrer kühlen Businesswelt wie Roboter anmuten. Bauder kommentiert nicht, er lässt die Berater sich selbst bloßstellen - als erschreckend schlichte Vollstrecker der Neoliberalisierung. Zwischen Golfplatz, Luxushotel und funktionalen Büros sprechen sie ihre eigene Sprache. Begriffe wie personal effectness, recruiting, debriefing klingen wie aufgeblasene Worthülsen, die auf elegante Weise die Unmenschlichkeit verschleiern sollen.
Skrupellos, immer dynamisch, vielverdienend: Marc Bauder skizziert trefflich das Global Village und seine Architekten. Der Leitsatz einer Unternehmensberatung spricht für sich: "We are interested in results - and nothing but.?
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Sa., 04.06.05 - 17.30 Uhr
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globale 05 |
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Contempt of Conscience
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Großbritannien 2004 | Regie: Joe Jenkins | 12 min. | englische Originalfassung.
Krieg wird durch Steuern finanziert und genau an diesem Punkt setzt eine effektive Strategie der Antikriegsbewegung an: In England haben sich 2003 sieben Menschen zusammengetan, die den Steueranteil für Krieg und Rüstung nicht bezahlen, sondern für Friedensarbeit einsetzen. Ein kurzes Portrait der "peace tax seven" und ihres Kampfes.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit DER VIERTE SEKTOR.
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Sa., 04.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Der 4. Sektor
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Deutschland 1999 | Regie: Martin Zawadzki | 78 min.
"Wie verändern sich die Zusammenhänge, in denen wir leben? Wie verändert uns der wirtschaftliche Druck, der immer heftiger wird?" Der Film folgt einem besonderen Symptom der herrschenden Verhältnisse: dem Geschäft mit der Angst. Martin Zawadzki portraitiert fünf Teilnehmer einer Weiterbildungsmaßnahme des Arbeitsamtes: dem Lehrgang "Detektiv". Sie erzählen offen und eindringlich von ihren Erfahrungen mit prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen und ihren ganz unterschiedlichen Hoffnungen für die Zukunft. Ort der Ausbildung ist die TÜV Akademie in Berlin - zur technischen kommt jetzt die gesellschaftliche Überwachung. Eingestreute Interviews mit Stadtsoziologen und Politologen erklären die Ursache des Sicherheitswahns: Er ist Produkt einer Gesellschaft, die ganz bewusst soziale Ungleichheit und Unsicherheit produziert.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit CONTEMPT OF CONSCIENCE.
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Sa., 04.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Crowd Bites Wolf
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Prag / Tschechien 2000 | Regie: Guerillavision | 22 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Eine kleine Perle unter den Bewegungsfilmen: Originalaufnahmen der Proteste gegen IWF und Weltbank in Prag 2000, zusammengeschnitten zu einem kleinen Thriller. Während sich die Elite des Neoliberalismus trifft, um weiteres Unheil auszuhecken, bleibt auch die Gegenseite nicht untätig: In der zapatistischen Kommandozentrale entwirft Subcommandate Marcos den Schlachtplan zum strategischen Boykott des Gipfels. Der Ich-Erzähler ist zugleich Kontaktperson in Prag und rasender Reporter, der uns durch die Ereignisse führt. Echt charmant.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit MIAMI MODEL.
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Sa., 04.06.05 - 21.30 Uhr
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globale 05 |
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Miami Model
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USA 2004 | Regie: FTAA Miami Video Working Group | 91 min. | Original mit englischen Untertiteln.
Im November 2003 treffen sich die Wirtschaftsminister aus 34 Ländern in Miami/Florida um über die FTAA (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen) zu verhandeln. Das Abkommen droht Arbeitsplätze, Umwelt, öffentliche Leistungen wie Gesundheitsversorgung, Bildung und Wasser zu zerstören. Außerdem werden indigene Rechte und kulturelle Vielfalt von Nord- bis Südamerika gefährdet. Um ihren Protest gegen dieses Abkommen zu demonstrieren, versammeln sich tausende von Gewerkschaftsmitgliedern, Umweltschützern, Feministinnen, Medien- und Menschenrechtsaktivisten. Die anfänglich friedvolle und bunte Demonstration wird plötzlich von Polizisten mit Gummigeschossen, Tränengas und Elektroschockern angegriffen. Unter ihnen befinden sich auch eingebettete Journalisten. Koordiniert wird die Aktion von der US-amerikanischen Abteilung für innere Sicherheit. Der Film zeigt Möglichkeiten des Widerstands von unten, kreativen Protesten und Solidarität gegen paramilitärische Unterdrückung, Informationskrieg und das Diktat der multinationalen Konzerne.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit CROWD BITES WOLF.
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Sa., 04.06.05 - 21.30 Uhr
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globale 05 |
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Das Netz
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Deutschland 2003 | Regie: Lutz Dammbeck | 115 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Am 3. April 1996 wird Theodore J. Kaczynski in den Bergen Montanas vom FBI verhaftet. Dem ehemaligen Harvard-Absolventen und Mathematikprofessor wird zur Last gelegt, als "Unabomber" Anschläge gegen Personen aus Wissenschaft, Kunst, Militär und Computertechnologie verübt zu haben.
"Das Netz" taucht ein in die Geschichte von Ted Kaczynski und spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen seine Generation aufgewachsen ist: Die Hippie-Kultur Kaliforniens mit ihren ausgeflippten Rockkonzerten und LSD-Räuschen. Die Kunstszene New Yorks, wo schräge Multimedia-Events und Beat- Happenings an der Tagesordnung sind. Die wissenschaftlichen Utopien einer durch Technologie versöhnten Welt, wie sie in den Laboren der Computerfreaks ausgedacht werden.
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So., 05.06.05 - 11.00 Uhr Di., 07.06.05 - 21.30 Uhr
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globale 05 |
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Le Detroit
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Deutschland 2004 | Regie: Institut für Nomadologie | 5 min. | franz. Originalfassung.
Das Grenzregime spinnt sein immer dichteres Netz um Europa; ein Netz, das einige Privilegierte durchlässt, viele Außen vorhält, durch das einige es zu schlüpfen schaffen und an dem immer mehr scheitern.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit SCHLEUSER.NET und INVISIBLE - ILLEGAL IN EUROPA.
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So., 05.06.05 - 17.30 Uhr
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globale 05 |
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Schleuser.Net
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Deutschland 2000 | Regie: Farida Heuck, Ralf Homann, Manuela Unverdorben | 3 min.
Die Festung Europa macht die undokumentierte Grenzüberschreitung zunehmend schwierig. Was liegt näher als ein Dienstleistungsangebot, dass sich um die Sorgen und Nöte dieser Reisenden kümmert? Ein Informationsfilm des Bundesverbands Schleppen & Schleusen.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit LE DETROIT und INVISIBLE - ILLEGAL IN EUROPA.
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So., 05.06.05 - 17.30 Uhr
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globale 05 |
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Invisible - illegal in Europa
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Deutschland 2004 | Regie: Andreas Voigt | 92 min.
In einem Flüchtlingscamp in Marokko wartet Oumar auf die Gelegenheit, die 25 Kilometer Mittelmeer, die ihn von Europa trennen, zu überwinden, vielleicht, indem er sich zwei leere Plastikkanister unter den Bauch bindet. Malika wartet mit ihrer Familie zwei Jahre in einem Flüchtlingscamp in Polen auf eine Aufenthaltsgenehmigung. Sie zeigt Bilder von früher, als noch Frieden war in Tschetschenien. Bilder von ihr und ihrem Mann an einem Sonntagnachmittag im Park. Ein europäisches Paar, das unsere Eltern sein könnte. Zwei von fünf Menschen, die dieser Film porträtiert. Sie alle leben, zumindest eine Zeitlang, ohne Papiere in Europa, hoffen auf einen Neubeginn. Geschichten über die Relativität des Wortes Glück.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit LE DETROIT und SCHLEUSER.NET.
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So., 05.06.05 - 17.30 Uhr Mi., 08.06.05 - 11.00 Uhr Fr., 10.06.05 - 11.00 Uhr
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globale 05 |
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Die Helfer und die Frauen
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Deutschland 2003 | Regie: Karin Jurschick | 80 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
"Es gibt Dörfer in der Ukraine, in Moldawien und Rumänien, in denen alle Frauen unter 40 Jahren verschwunden sind", sagt die Autorin zu Beginn des Filmes. Die Kamera begibt sich auf die Suche, entlang der Straßen des "Arizona Marktes" in Bosnien, wo Frauen ebenso eine Ware sind wie Autoersatzteile und Baustoffe. Karin Jurschick sieht einen Zusammenhang zwischen dem gewinnträchtigen Frauen-Geschäft, Trafficking genannt, und der Präsenz internationaler Hilfstruppen wie UNO, KFOR und NATO vor Ort. Ein Vorwurf, der sich kaum beweisen lässt. Doch Haltung und Aussagen der Interviewten sprechen für sich.
Karin Jurschick geht behutsam mit dem Schicksal der Frauen um. Sie gibt keine der betroffenen Frauen der Kamera preis.
Anschließend Diskussion mit dem
amnesty international - Länderkoordinator für Serbien-Montenegro.
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So., 05.06.05 - 19.30 Uhr
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So., 05.06.05 - 21.30 Uhr
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Let The Lords Do What They Want
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Deutschland 2004 | Regie: Andrea Plöger, Sabine Weber | 60 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Die Reportage zeigt Szenen vom Weltsozialforum in Mumbai. Mumbai, so die Filmautorinnen, ist das Brennglas der Globalisierung. Hier leben mehr Millionäre als in Manhattan. Gleichzeitig gibt es an kaum einem anderen Ort dieser Welt soviel Armut wie in Mumbai. Auf überraschend deutliche Weise rückte das Weltsozialforum die Situation der Frau in der globalisierten Gesellschaft in den Brennpunkt. Sexarbeiterinnen demonstrierten gegen ihre Unterdrückung und Entrechtung als "Unberührbare". Alleinerziehende berichten von ihrem Leben auf der Strasse. Auch unter der Privatisierung des Wassers haben in besonderem Maße die Frauen zu leiden, da sie es sind, die ihre Familien mit Wasser versorgen. Konzerne wie Coca-Cola und Suez, die Indien austrocknen und verschmutzen, bauen Stacheldrähte an den Ufern der Flüsse.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit PERFORMING THE BORDER.
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Mo., 06.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Performing The Border
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Schweiz 1999 | Regie: Ursula Biemann | 45 min. | englische Originalfassung.
Mexiko, Ciudad Juarez: eine Wüstenstadt, die sich mit der Freihandelszone 1994 plötzlich gewandelt hat. Seither siedeln sich massiv US-amerikanische Firmen an, um vom zollfreien Handel und den billigen Arbeitskräften zu profitieren. Das Ergebnis ist ein völlig neuer sozio-ökonomischer Raum: die neoliberale Zone. Es ist ein zusammengeflickter Raum, ohne gewachsene soziale und architektonische Strukturen. Besondere Kennzeichnen: Ausbeutung, Gewalt, Anonymität, Entrechtung, Überwachung, Kontrolle. Der Film portraitiert Frauen, die ihre Erfahrungen mit der Zone gemacht haben. Sie sind gekommen, um ihr Überleben zu sichern, arbeiten zum Teil als Schmugglerinnen oder Prostituierte und sind seit Jahren von einer monströsen Mordserie bedroht, die nicht aufgeklärt wird. Ursula Biemann nähert sich der gespenstischen Wirklichkeit von Ciudad Juarez mit einem klaren, analytischen Blick.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit LET THE LORDS DO WHAT THEY WANT.
Diskussionsgast:
Irene Jung (Terre des Femmes)
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Mo., 06.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Chain
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USA 2004 | Regie: Jem Cohen | 99 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Fünf Jahre lang hat Regisseur Jem Cohen mit seiner Kamera die westliche Welt bereist, u.a. Japan, Nordamerika, West- und Osteuropa. Es sind suggestive Aufnahmen von gigantischen Stadtlandschaften und künstlichen Welten entstanden, in denen sich die Menschen verlieren: Es scheint keine Wurzeln mehr zu geben, menschliche Bindungen lösen sich auf, alles wird flüchtig. In dieses dokumentarische Material bettet er die Geschichten von Amanda und Tamiko ein. Amanda, eine junge Obdachlose in den USA, wohnt in verlassenen Häusern und verdient sich ihr Geld u.a. als Reinigungsfrau in einem kleinen Motel. Eine gefundene Videokamera wird zu ihrem Tagebuch. Tamiko arbeitet für einen krisengeschüttelten japanischen Stahlkonzern, der sich zum Freizeitpark umbauen will. In seinem Auftrag bereist sie die USA und analysiert die dortige Vergnügungsindustrie.
CHAIN findet für die kalte Welt des Neoliberalismus kraftvolle, eindringliche Bilder und Geschichten. Ein ganz außerordentlicher Film.
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Mo., 06.06.05 - 22.00 Uhr
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100% Baumwolle - made in India
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Deutschland 2003 | Regie: Inge Altemeier | 29 min.
Einige hochgiftige Pestizide von Bayer, Monsanto, Unilever, Syngenta und Advanta sind in Europa seit Jahren verboten, dennoch produzieren und verkaufen die Konzerne sie weiterhin, allerdings in den Entwicklungsländern. Im Südindischen Baumwollgürtel ruinieren die hochgiftigen Chemikalien die Gesundheit der Bauern und Textilarbeiter. Die rasche Schädlingsresistenz erfordert immer höhere Dosen der teuren "Pflanzenschutzmittel", bis die Bevölkerung verschuldet und das Trinkwasser verseucht ist. Der Film "100% Baumwolle - made in India" ist im Rahmen des 20. Ökomedia-Filmfestivals in Freiburg mit dem Sonderpreis des Bundesumweltministeriums ausgezeichnet worden.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit THE COCONUT REVOLUTION.
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Di., 07.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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The Coconut Revolution (Bougainville story)
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Großbritannien 1999 | Regie: Dom Rotheroe | 50 min. | Original mit englischen Untertiteln.
Bougainville war eine fast vergessene Insel irgendwo im pazifischen Ozean. Bis plötzlich Ende der 80er Jahre eine Öko-Revolution begann, die sich zum Unabhängigkeitskampf ausgeweitet hat. Die Gegner der Inselbewohner: der britische Minenkonzern BCL, dessen Kupferabbau seit den 60er Jahren Landschaft, Pflanzen, Tiere und Menschen verseucht hat. Doch schnell war es auch ein Kampf gegen Armeeeinheiten aus Papua-Neuguinea und Australien, die die Interessen des Minenkonzerns durchsetzen sollten. Dennoch war die Revolte gegen diese fast übermächtigen Gegner erfolgreich - dank der bemerkenswerten Fähigkeit der Widerständischen, ihr gesamtes Wissen und Improvisationstalent für den Kampf zu bündeln. Der Film zeigt die unglaubliche Öko-Revolution auf Bougainville, der auch eine lang andauernde Blockade der Insel nichts anhaben konnte: die Medizin kommt aus dem Urwald, Wasserkraft plus altem Aggregat sorgen für Strom, Kokosöl dient als Treibstoff der Autos, aus alten Metallteilen werden Waffen. Und jeden Tag kommen neue Ideen hinzu.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit 100% BAUMWOLLE - MADE IN INDIA.
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Di., 07.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Mother To Child
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Südafrika 2001 | Regie: Jane Thandi Lipman | 40 min. | Original mit englischen Untertiteln.
Jede vierte Schwangere in Südafrika ist HIV-positiv. Angst, Schuldgefühle und Einsamkeit bestimmen das Leben dieser jungen Frauen. Regisseurin Jane Thandi Lipman begleitet Pinky und Patience, zwei HIV-infizierte Mütter, während ihrer Schwangerschaft bis zu dem Tag, an dem sie erfahren, ob ihre Babies den tödlichen Virus in sich tragen.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit THE BALL und ASK ME, I'M POSITIVE.
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Mi., 08.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Ask me, I'm positive
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Südafrika 2004 | Regie: Teboho Edkins | 45 min. | Original mit englischen Untertiteln.
Es sind sympathische Typen: Thabo, Moalosi und Thabiso. Sie sind HIV-positiv. Sie ziehen mit einer Serie von Aufklärungsfilmen STEPS FOR THE FUTURE von Dorf zu Dorf und sprechen mit den Einwohnern über die Ansteckungsgefahren und den Schutz vor HIV. Ungläubige Blicke, Staunen, Verlegenheit und Gelächter, viele Fragen. Thabo, Moalosi und Thabiso erzählen über das Leben mit dem Feind, dem Virus. Sie reden vom Leben, sie reden vom Tod, von Mädchen und Sex.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit THE BALL und MOTHER TO CHILD.
Diskussionsgast:
Katja Roll (Aktionsbündnis gegen Aids)
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Mi., 08.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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The Ball
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Mosambik 2001 | Regie: Orlando Mesquita | 5 min. | Original mit englischen Untertiteln.
Aha! Aus Kondomen lassen sich - eins, zwei, drei - Fußbälle basteln. Ist aber keine clevere Idee, denn Kondome sind in Mosambik rar. Ein witziger Beitrag aus der Aids-Aufklärungs-Reihe STEPS FOR THE FUTURE.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit MOTHER TO CHILD und ASK ME, I'M POSITIVE.
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Mi., 08.06.05 - 19.30 Uhr
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globale 05 |
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Globalization & the Media
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Großbritannien 2002 | Regie: Paul O'Connor | 22 min. | englische Originalfassung.
Seit drei Jahren läuft der "war on terror". Die einflussreichsten Medienkonzerne machen sich dabei zu den Erfüllungsgehilfen der politischen und militärischen Kriegstreiber und tun, was von ihnen verlangt wird: Sie liefern durch die Verbreitung von Angst und Unsicherheit die propagandistische Legitimation für Krieg und Aufrüstung.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit OUTFOXED: RUPERT MURDOCH'S WAR ON JOURNALISM.
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Mi., 08.06.05 - 21.30 Uhr
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globale 05 |
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OutFoxed: Rupert Murdoch's War on Journalism
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USA 2004 | Regie: Robert Greenwald | 80 min. | englische Originalfassung.
Rupert Murdoch ist seit Jahrzehnten im globalen Mediengeschäft - und immer auf der Seite der Macht. 1981 fielen ihm mit Unterstützung der konservativen Partei fast die Hälfte aller überregionalen englischen Printmedien in die Hände. Er nutzte seinen Einfluss massiv und erfolgreich für Margret Thatcher und ihre neoliberalen Torys. Die Geschichte wiederholt sich jetzt in den USA: Mit seinem einflussreichen Nachrichtensender "Fox News Network" macht Murdochs Medienkonzern dreist und unverhohlen Wahlkampf für George W. Bush. "Outfoxed" zeigt, welche Methoden der Sender anwendet, um Gegner zu diffamieren, Lügen zu verbreiten und für ein Ziel kämpft: die reaktionäre Machtclique im Weißen Haus und ihre ökonomischen und militärischen Interessen zu stützen. Eine aufschlussreiche Analyse über die Strategien und Methoden einer Propagandamaschine.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit GLOBALIZATION AND THE MEDIA.
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Mi., 08.06.05 - 21.30 Uhr
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Ciné Club des deutsch-französischen Kulturkreises Heidelberg-Premiere |
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L'esquive
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Frankreich 2003 | Regie: Abdellatif Kechiche | 117 min. | mit Osman Elkharraz, Sara Forestier, Sabrina Ouazani, Nanou Benahmou, Hafet Ben-Ahmed, Aurélie Ganito, Carole Franck u.a. | französisches Original mit deutschen Untertiteln.
Die Sozialsiedlungen etwa in der Nähe von Paris sind oft Schauplätze für Filme, die von Drogen oder Zwangsheirat handeln. Abdellatif Kechiche, Regisseur (La faute à Voltaire) und Schauspieler wollte dort etwas anderes machen und drehte "L'esquive", einen Film, der Marivaux verehrt. Denn dessen Komödie "Das Spiel von Liebe und Zufall" soll auf einem Schulfest aufgeführt werden. Lydia hat darin die weibliche Hauptrolle übernommen, Krimo, der sehr in sie verliebt ist, tut alles, um nun die männliche Hauptrolle zu bekommen. Aber er ist als Schauspieler eher ungeeignet, zu schüchtern und zu wortkarg. Und dann noch der höllisch schwere Text von Marivaux. Lässt ihn die Liebe Marivauxs Verse bewältigen?
esquive - Ausweichen, beim Sport (Boxen, Fechten)
umgangssprachlich: esquiver - sich vor etwas drücken, kneifen, die Zeche prellen
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Do., 09.06.05 - 19.30 Uhr Fr., 10.06.05 - 21.30 Uhr Sa., 11.06.05 - 19.30 Uhr So., 12.06.05 - 21.30 Uhr Mo., 13.06.05 - 19.30 Uhr Mi., 15.06.05 - 19.30 Uhr
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Highlights der Filmtage des Mittelmeers |
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Atash - Durst
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Palästina 2004 | Regie: Tawfiq Abdel Wahab | 110 min. | mit Hussein Yassin Mahjane, Ahamad Abed El Gani, Roba Blal, Amal Bweerat u.a. | arabisches Original mit deutschen Untertiteln.
Zehn Jahre schon lebt Abu Shukri mit seiner Familie in einem Tal inmmiten vom Nirgendwo und ganz weit weg von der Heimat. Vollkommen unabhängig bestreiten sie ihren Lebensunterhalt damit, Kreide herzustellen. Nur Vater und Sohn stehen in Kontakt zur Außenwelt, denn der Vater geht regelmäßig ins Dorf, um dort seine Kreide zu verkaufen, während Mutter und Tocher daheim bleiben. Gegen ihren Willen hat Abu Shukri sie hierher ins Tal gebracht und sie ahnen, der Grund, warum sie das Dorf verlassen haben, ist derselbe, warum sie niemals zurückkehren können. Tawfik Abu Wael, Jahrgang 1976, hat in Tel Aviv studiert, und arbeitete anschließend sowohl im Dokumentarfilm- wie auch im Theaterbereich.
"Atash" war einer der beliebtesten Filme der diesjährigen Filmtage des Mittelmeers.
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Fr., 10.06.05 - 19.30 Uhr Sa., 11.06.05 - 21.30 Uhr So., 12.06.05 - 19.30 Uhr Mo., 13.06.05 - 21.30 Uhr Di., 14.06.05 - 19.30 Uhr
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Ravioli
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Österreich 2003 | Regie: Peter Payer | 79 min. | mit Alfred Dorfer, Gertraud Jesserer, Brank Samarovski, Günther Paal, Michou Friesz, Isabella Richtar u.a.
Österreichische Nachfrage zu einem Leitsatz der abendländischen Geistesgeschichte: Wieso kann Descartes sagen: ich denke, also bin ich - und mein Nachbar existiert dennoch? Sind das die Reflexionen von Heinz Hoschek? Zumindest ist er ein Mensch, mit dem man Mitleid haben könnte. Er war ein Bankfilialenleiterstellvertreter, er hatte eine Frau: es ist alles vorbei. So kehrt er zurück in die Wohnung seiner Eltern. Sie steht leer, die Mutter ist verstorben, der Vater im Pflegeheim. Hoschek bleiben der Alkohol und die Pillen, die Einsamkeit und der Wahn. Es kommen die Besucher, sie heißen Tod (eingebildet) und Nachbarin (real). Doch Hoschek, er rafft sich auf und geht auf Jobsuche, Bademeister, das wäre es doch! Der Filme käme nicht aus Österreich, wenn er damit zu Ende wäre und nicht noch einige kunstvolle Verschnörkelungen böte!
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Do., 16.06.05 - 19.30 Uhr Fr., 17.06.05 - 21.30 Uhr Mo., 20.06.05 - 19.30 Uhr Di., 21.06.05 - 21.30 Uhr
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Highlights der Filmtage des Mittelmeers |
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Atash - Durst
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Palästina 2004 | Regie: Tawfiq Abdel Wahab | 110 min. | mit Hussein Yassin Mahjane, Ahamad Abed El Gani, Roba Blal, Amal Bweerat u.a. | arabisches Original mit deutschen Untertiteln.
Zehn Jahre schon lebt Abu Shukri mit seiner Familie in einem Tal inmmiten vom Nirgendwo und ganz weit weg von der Heimat. Vollkommen unabhängig bestreiten sie ihren Lebensunterhalt damit, Kreide herzustellen. Nur Vater und Sohn stehen in Kontakt zur Außenwelt, denn der Vater geht regelmäßig ins Dorf, um dort seine Kreide zu verkaufen, während Mutter und Tocher daheim bleiben. Gegen ihren Willen hat Abu Shukri sie hierher ins Tal gebracht und sie ahnen, der Grund, warum sie das Dorf verlassen haben, ist derselbe, warum sie niemals zurückkehren können. Tawfik Abu Wael, Jahrgang 1976, hat in Tel Aviv studiert, und arbeitete anschließend sowohl im Dokumentarfilm- wie auch im Theaterbereich.
"Atash" war einer der beliebtesten Filme der diesjährigen Filmtage des Mittelmeers.
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Do., 16.06.05 - 21.30 Uhr Fr., 17.06.05 - 19.30 Uhr Sa., 18.06.05 - 19.30 Uhr So., 19.06.05 - 21.30 Uhr
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Klassiker |
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Trafic - Tati im Stoßverkehr
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Frankreich 1971 | Regie: Jaques Tati | 96 min. | mit Jaques Tati, Maria Kimberly, Marcel Fraval, u.a. | deutsche Fassung.
Gewöhnlich verkörpert das Auto im Kino Freiheit und Abenteuer, man fährt der Polizei davon oder einfach über den schier endlosen Highway. Aber gerade in Heidelberg ist die Realität so ganz anders. Ob Schlierbacher Landstraße, Speyerer Straße oder Berliner Straße.: Wer den täglichen Stau kennt, sollte auch "Trafic" gesehen haben, die Satire um Monsieur Hulot, der mit seinem von ihm selbst entworfenen Camping-Car nach Amsterdam zur Ausstellung will. Aber der Weg dorthin ist schwierig, es gibt einfach zu viele Autos, zu viele dieser wunderbaren Maschinen, die zur Fortbewegung entworfen, die meiste Zeit stehen. "Trafic" wurde dabei ein Film, der einem die Sinne schärft. Der Texter dieser Zeilen sah diesen Film einst in einem autonomen Jugendhaus ohne Schalldämmung, eine Kakophonie klappernder Türen und Verbrennungsgeräusche, ein jeder wurde wahnsinnig. Manche meinen, das könnte man bei unserer automobilen Gesellschaft auch werden.
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So., 19.06.05 - 19.30 Uhr Mo., 20.06.05 - 21.30 Uhr Di., 21.06.05 - 19.30 Uhr Mi., 22.06.05 - 19.30 Uhr
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Epilog Filmtage des Mittelmeers Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums |
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Darwins Nightmare - Darwins Alptraum
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Frankreich/Österreich/Belgien 2004 | Regie: Hubert Sauper | 107 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
In den 1960er Jahren setzte ein Regierungsbeamter in einem scheinbar harmlosen Experiment ein paar Nilbarsche im Viktoriasee aus. Die sehr aggressiven Tiere fraßen den Grossteil der anderen Fische auf, 400 Arten starben aus. Dies wurde hingenommen, da das Filet des Barsches in Europa eine gefragte Delikatesse ist, täglich starten Transportmaschinen vom Flughafen Mwanza in Tansania. Aber vom Exportboom profitieren nur sehr wenige, 95% der Bevölkerung, darunter die meisten einheimischen Fischer, sind arbeitslos. Die Menschen kämpfen ums Überleben, die Nahrung, die sie retten würde, wird ausgeflogen. Der in Paris lebende Österreicher Hubert Sauper drehte mit einem Mini-Team, er porträtiert einige Leute aus dem Umfeld, um beispielhaft zu zeigen, wie die Mechanismen globalen Kapitalismus funktioniert und damit die Darwinisierung der Menschheit vorangeht.
Preise: Bester Dokumentarfilm 2004 - European Film Awards, Europa Cinemas Label Jury Award - Venice, Vienna Film Prize - Viennale, NFB Documentary Award - Montreal Best Film - Copenhagen Dox, Grand Prix - Festival de Film d'Environnement Paris
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Do., 23.06.05 - 19.30 Uhr Fr., 24.06.05 - 21.30 Uhr Sa., 25.06.05 - 19.30 Uhr So., 26.06.05 - 21.30 Uhr Di., 28.06.05 - 19.30 Uhr Mi., 29.06.05 - 19.30 Uhr
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Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums |
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Touki Bouki
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Senegal 1973 | Regie: Djibril Diop Mambéty | 95 min. | Original mit deutschen Untertiteln.
Mit einer Rinderherde macht sie Mory auf nach Dakar, um sie dort zu verkaufen. - Doch sein Traum und eigentliches Ziel ist es, nach Paris aufzubrechen - ins gelobte Land Frankreich. Natürlich fehlt es an Geld für die Schiffspassage und auch die trickreich entwendete Kiste mit den vermeintlichen Gesamteinnahmen für die Errichtung eines Denkmals zu Ehren von Charles de Gaulle führt nicht ans Ziel. Deshalb muss Mory zunächst mit seiner Freundin Anta einen Playboy ausnehmen, ehe sie sich die Tickets für die Schiffspassage leisten können.
Doch die Reise nach Frankreich wird Mory nicht antreten.
In Touki Bouki setzt sich Djibril Diop Mambéty mit den europäisch beeinflussten Eliten seines Landes auseinander, mit den neuen politischen Führern des Senegals, die auch nach der Unabhängigkeit die von der Kolonialmacht übernommenen Verwaltungs- und Machtstrukturen unangetastet lassen. Für seine Zeit war dieser Film inhaltlich wie formal revolutionär. Er kritisiert bestehende gesellschaftliche Hierarchien, thematisiert die Suche nach einer neuen, afrikanischen Identität und greift Tabuthemen wie Korruption und Homosexualität auf. Mambéty entwickelt dabei eine eigene - nicht nur für das afrikanische Kino - innovative Bildersprache und einen eigenwilligen, meisterhaft arrangierten Soundtrack.
"Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Veranstaltet im Rahmen von "Fokus Afrika, Africome 2004 - 2006" und in Zusammenarbeit mit EZEF.
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Fr., 24.06.05 - 19.30 Uhr So., 26.06.05 - 19.30 Uhr Mo., 27.06.05 - 21.30 Uhr
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Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums |
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Abouna - der Vater
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Tschad/Frankreich 2002 | Regie: Mahamat-Saleh Haroun | 85 min. | mit Ahidjo Mahamat Moussa, Hamza Moctar Aguid, Zara Haroun, Mounira Khalil u.a. | arabisch-französisches Original mit deutschen Untertiteln.
Der 17jährige Tahir und sein jüngerer Bruder Amin leben in Ndjamena, der Hauptstadt des Tschad. Eines Tages verschwindet ihr Vater auf geheimnisvolle Weise und kehrt nicht zurück. Die Brüder schwänzen tagelang die Schule, durchsuchen die ganze Stadt, finden von ihm jedoch keine Spur. Doch eines Abends im Kino glauben sie, in einer kurzen Szene sein Gesicht auf der Leinwand wiederzuerkennen. Spontan beschließen Tahir und Amin, am nächsten Tag die Filmrolle aus dem Kino zu klauen. Leider werden sie dabei erwischt und der Polizei übergeben. Ihre überforderte Mutter, die mit der ganzen Situation nicht mehr klarkommt, schickt ihre Söhne in ein abgelegenes Dorf. In einer strengen Koranschule sollen sie wieder zur Ordnung erzogen werden. Heimlich verliebt sich Tahir in ein gleichaltriges stummes Mädchen, das im Dorf arbeitet. Und eines Tages erhalten die beiden Brüder durch ihren Onkel eine Nachricht vom Vater aus Tanger in Marokko: er schickt ihnen ein großes Poster mit einem Blick aufs Meer?
Mit einer anrührenden Geschichte erzählt ABOUNA - DER VATER vom Alltag im Tschad, einem der ärmsten Länder der Erde, von seinen weiten Horizonten, von der Sehnsucht nach dem Meer, von Glück und Trauer, vom Leben ohne Vater, von einer sehr kurzen Kindheit und von der innigen Beziehung zweier Geschwister.
Regisseur Mahamet Saleh Haroun gilt seit "Bye Bye Africa" (1999) als einer der großen Erneuerer des afrikanischen Kinos. Der Ausgangspunkt der Handlung ist ein weitverbreitetes Phänomen im Tschad: daß Männer ihre Familien plötzlich spurlos verlassen, meist um irgendwo im Ausland Arbeit zu suchen. Im Film stehen die Gefühle der Zurückgebliebenen im Mittelpunkt. Zum künstlerischen Erfolg von ABOUNA tragen die schauspielerischen Leistungen der beiden jugendlichen Hauptdarsteller ebenso bei wie der melancholisch-schöne Soundtrack des bekannten Musikers Ali Farka Touré und die Farbgestaltung, bei der Regisseur und Kameramann eng mit dem Maler und Kalligraphen Kader Badaouni zusammenarbeiteten. Die warmen Pastelltöne durchbrechen das Gefühl der Verlassenheit und leiten hin auf die Schlußsequenz voller Zärtlichkeit.
ABOUNA - DER VATER wurde für die "Quinzaine des Réalisateurs" beim Festival von Cannes ausgewählt.
"Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Veranstaltet im Rahmen von "Fokus Afrika, Africome 2004 - 2006" und in Zusammenarbeit mit EZEF.
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Sa., 25.06.05 - 21.30 Uhr Mo., 27.06.05 - 19.30 Uhr Mi., 29.06.05 - 21.30 Uhr
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Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums |
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Filmabend Burkina Faso
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Burkina Faso, das "Land der Ehrlichen", ging 1960 aus der französischen Kolonie Obervolta hervor. Obwohl der Vielvölkerstaat in Westafrika über einen unermesslichen Reichtum an Kulturen verfügt, ist er in Europa leider nur wenigen Menschen wirklich bekannt. Vielen Cineasten jedoch dürfte das seit 1969 alle zwei Jahre in der Hauptstadt Ouagadougou stattfindende panafrikanische Filmfestival FESPACO ein Begriff sein. Dieses findet nicht nur zufällig in Burkina Faso statt, denn die einheimische Filmindustrie ist eine der produktivsten Afrikas. Einer der Regisseure aus Burkina Faso ist Dani Kouyaté, dessen erster Film "Keïta! l'héritage du griot" (Keïta! Das Erbe des Griot) auch über Burkinas Grenzen hinaus bekannt wurde. Wir zeigen den Film im Bamabara und französischen Original mit deutschen Untertiteln.
Der Streifen handelt vom alten Griot (traditioneller Geschichtenerzähler) Djeliba Kouyaté, der die Geschichte seines Volkes und seiner Familie an seine Nachkommen weitergeben möchte, bevor er stirbt. Die mystischen Erzählungen, Mischungen aus historischer Wahrheit und Fiktion, fesseln seinen Enkel Mabo so sehr, dass dieser die Schule schwänzt, worüber seine Eltern und Lehrer alles andere als glücklich sind.
Der Film stellt auf eindrucksvolle Art und Weise den für das heutige Afrika so typischen Konflikt zwischen traditioneller Weisheit, kulturellem Erbe und moderner Lebensweise dar und tritt für ein Gleichgewicht zwischen diesen vordergründig so gegensätzlich und unvereinbar erscheinenden Polen ein. "Ich habe großes Glück im Jahrhundert des Kinos zu leben", sagt Dani Kouyaté, selber Sohn eines Griot, "denn der Film ist ein wunderbares Werkzeug für einen Griot."
Nouna ist die Hauptstadt der Provinz Kossi in Burkina Faso. Der aus einer langjährigen Kooperation zwischen der Abteilung Tropenhygiene der Universität Heidelberg und dem Forschungszentrum für Gesundheit in Nouna hervorgegangene Verein "Freunde von Nouna e.V." organisiert Projekte zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Region in den Bereichen Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sowie in der Sozial- und Bildungsarbeit. So wurde vor kurzem ein aus Spendengeldern finanzierter Trinkwasserbrunnen fertiggestellt sowie Gesundheitszentren mit Solarzellen für die nächtliche Beleuchtung sowie für den Betrieb von Kühlschränken zur Lagerung von Impfstoffen ausgestattet. Zudem wird ein Hühnerzuchtprojekt unterstützt. Ein weiteres Ziel des Vereines ist die Förderung des kulturellen Austausches zwischen Deutschland und Burkina Faso.
Der Filmabend ist eine Kooperation mit "Freunde von Nouna e.V."
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Do., 30.06.05 - 19.30 Uhr
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Afrika-Tage des Eine-Welt-Zentrums Heidelberg-Premiere |
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Omulaule heißt schwarz
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Deutschland 2003 | Regie: Beatrice Möller, Nicola Hens, Susanne Radelhof | 66 min.
Nach dem Zusammenbruch der DDR mussten zahlreiche Kinder aus Namibia, die einst in die DDR gebracht wurden, wieder zurück in eine ihnen fremde Heimat. Sie nennen sich "Omulaule". Das ist Oshiwambo und bedeutet schwarz. Aber von den schwarzen Einheimischen sind sie immer noch Deutsche, nur damit sie für die dortigen Weißen wiederum schwarz sind. Allen Omulaule ist gemeinsam, dass sie nach einem Halt in ihrer zerrissenen Biographie suchen. "Wir sind wenigstens in einem Staat groß geworden, den es nicht mehr gibt" meinen einige von ihnen. Ein Team der Bauhaus-Uni Weimar hat sie dokumentiert.
Wir zeigen den Film gemeinsam mit dem Kurzfilm "Kalkheim", in dem fünf passionslose Begebenheiten in einer ganz gewöhnlichen Reihenhaussiedlung erzählt werden. Fünf kurze Geschichten von kalkköpfigen Wesen, die für einen Augenblick aus Ihrem Anwender-Dasein gerissen werden, um dann unverändert dorthin zurückzukehren. Leise geflüsterte Bekenntnisse zu den Absurditäten des Alltags in einer zur Fassade erstarrten Warenwelt.
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Do., 30.06.05 - 21.30 Uhr Sa., 02.07.05 - 19.30 Uhr So., 03.07.05 - 21.30 Uhr Di., 05.07.05 - 19.30 Uhr
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